Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1895-04-25 · Heft 33 (25.4.1895) · page 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
36 (1895)
Issue
Heft 33 (25.4.1895)
Date
1895-04-25
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2446951-2448559-2448591--40631-2489552
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

623 Uebrigens ist in dem erwähnten Artikel in Nr. 29 eine Ungenautgkeit enthalten, die der Richtigstellung bedarf. Der Fuldaer isiv Grünebaum hat jenes Paar pbön von Bunemowitz nicht mit der Bemerkung zurückgeschickt, daß dieselben „nicht irw -nyc" seien, sondern vielmehr ausdrücklich in seinem hierher gerichteten Schreiben erklärt, daß dieArbeit der betr. r^>Bn 'na wett schlimmer alsdte der sogenannten mv.y ’J»d D»na sei, indem diese i'^sn in raffiniert betrügerischer W eise vollständig gegen j'n m gearbeitet seien. Herr Grünebaum wurde in Folge deffen als Experte hierher berufen, wo er in jener Versammlung die Anwesenden vor den unbedingten bivs jener l'^vn überzeugte. Hoffentlich wird diese nunmehr zum Abschluß gebrachte Angelegenheit dazu bettragen, recht vielen ton»' oa wwd über die entsetzliche Verwahrlosung dieser nmp ’j\iy die Augen zu öffnen und sie anzuspornen, an der Besserung dei selben nach Kräften mirzuwirken. Köln. Dem Rechenschafts-Bericht des Vereines des jüdischen Lehrer-Seminars in Rheinland zu Köln für 1893—94 (das 27. Jahr seines Bestehens) entnehmen wir: Seit unserer vorjährigen Berichterstattuug sind acht Zöglinge nach vollendeter Ausbildung entlassen worden und haben als Lehrer und Cul-- tusbeamte Verwendung gefunden. Die Berichte, welche uns über das Streben und überhaupt über die Führung und Wirksamkeit der aus unserer Anstalt hervorgegangenen Lehrer zugehen, lauten fast ausnahmslos erfreulich und ermutigen uns zu fortgesetztem Streben in der bisherigen Richtung. — Das ehrende Vertrauen, welches unserer Anstalt als einer Plege- und Planzstätte altjüdischer Glaubenswissenschaft und treuer Plichterfüllung von nah nnd fern entgegengebracht wird, hat sich auch im verflossenen Jahre wiederum durch die ihr zugewandten frommen Stiftungen für das Seelenheil teurer Heimgegangenen in erfreulicher Weise zu erkennen gegeben. Ebenso sind uns bei freudigen Veranlassungen größere Zuwendungen zu theil geworden. Wir empfingen an außerordentlichen Zuwendungen 10350 M. Die Gesamt-Einnahmen betrugen 36359 M. die Betriebs-Ausgaben, 10580 M. Oe st er r. -Ungar. Monarchie. Budapest. Der im Vorjahre gegründete Budapester orthodoxe Talmud-Verein (D"ttf man) hielt heute in den Vereinslokalitäten (Rombachgasse 6) seine ordentliche Generalversammlung. Den Vorsitz führte der langjährige verdienstvolle Vereinspräses und Cassier der hiesigen aut. orthodoxen isr. Gemeinde Herr A. I. Strauß, der die Anwesenden mit einer warmen Ansprache herzlichst begrüßte und den Vcreinsmitgliedern sammt den min ’ja für ihr dem Verein entgegengebrachtes Wohlwollen Dank abstattete. Sowohl die Jahresbilanz, als auch der Rechenschaftsbericht, der die Verdienste, die sich der Verein um Hebung der nttmpn min erworben, eingehend schildert, wurden mit Begeisterung zur Kenntniß genommen, und dem Vorstand für sein eifriges Wirken Dank votirt. In der That verdient auch die Vereinsleitung die volle Anerkennung eines jeden ’ivv für ihre aufopfernde Thätigkeit, die sie im Interesse der p"mn, im Interesse unserer heiligen Religion hier in der Hauptstadt entwickelt. Mit dem Aufgebote all' ihrer materiellen und geistigen Kraft hält sie drei geräumige Lokalitäten aufrecht, in denen beinahe den ganzen Tag hindurch das Gotteswort ertönt, mrr D’jpn Dmna versammeln sich daselbst täglich, um an den cmijw theilzunehmen und die Vorträge in ^nmi Nnpö anzuhören. Jüdische Moral und religiöser Sinn, der hier in der Großstadt nur sehr spärlich anzutreffen sind, gewinnen hierdurch an Ansehen; die Gotteslehre wird in weite Kreise verbreitet, und unserer nms Geltung verschafft. Und all' dies geschieht mit einer map db6 geltenden Aufrichtigkeit, die jedes Nebenintereffe ausschließt. Möge dieser Verein, der eine Zierde der Hauptstädtischen jüdischen Institutionen bildet und jenem immer grünenden Baume gleicht 'Hia' x1? ir6yi inpa p’ ms der seine Frucht in der Zeit giebt und dessen Blatt nicht welkt, auch in der Zukunft blühen und gedeihen nnaiai mmn naaa zur Ehre des Judenthums und seiner Bekenner; ikw 7ai N'7L' rwy> möge alles was er für die Zukunft zu unternehmen gesonnen ist, gelingen aa'pa -pisn nwya auf daß wir den göttlichen Willen mit vollem Herzen erfüllen können. - Heinrich Löffller. Rußland. Petersburg. (Empfang einer jüdischen Deputation durch den Czar). Wir haben schon auf Grund einer Meldung polnischer Blätter mitgetheilt, daß Czar Nikolaus II. kürzlich eine jüdische Deputation aus Jekaterinoslaw empfangen hatte, der er die Regelung der Rechtsverhältnisse der Juden im Czarenretche in Aussicht gestellt haben soll. Hierüber wird dem „Fr. Bl." nun aus Petersburg auf Grund zuverlässiger Informationen Folgendes berichtet: Eine Abordnung der jüdischen Bevölkerung des Gouvernements Jekaterinoslaw, bestehend aus dem Oberrabbtner dieser Stadt Dr. Schocher, dem bekannten Juristen Dr. Lew and a und dem Philantropen Matdansktj, wurde vom Czar Nikolaus II. im sogenannten Brillantensaale des Anttschkowpalais empfangen. Der Sprecher der Deputation, Dr. Lewanda, überreichte dem Czar ein werthvolles Geschenk der Jekaterinoslawer Juden und hielt dabei eine Ansprache, in welcher er die Gefühle des Patriotismus der Juden und treuer Ergebenheit für den angestammten Herrscher zum Ausdrucke brachte und an den Monarchen die Bitte richtete, er möge in seiner Weisheit und allbekannten Milde die Rechtsverhältnisse der Juden, die einer Regelung bedürfen, prüfen und ihnen seinen

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.