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Der Israelit · 1895-03-28 · Heft 25 (28.3.1895) · page 31

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Journal
Der Israelit
Volume
36 (1895)
Issue
Heft 25 (28.3.1895)
Date
1895-03-28
Page
– (sequence 31)
Language
German
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ihren Elementar-Schalen in der europäischen Türkei and Bulgarien zn schicken und im Allgemeinen nur noch Zöglinge zuzulassen, die schon eine gewisse Bildung empfangen haben, wird das Niveau unserer Anstalt heben und von Jahr zu Jahr bessere Erfolge zeitigen. Ich habe nach Möglichkeit darauf gehalten, ein Kind aus jeder israelitischen Kolonie Palästinas aufzunehmen. Dies ist ein neues Band zwischen den Kolonien und unserer Schule. Fast alle Zöglinge, die unsere Anstalt verliessen, haben sich dem Ackerbau gewidmet und ziehen ihren Lebensunterhalt aus der Bearbeitung des Bodens, sei es nun, dass sie Aemter in den Ackerland-Kolonien Palästinas, in Egypten oder anderswo innehaben, oder dass sie als Söhne von Bauern ihre Kenntnisse zur Anwendung bringen und die ihren Eltern gehörigen Ländereien mit ihren Händen bearbeiten. Wir würden uns glücklich schätzen dürfen, wenn unsere Anstalt jedes Jahr zehn bis fünfzehn junge Leute auf die israelitische Welt vertheilte, die sich ausschliesslich den landwirtschaftlichen Arbeiten widmeten. Wir sind selten gezwungen, zu strengen disciplinarischen Massregeln unsere Zuflucht zu nehmen. Alle unsere Bemühungen zielen dahin, unter unseren Kindern Einigkeit und gute Kameradschaft herbeizuführen und sie durch das befühl ihrer gegenseitigen Förderung und ihres Fortschrittes einander nahe zu bringen. Arbeiter - Zöglinge, Ich bin gleichfalls sehr befriedigt von der Arbeit und dem Fleisse der Arbeiter-Zöglinge. Vor einigen Jahren hatte das Central-Comitö auf den Vorschlag meines Lehrers und Vorgängers, Herrn 8. Hirsch, beschlossen, für diejenigen Zöglinge, welche ihre Lehrzeit beendet hätten und freiwillig zur Vervollkommnung ihrer Studien noch vier Jahre auf der Schule verblieben, eine Prämie auszusetzen, die die Höhe von 1000 Fr cs. erreichen könnte. Das war ein vorzügliches Mittel, die Liebe zum Berufe des Landwirthes in unseren israelitischen Jünglingen hervorzurufen und sie endgültig der Bebauung des Bodens zuznführen. Diese ausserordentlich lobenswerthe Einrichtung, welche einen so regen Wetteifer unter unseren jungen Leuten hervorgerufen hat, bot jedoch einige Unzuträglichkeiten, deren empfindlichste in der Zuerkennung des gleichen Preises an sämmtliche Arbeiter-Zöglinge jeder Beschaffenheit bestand; man trug der besonderen Leistungsfähigkeit des Zöglings, seinem Eifer, seinen Censuren und den Diensten, welche er leistete, zu wenig Rechnung. Das von uns angenommene neue System nimmt anf alle diese Elemente für die Abschätzung Rücksicht und spricht die höchsten Preise den besten und intelligentesten Arbeitern zu. Man schädigt damit nur die Faulen, sofern es solche überhaupt unter ihnen gäbe. Wir konnten auch feststellen, dass ein siebenjähriger Aufenthalt anf der Schule zu lang ist, und zwar insofern, als der Bestand unserer Zöglinge sich nicht schnell genug erneuert. (Fortsetzung folgt.) Alliance Israelite Universelle. Schalen und Lehrlingswerk. Dardanellen. Am 30. November 1894 hat die Preisvertheilung an den Schalen der Alliance in hiesiger Stadt stattgefunden. Zugegen war der Gouverneur Djemel Bey und Mozhar Pascha, Divisions-General, Kommandant der Festungen der Meeresenge, beide in Begleitung hoher Persönlichkeiten ihres Gefolges, ausserdem die Gerichts- und Kirchenbehörden, die konsularische Körperschaft, der Unterrichts-Direktor , Ismael Haki Effendi, mehrere Notablen verschiedener Gemeinden in Begleitung ihrer Damen, und endlich die Eltern der Zöglinge. Der französische Konsul Herr Cabanel, welcher den Schnlanst&lten von Dardanellen stets sein Wohlwollen bewiesen, hielt eine Rede, in welcher er den glücklichen Einfluss hervorhob, den die Schulen der Alliance anf die Bevölkerung des Orients ansüben. Das Central-Comitö dankt Herrn Cabanel für den erneuten Beweis seiner Sympathie für die Anstalten der Alliance. Fez. Am 20. No v ember hat Herr 8ato w, Vertreter E n gl an ds in Ma r okk o, die Alliance- Schule besucht und die Schüler geprüft. Derselbe erkannte die gute Haltung der Zöglinge und beglückwünschte den Direktor wie auch den Vorsteher des Lokal-Komitös, Herrn Benzimer, zu den Erfolgen des Unterrichts und dem Einflüsse, welchen die Schulen auf die materielle und geistige Lage der Israeliten in Fez ausüben müssen. Jaffa. Das Central-Comitö hat von der Arbeiterbauschale za Jaffa folgenden Bericht über die im November 1894 in dieser Anstalt verrichteten Arbeiten erhalten: Der November ist bekanntlich für uns der wichtigste Monat, derjenige, in welchem die ersten Arbeiten vollbracht werden, deren Gelingen wenigstens eine vorübergehende Garantie gewährt für die künftigen Arbeiten. Um diese Zeit geschieht das Beackern, Säen etc., Arbeiten, die sehr von den klimatischen Verhältnissen des Monats abhängen; von diesem Gesichtspunkte

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