Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 36 (1895)
- Issue
- Heft 47 (12.6.1895)
- Date
- 1895-06-12
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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- Beirut 4× ep/1047833
- Haifa 1× ep/1047930
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M die Bahn ist gebaut, und ihre Sicherung durch wichtige Zweiglinien ist eine Frage der Zeit. . Nicht, dass man in den anderen Theilen Syriens massig gewesen wäre. Die durch Rührigkeit und Geschäftssinn ausgezeichneten Küstenstädte Mittelsyriens hatten auch Anstrengungen gemacht, die Segnungen einer Dampfverbindung mit dem Hinterlande herbeizuführen. Im Jahre 1882 hatten die Herren S u r s 0 c k Cousins in Beirut einen kaiserlichen Firman erlangt, in welchem ihnen die Konzession zum Bau einer Bahn Akka-Haita-Damaskus gewährt wurde. Die S u r s 0 k ’s hatten gerade an dieser Linie ein lebhaftes Interesse wegen ihres sehr bedeutenden Grundbesitzes in dem merdsch tbn amir („Jesreel-Ebene“). Das Unternehmen hatte in England zahlreiche und angesehene Freunde, wozu wohl nicht wenig beitrag, dass der in Haifa lebende, in England sehr bekannte Lawrence Oliphant ihm günstig gesinnt war. Dennoch war es unmöglich, das nöthige Anlagekapital aufzutreiben. Die von den Konzessionären hinterlegte Summe (ca. 4 0,000 Mark) und der Firman verfielen. Mittlerweile regte sich’s in den anderen Küstenplätzen Mittelsyriens. Die Gefahr war gross. Wareinmal Damaskus mit der Küste durch die den wichtigen Hauran berührende, in Haifa mündende Linie verbunden und der Verkehr auf diesen Weg gelenkt, so waren die Aussichten für die Linien von demselben Punkte nach anderen Küstenorten erheblich schlechtere. Von diesen kamen zwei in Betracht: das bedeutende Beirut, das seit jenem schweren Schlage, der das Land 1860 betroffen, mächtig emporgeblüht und 1888 zum Mittelpunkte einer besonderen Provinz (Wilajet) erhoben worden war, und das von altem Ruhme zehrende, aber wirtschaftlich seit Langem heruntergekommene Tripolis, das als Ausgangspunkt eines Schienenweges in das InnereZder sich bei Höms in eine südliche*D a!m a s k'u s 1 i n’i e und eine nördliche Aleppolinie getheilt hätte, zu einer neuen Bliithe zu gelangen hoffen konnte. Wer in diesem Kampfe Sieger bleiben musste, konnte von vornherein nicht zweifelhaft sein. Die Sympathien der türkischen Regierung waren wohl mit Taripoli s,j§]welches mit seiner überwiegend muslimisch-fanatischen Bevölkerung in Syrien nicht mit^Unrecht als eine Hochburg des Islams angesehen wird; auch redeten und schrieben die Tripolitaner, was in ihren Kräften stand, um in Erwerbung^des ^wichtigen Verkehrsweges der Nebenbuhlerin^zavorzukommen. Es gelang ihnen nicht. In Beirut stand, eine finanzielle und politische Macht hinter dem Unternehmen, welcher kein anderer Faktor das Gleichgewicht halten konnte. Die® französische"^ „Compagnie de la Ronte de Beyrouth ä Damäs“ hatte zwar von einem Bahnunternehmen auf ihrer eigenen Strecke nichts zu fürchten!; denn^ihr wie üblich auf~99^Jahre^lautender Firman|konnte wohl so gedeutet werden, dass ihr darin das Monopol für die Beförderung von Personen und Gütern zwischen Damaskus und Beirut gesichert war. Aber die Verbindung der Hauptstadt im Inneren mit eiuem anderen’Küstenpunkte konnte ihr keineswegs gleichgiltig*sein. Wie es immer mit dem Traume eines nicht unbedeutenden Theiles der]Bevölkerung Syriens und gewiss auch mancher Kreise in Frankreich von einer Besitznahme des Landes durch diese Macht stehen mag, der Umstand, dass der Hauptverkehrsweg sich in französischen Händen befindet, hat zur Befestigung von Frankreichs Ansehen und zur Hebung seiner Handelsinteressen nicht wenig beige tragen. (Fortsetz, folgt.) Die Kolonisation Palästinas. Die Ackerbauschule zu Jaffa. (III. Fortsetzung u. Schluss). Es folgt nun die detaillirte Aufstellung über die Einnahmen und Ausgaben der Schale vom 1. November 1891 bis zum 81. Oktober 1893. Gewöhnliche Ausgaben. Allgemeine Ausgaben und Honorar des Personals. 16.325 95 zu übertragen . . 16.825 95 Uebertrag . . 16.325 95 Beköstigung und Unterhaltung von 76 Zöglingen (ohne d. Arbeiter-Zöglinge) 26.596 — Prämien der Arbeiter-Zöglinge. . . 2.53120 Unterhalt und Reparatur des Mobilars und der Gebäude. 953 35 zu übertragen . . 46.406 50