Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 36 (1895)
- Issue
- Heft 35 (2.5.1895)
- Date
- 1895-05-02
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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663 naueste Prüfung kann eS selbst dem geübtesten ->vD widerfahren, die Sorte dtp für die beste und feinste Arbeit zu halten, wie es ja tatsächlich geschehen ist, daß tüchtige und erfahrene dhdid, selbst nachdem die D’na geöffnet waren, dieselbe als ganz vorzüglich im aiyc 3U3 ini»n irr by — gearbeitete dto erklärten, die pwpvi tcnfc'n DiB/ 1^3 zu gebrauchen seien. Der Betrug ist nämlich in so rasfinirter Weise ausgeführt, daß es kaum möglich ist, dahinter zu kommen, ohne die dto ganz zu zerlegen. Sämmtliche mir jetzt von dieser Sorte dto zur Untersuchung zugesandten yten haben eine hochfeine mattglänzende Politur. Die pyr am n’a ffto bw haben ganz runde, mit je einem an versehene linsengroße Köpfchen, während die ’)j? sehr dünn, haarscharf herausgepreßte Striche sind. Die untere Spitze der pv ist ein nach links bis zur nanu heruntergehender Strich. Bet manchen dieser sind die oberen nm>n durch Lack und Politur vollständig verdeckt, bei bet anderen hingegen liegen die yn'a Fäden noch weiß aussehend oben darauf. Im unteren nicht geschwärzten Theil der jnin’n ist ein Quadrat durch Abschabung verdünnt, mit Oel oder Lack durchtränkt und dadurch so durchsichtig gemacht, daß man die in den dtq steckenden nrans von außen zu sehen.vermag. Diese dto sind von außen derart scharfkantig und mit feinster Politur ganz gleichmäßig überzogen, daß es selbst der geübte iekd nicht wie sonst an den zusammenstoßenden Kanten zu erkennen vermag. wenn dieselben nmy opd gearbeitet sind. Wenn das bw n»a geöffnet und die nmens herausgenommen sind, so sehen die ysnn von innen, nicht wie bet mim ’jro oto — pergamentwetß, glatt d. h. ohne Falten und wagrecht laufend aus, sondern die Haut der n^ian ist dunkel und in Falten liegend, genau wie bet -inw -nyo dto. Dadurch wird der -ivD es Unterlasten, die dto weiter zu untersuchen, da dies Merkmal bis jetzt, wenn die dto von außen nicht als nmy mpd angeferügt erscheinen, genügte, die Arbeit als niyv 3n« hergestellt zu betrachten. Hierauf hat der Verfertiger jener D’na offenbar spe culirt. Betrachtet man nun aber diese ni^nav Abtheilungtn bis zur Tiefe der dtq 'n (nach dem oberen Theil des W2 zu), so sieht man, daß das dunkele Aussehen und die Faltung der psran Haut, nur Täuschung sind, indem je ein Stückchen dünne, jedenfalls vorher in eine Flüssigkeit gelegt gewesene Haut über jede der ros’riD gezogen und dann nach dem Kopf des n'a zu angeleimt ist. Mit einem geeigneten Instrument (Zängchen, Pincette) an dem Ende, wo es angeleimt ist, also tief innen angefaßt, zieht sich dieses Häutchen von den nix’no ab, und läßt nun den Schwindel erkennen. Diese Entdeckung veranlaßte mich, bet den mir s. Z. zugesandten sHsn, durch welche die ganze Sache ans Tagslicht kam, auch die anderen Theile des twn bw n’a genauer zu prüfen. Dabei stellte sich heraus, daß jeder Settenthetl (yrr) aus zwei Stückchen dünnen, auf starker Fütterung aufgeletmten Pergamentes besteht. Der größere Theil geht von dem Kopf des n’a bis zur Spitze der iw und ist in diesen Theil die y» eingepreßt, während der zweite Theil von der Spitze der y>w bis unter die nann reicht und damit eingenäht ist. Auch dieser Betrug ist mit solcher Geschicklichkeit ausgeführt, daß es trotz dieses Hinweises nur der aller subtilsten Untersuchung gelingen wird, dahinter zu kommen. Diese beiden Fälschungen werden jedoch durch die dritte noch überboten. Hebt man nämlich den oberen Theil der Mmayo (wo die nyun hindurchgeht) auf und trennt das eingeleimte Futter ab, so zeigt sich der von der vorderen nach der hinteren Seite, über das n’a gehende Theil als ei« dickes Stück Pergament, worauf drei Striche oder Ritze gezogen sind, welche die ysnn marktren, jedoch nicht einmal durchgeschnttten sind und deßhalb nicht einmal als dto nmy wo gelten können. Ein solches n'a ist ein vollständiges novum: es ist wed er ein vtn bw n’a, weil diese letzt, erwähnte, über 3 Flächen des n’a gezogene Haut nicht mit n*nn versehen, sondern diese nur markirt sind, noch ein v bw n’a, weil es mit ni^’iav nispno versehen ist. Auch das 3’ bw n’a dieser y^sn ist ohne es auseinander zu trennen, wegen der Politur von außen kaum als nmy wd gearbeitet zu erkennen; sobald man jedoch die toin’n abntmmt und an den eingenähten Ecken zieht, zeigt es sich, daß der das n'a bildende Ueberzug aus zwei quer übereinander geleimten Stücken Pergament besteht. Im Uebrigen bemerke ich. daß einzelne der bisher untersuchten DTO von ybsn des "ibid Herrn Bunemowitz zu Frankfurt a. M., obschon sie den obenbeschriebenen vollständig gleich sehen, als frei von jenen Schwindeleien, nur aus allzu dünner Haut gearbeitet, sich erwiesen haben. W. Grünebaum, o"nD tod. Oesterr.-Ungar. Monarchie. Wien. Der Verein „Ferienheim" veröffentlicht soeben seinen Jahresbericht über das Jahr 1894, welcher ein anschauliches Bild von dem segensreichen Wirken dieser wohlthätigeu Corporation bildet. Daß diese Bereinigung Erfolge wie selten eine ähnliche Institution aufzuweisen hat, beweisen