Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 36 (1895)
- Issue
- Heft 5 (17.1.1895)
- Date
- 1895-01-17
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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98 Hrestbnrg, 7. Januar. Bezüglich des Berichtes von Neuhäusel über daS Ableben des 3"in zu Surany bitte ich Sie um Aufnahme folgender Berichtigung: In dem Berichte heißt eS: „Seinem Wunsche gemäß wurde er auf dem Friedhofe in Neutra begraben, wo er seine Ruhestätte neben der des großen Rabbiners Ezechiel Dinetter feig. Bineth) fand." Der w. Berichterstatter muß wohl nicht gar pünktlich von dem richtigen Stand der Sache unterrichtet fein, da der diesbezügliche Theil feines Berichtes nicht ganz der Wahrheit entspricht, indem der verewigte Rabbiner nicht in Neutra, sondern in Surany begraben wurde. Zwar ist es richtig, daß er den Wunsch äußerte in Neutra begraben zu werden; es war aber bloß aus dem Grund, weil der suranyer Friedhof nicht der iSr. Gemeinde gehörte. Da aber die erw. Gemeinde denselben neu ankaufte, lautete der poö des hiesigen P"i2 VD daß er in dem Orte, wo er beinahe ein halbes Jahrhundert segensreich thätig war, bestattet werde, was auch geschehen ist. In Sar Bogard hielt Sonntag der „Ez Chajim Verein" feine Jahresversammlung ab, bei welcher Gelegenheit der BereinSvorstand von einem sehr günstigen Ergebnis berichten konnte. Abends darauf fand ein Festmahl verbunden mit einem O7O unter reger Betheiligung statt. Die Festrede hielt der Präsident, Herr Wilhelm Löwy. L. Groh Kanizha, 13. Dez. Heute wurde hier der Agramer Großhändler, Herr Moritz Blau, unter Theilnehme der ganzen Bevölkerung zu Grabe getragen. Derselbe ward hier geboren, war aber in Agram etablirt. Als er sein Ende herannahen fühlte, bat er, seine Leiche hieher zubringen, da er neben seinen verstorbenen Eltern zu ruhen wünsche. Sein Verlangen wurde auch erfüllt. Der Verstorbene, der schon im Leb n ein großer Wohlthäter der Armen war, hat ihrer auch im Tode nicht vergessen, denn er testirte 50,000 fl. zu wohltyätigey Zwecken. rrnsin «olt». Se. Majestät der König von Schweden hat Herrn Dr. Raphael Gugenheimer für dessen ihm zugesandte Bearbeitung einebisher noch ungedruckten Theiles des SokLvum mMeriornm des GregoriuS AbulfazagiuS durch den Chef des königlichen Sekretariats ein huldvolles Dankschreiben zukommen lassen. Die jüdische Einwanderung in Amerika ist im letzten Jahre von etwa 39,000 auf rund 23,000 zurückgegangen. Prozentuell ist die Einwanderung jedoch von 6 auf 8 gestiegen, d. h., daß die Juden nicht in demselben Maße an dem Rückgang der Einwanderung betheiligt sind als andere Brvölkerungsklaffen. New Uork. 18. Dezember. Ein erfreuliches Zeugniß für die Beiheiligung der Juden an der Landwirthschaft in Amerika bildet folgende von der New-Mrker StaatSzeitung mitgetheilte Notiz: „Die verschiedenen Landwirthe in der Nachbarschaft von Chesterfield, Conn., haben eine Gesellschaft jüdischer Landwirthe gebildet." Auf der Straße von Kör nach Abanj-Sznnt" starb dieser Tage ein armer jüdischer Schullehrer. Er hieß Hermann Waldmann und nur Wenige hatten Kenntniß davon. daß Waldmann einer der Helden von Cnstozza gewesen. Als Freiwilliger hatte er erst den Freiheitskampf mitgemacht und nach der BMgoser Waffenlreckung wurde er in die kaiserliche Armee eingereiht. Als Artillerist nahm er an den Kriegen 1859 und 1866 theil. Bei Cnstozza rettete er feine Kameraden, indem er als Schildwache, ohne Ordre, auf einen Trupp feindlicher Kavallerie, welcher einen Ueberfall beabsichtigte, sämmtliche vorhandenen Geschütze abfeuerte. Waldmann erhielt für diese Bravour die goldene Tapferkeitsmedaille und durfte nach der Schlacht heimkehren. Briefkasten der Nedaction. A. R. in Ottyma. Senden Sie uns etwas zur Probe; wenn brauchbar, wollen es bringen. MarcuS A. in Wie« II. Senden Sie uns das Räthsel zur Ansicht. LebeusversicheruustS-GeseÜschaft zu Leipzig, auf Gegenseitigkeit gegr. 1830 (alte Leipziger.) ES sind vom 1. Januar bis Ende Dezember 1894 6477 Versicherungen über 45,584,000 M. beantragt worden, 573 Versicherungen über 4,215,300 M. mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. AlS gestorben wurden in derselben Zeit angemeldet 787 Mitglieder, die mit 5,180,200 M. versichert waren. Der VersicherungSSestand stellte sich Ende Dezember 1894 auf 61,800 Personen mit 430 Millionen M. Versicherungssumme, daS Vermögen auf 123 Millionen M. Für fällig gewordene Versicherungssummen sind bis jetzt ausgezahlt 84 Millionen M., als Dividenden an die Versicherten gewährt 41 Millionen M.; Dividendenreserven in Höhe von 21 Millionen M. liegen zur weiteren Vertheilung an die Versicherten bereit. Bei der alten Leipziger Gesellschaft, die eine reine GegenseitigkeitSanstalt ist, fließen alle Ueberschüsse den Versicherten wieder zu. Die Dividende der letzteren beträgt für die länger als 5 Jahre bestehenden Versicherungen im laufenden Jahre 42 pCt. der ordentlichen Jahresprämie und bei abgekürzten Versicherungen außerdem 1'/» PCI. der Summe der gezahlten Zusatzprämien, was mit Rücksicht auf anderweite Auslassungen über diesen Punkt hier ausdrücklich hervorgehoben werden mag. Würde eine Dividende auf die Zusatzprämie nicht gezahlt, so wäre der Dividendensatz auf die ordentliche Jahresprämie noch wesentlich hoher als 42 pCt. Viele Frohe Stunden zum neue» Jahre wünscht die Verlagshandlung von Rich. Herm. Dietrich in Dresden allen Lesern durch die Lektüre ihres so beliebten und interessanten, illustrirten Familien- und UnterhaltungSÜlalteS „Frohe Stunden". Alle Buchhandlungen und Kolporteure nehmen Bestellungen darauf zum Preise von 10 Pfennig pro Heft entgegen und liefern die bisher erschienenen Nummern in beliebigen Zwischenräumen nach. Wenn kein Buchhändler oder Kolporteur am Platze ist, wende man sich direkt an Rich. Herm. Dietrich's Verlag in Dresden. Anzeigen. Für den folgenden Theil ist die Nedaction nicht verantwortlich. Qouis Si-moti SruJMt&fwÄ a. idttiytt«fw. «g. i&t. t 9fCu*t** o9t* IwAwwf. Nr. 5, S. 99/100 folgt erst hinter S. 104