Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 36 (1895)
- Issue
- Heft 26 (1.4.1895)
- Date
- 1895-04-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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526 Pettrich, das Märchen von seiner Gefangennahme und versuchten Tödlung erzählt zu haben, um einen EntschuldigungSgrund für sein langes Umherstreunrn zu haben. Trotzdem das ganze Lügengewebe des lliährigen Knaben aufgedeckt war, glaubten die Leute doch, die Frau Pettrich sei mit 200 M. und einem Anzug abgrfunden worden, gegen Markus keine Anzeige zu erstat.en. Frau Pettrich wurde deshalb von verschiedenen Personen inttrprlllrt, sie entgegnete stets, sie habe von Markus nichts erhalten, aber Markus habe ihren HanS doch eingespcrrt gehabt. Mark»S sah sich, im Jnterrefse seines gefährdeten Rufes, veranlaßt, gegen Frau Pettich Klage wegen Beleidigung zu stellen. Das Schöffengericht Weismain erachtete die Beklagte auch der Beleidigung für schuldig und vrrurtheilte sie mit Rücksicht aus die Schwere des Falles und den verursachten Schaden zu einer Freiheitsstrafe von 1 Tag Gefängniß. Die von Pettrich gegen dieses Urtheil eingelegte Berufung hatte bezüglich deS SchuldausfprucheS keinen Erfolg, dagegen wurde mir Rücksicht auf das straffreie Vorleben der Hochbetagien Frau statt der Freiheitsstrafe eine Geldstrafe von 10 Mark über sie verhängt. Nun ist der Thatbestand über das Gerücht von dem „Ritualmorversuch" in Burgkundstadt gerichtlich festgestellt, und werden hoffentlich sich die Gemüther dort bald beruhigen. Die Erben des verstorbenen Botanikers Professor Pringsheim haben die von ihm hinterlassene werthvolle Laboratoriumsausrüstung dem Botanischen Institut der Universität Jena geschenkt, an der Pringsheim früher wirkte, u Privat-Trlrgramm des „Israelit". Gieße«, 31. März, 12 Uhr 42 Min. Der Cultusverein zur Wahrung der religiösen Interessen des Judenthums in der Provinz Oberhessen erwählte einstimmig Sr. Ehrwürden Herrn Dr. L. Hirschfeld aus Posen, ein Enkel des berühmten Rabbi Salomon Pleßner und ein Bruder des trotz seiner Jugend schon vorthetlhaften bekannten Octentalisten am Montefiore College in Ramsgate, Herrn.Dr. B. Hirschfeld, zu seinem Rabbiner. Derselbe ist sofort in seine Amtsthättgkeit eingetreten. Der Rabbinatssitz befindet sich in Gießen. WM" Vt n z e i a e it. "W« Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. §dte, verfangen Sie dusdruck/tct) den iv/et/dct? dockstprami/rfen Cossmann? getr: java - Kaffee 85, SO, <95, /OOP/gp.gttPacket. \ A.Cossmann KoWeutz i Ohne NrelsavWiig! Auf unter Aufs. Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner Dr. Frank in Köln. Man erbitte Preiscourant. Aufruf! Edler Brüder und Schwester«. Me in weiten Kreisen bekannt sein dürfte, werden die jüdischen Epileptcker aus der Heil- und Pflegeanstalt CarlShos bei Rastrnburg, die in Begleitung eims Krankenwärters an Cabbat und Festtagen zum Goltesdirnste Herkommen, mit kofchktn Speisen und Gerränkni versehen. ES sind fünf Jahre her, alS wir das heilige Werk begannen und, dank tun edlen Brüdern und Schwestern, ist e8 unS gelungen, bis zu dem heutigen Tage unsere heilige Aufgabe voll und ganz zu erfüllen. Da nun das heilige Paffahfest vor der Thüre steht, und unser Kassenbestand erschöpft ist, bitten wir flehentlich um wei'ere Unterstützung, damit wir in den Stand gesetzt werden, auch fernerhin unserer heiligen Pflicht Nachkommen zu können. Ein jeder, dem das Weh und das Elend seiner betrübten, kranken Brüder am Herzen liegen, trage sein Scherflein bei und der Lohn des Allmächtigen wird nicht auSbleiben. Spenden nimmt das mitunterzeichnete Vorstandsmitglied Herr Moritz Meyer entgegen und wird über dem Empfang öffentlich quittirt. Rastenburg im Nissan 5655. Das Comlte D’?DÜ fö’D M. Meyer, H. CzarliuSky, Vorsteher der Synag.-Gem. Vorsteher der Ehewra-Kadischa. A. Davidsohn, CultuSbeamter. Heirathsantrag. Ein repräientationSfähiger, intelligenter, vermögend. 30jähr. junger Mann, isr. (Beamter) m. 1200 fl. ö. W. Jahresge- 1 halt k., wünscht mit einer intelligenten, vermögenden Dame in Correspondenz zu treten. Nichtanonyme Offerten unt. „sorgenfreies Leben 1895" poste restante Ga lgöcz, Ungarn, erb. Heirath. Ein Kaufmann, 30 Jahre alt, Inhaber eineS flotten Modewaaren-G.schäfts in einer grä- Heren Provinzialstadt Bayerns, sucht eine Lebensgefährtin mit 20—25 Mille Vermögen. Ernstgemeinte Offerten unt. 2. 1825 an die Exped. d. Bl. erbeten. cxür mein gemischtes Waarenü geschifft suche ich per sofort oder 15. April 1 Lehrling u. 1 Volontoir. Salomon Katz, 1819) Werl i. Westf. junger Arzt, 27 Jahre <\5 alt, bittet um Nachweis eines passenden Ortes zur Niederlassung. Offerten unter A. M. 1815 an die Exped. d. Blattes. 0:4 suche per sofort ein is'a- <\j lttisches Dienstmädchen, kann auch eine ältere Person sein. L. Sommer, 1823) » Königsteele. gür m. Toch'er, 16 Jahr« alt, suche ich per April oder Mai eine Stelle zur Küchen - und Hausarbeit. (1820 Fra« Himmelreich, Werl i. Weftf. Lehrling gesucht f. mein Colonialwaaren- Geschäft. Samstags u. Feiertage streng geschloffen. Ph.Zinner, Hamburg. 12g /Akuche für mein Mehl- und Landesprodukten - Geschäft ein. Lehrl. per sof. od. Ostern unter günst. Bedingungen. Emannel Löben stein, 1828) Hanau a. M. Zehnte Anklage! für israettt. Kraue» von Rebekka Wolff — geb. Heinemann. — Zehnte, durch 100 Recepte vermehrte u. verbesserte Auflage. Elegant gebunden. Als vorzüglich anerkannt. Nicht mit werthlosen Nachahmungen zu verwechseln. Preis Mk. 3.50. Frankfurt a. M. 44c) I. Kanffman«, Verlag. All rrhrll«sL°L kann die Conditorei erlernen bei M. Berney, Eonditor, W ü r z b rr r g, Augustinerstr.