Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 36 (1895)
- Issue
- Heft 3 (10.1.1895)
- Date
- 1895-01-10
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
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WWMWWWWNM ■U 11 * U II Ul Ul UUJIUIJ muMliaW .IW1IUIIUI..I U«U,IU' 60 / K- Er läßt ihn von jedem Kinde nachsprechen, dann übersetzt er: „von welchem Zeitpunkt ab liest man das yvrn am Abend." Hierzu können folgende Fragen, deren Antwort die Schüler theils selbst, theils mit Hilfe des Lehrers finden, gegeben werden. Fr.: Warum beginnt die rotera überhaupt mit yor? Antw.: Weil es das wichtigste der Gebete ist. Fr.: Worin besteht seine Wichtigkeit? Antw.: a) Weil in dem Wort onum das Studium der mn geboten ist. b) Weil wir mit demselben das Joch der Gottesherrschaft trote >,y) dw) auf uns nehmen. Fr.: Warum beginnt sie mit dem yöff des Abends? Antw.: a) Weil cs in demselben zuerst heißt: ■paro. b) Weil die nwo auf den Satz any wi. -ipD w Rücksicht nimmt. 2 Satz. •fnavm b^m Uebersetzt: Wenn die 0^7,2 hineingehen, um von ihrer nvnri zu essen. Der Begriff nvnn wird nach K. 18 B. 8 dahin erläutert, daß man darunter eine Abgabe für den pa versteht. Nur dieser darf sie genießen. Sie wird von dem Geernteten abgeschieden, durch Ewporheben geweiht und dem pa übergeben. In beliebiger Quantität (l/40, Vso und Veo des Ertrags) kann der Besitzer sie dem pa einhändigen. Fr.: Wie ist der 1. Satz der ausgedrückt? Antw.: Als Frage. Fr.: Was erfolgt im 2. Satz? Antw.: Die Antwort auf die Frage. Fr.: Ist eine bestimmte Stunde angegeben? Antw.: Nein, es ist eine Umschreibung. Fr.: Welche Zeit ist damit aber gemeint? Antw.: Wenn Sterne am Himmel sichtbar werden. Zur Erläuterung: Die nj»o meint einen pa, der durch irgend einen Zufall unrein wurde; ein solcher pa mußte erst durch ein Bad (rfroö) seine Reinheit wieder erlangen, aber von der nonn durfte er erst dann essen, wenn Sterne am Himmel sichtbar wurden. Fr.: Warum giebt die in dieser Form die Antwort? Antw.: Sie will damit gleichzeitig lehren, daß der pa seine Reinheit durch das Bad erst mit dem Eintritt der Nacht erlangt. 3. Satz:. •“wSn 'i nm naitf*nn mnöttwn *iiD -w U ebe rsetzt: Bis zum Ende der ersten Nachtwache nach der Ansicht des Rabbi Elieser. .iw, iy Dncia crcam Uebersetzt: Die Weisen sagen bis Mitternacht, •nwn *Tiüy nby'w iv iöw bwbni pi Uebersetzt: R. Gamliel lehrt, bis zum Emporsteigen der Morgenröthe. Fr.: Wieviele Ansichten sind hier gegeben? Antw-: Drei. Fr.: Welches sind die Zeitgrenzen? Wie ist die Anstchtdes Rabbi N. N. u. s. w.? Welche Zeitangaben liegen näher beisammen? Welche liegen von einander entfernt? Zur Erläuterung wird darauf aufmerksam gemacht, daß der Grund der Meinungsverschiedenheit in der Deutung des Wortes pn liegt. Nach Rabbi E. bedeutet es die Zeit des Niederlegens, nach R. Gaml. u. den Weisen die Zeit des Liegens überhaupt. 4. Satz. 'h no.v nniron n’3D ra ntfj?o •vettf m 12'ip ab Ueb ersetzt: Einst trug es sich zu, daß seine Söhne von einem Gastmahle zurückkamen. Sie sagten zu ihm: wir haben das yoff nock nicht gelesen. p2”r intfn nivx rby $b dn orb iön •nvipS ddn% Uebersetzt: Er sagte ihnen: Wenn die Morgenröthe noch nicht emporgestiegen ist, seid ihr zum Lesen (des Schema) noch verpflichtet. 2^2 n nö bz sb*t 12^72 it sbi •irntfn 'v nby'V nz? jitmö nnscn ly Uebersetzt: Und nicht dies allein, sondern überall, wenn die Weisen „bis Mitternacht" sagen, gilt es gesetzlich bis zum Aufsteigen der Morgenröthe. Zur Erläuterung werde erwähnt, daß eigentlich die Ansichten des R. Gamliel und der D'oan gleich sind. Nur haben diese deshalb die Zeitgrenze früher bestimmt, damit es zu keiner Gesetzesübertretung komme. — Es kommt einer ermüdet nach Hause, denkt erst ein wenig auszuruhen und könnte dadurch überhaupt das yv^Lesen versäumen. R. Gamliel hielt es aber für unnöthig, einer solchen Uebertretung vorzubeugen. In dieser angedeuteten Weise wird die ganze njffö behandelt.