Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 55 (1915)
- Issue
- Heft 45 (28.10.1915)
- Date
- 1915-10-28
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite V Nr. 45_ hofspersvnal u. a. 3050 Rbl., verschiedene Ausgaben 1218 Rbl., Umbau des Jrrenasyls 1000 Rbl. Die. Bilanz wurde, von den Anwesenden genehmigt. Des weiteren wurde beschlossen, aus dem Friedhof eine besondere Anlage zu errichten, damit das Wasser aus dem Leichenhause abfiteßen könne. Ferner sollen Satzungen für eine vei der Gemetnoeverwairung zu eröffnende zinslose Pfanolethkasse ausgearbeirer werden. Dem Rabbinat und den Angestellten der Gemeinde wird ein Gehaltsvorschuß sur oen Monat September in der Gesamthöhe vo 1355 Rbl. gewährt. Mehrere Gesuche um Erteilung von Unterstützungen wurden wegen Mangels an Mitteln abgelehnt. Oesterrerctz-Iurgarn. Dr. 3ahob Schächter yan* ZS«-apejt, 23. Oft. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel wirkte aus den geseßtreuen atreis der nngarijcyen Äielrvpyie das fUöQiitye Ableben Dr. Iatob Schäcyrers. iLr wriric eben zu Besuch der cincr besrcunoeten Familie, die vom frommen jüdischen Dolwr Keuung und Hilfe erwartete, als ihn ein Her zottig beim Schreroen oes Rezeptes oalstnrassle. äucit iym ichxiüer eine edie Seele, ent ttefpommcö Gemüt, cm goldrerncs Serz nun dannen. Die Wunde, die sein Mmgan^j h.nterratzl, ist um)o brennender, als oie neot oer Beit das Bedürfnis nach Ätannern seines Schlages bringend empfinden läßt. Ihm hatte die Bndapeiter ^rtyodoxre und die oes Landes viel zu danken uuo von ihm noch mehr zu erwarten^ Für ue lebte und tautpjtc er; ihr zu dienen, war sein Berns, ihr zu nutzen, fein letztes Lebensziel. Tie meisten stolitlfustn uuo organriatorrjchen Grrungenlchasten der Gesetzestreuen luupfen stch rnrt an ieinen Ramen mid sichern ihm ewige CLrinnernng. Die Trauer um ihren Führer uri> einte am i4. Oktober alle Orthodoxen .Budapests, um iyNl die letzte Ghrc zu geben, ^iberradvrner Moppet Reich, wedmete dem Freund und ^ruarbercer herzliche Worre oer Trauer, die jeden erschütterten. Daun Mach der Rabbiner aus R i m a s z 6 cs nno Piä). A v r a h a m v. Freudiger. Tie Bel üigung der Honorationen der .Lr-rndt galt dem Milglieo des Mxigijrrats, wie die Anwesenheit der Vertreter der neologen Gememde den idealen Wiens chensreuno ehrte. Tie Gyewra Kadischa. widmete ihrem Begründer und Präsidenten ein c^hrengrab. .Joses Herzog jagte ihm ein ergreifendes Levewohl im 9tamen der Bereinsbrüdcr. Z.B.A. nun oen oemeinösn. Budapest. Das 2djährige Amtsjubllänmunseres ehrw. Fühlers Overrabbiner Koppel Reich.'wuroe ,n einsacysier Westc begangen. Der rprches v. Freudiger ülicrvrallue bic tQuloiguiiy, vce Gemeinde, njomni oer greise Meister aruworrele, oug er nichts mehr wünsche, uls jein Lreoen im btnhmen oer Thora uns esnulus üyefseo, wie bisher forrzujetzen, wozu er chorrcs schuh sür jeine t^n-mcinoe von Herzen erflehe. Z.B.A. Budapest. Hvfrat Franz Szskelh wendet sich mit einem riurrus an das ungarische Judentum, sich der verwaisten Ninoer der im Felde gefallenen Juden anzunehnnn. Als Präsident des Pa,rvnage> Vereins erachte er es für 'eine heilige Aufgabe oceje Warfen zu versorgen. crs sei Pilrcht, Viesen Kindern ein Heim zu schaffen. Jedem ..noerlofen Ehepaar ist (velegeicheit gevoten, rein Haus durch diese edle Tat zu crvnen nno einem Waijenrmd Elrernuede zu fchenten. Ter Verein will auch unbemittelten Familien durch eine Beisteuer ermöglichen, sich in edler Weife an diejem idealen Wert zu beteiligen. Ä.B.A. Ungvur. In Len Gcmcinden Uziok, EfontvS und Fenyvesvölzy fiarren verwüstet die Ruinen der Synagogen zum Himmel. Zur Zeit der Rusieninvasion waren die heiligen Sratten der Zielpunkt chrer großen Kultmmüjion. Tie daselbst herrschende Armur verhinderte dis heute oen 'tviederaufvau der Gvlresyaurrr. Z. w. A. Budapest. Im Alter von 66 Jahren ist Herr Mvritz Tauber, Borftonormirglreo der orchvdoxen Gemeinde, gestorben. Ais braver frommer Ieyudi war er die Zreroe mifctxv itetjüla, in deren Atomen Per AsraeÜt unser ehrtv. RäSbtner Koppel Reich ihm die letzten Scheit egrühe widmete. .TSiWv Sz6gs6ny (Ungarn). Sarah Müller geb. Schlc- Zrrger, die Frau des Oberrabbiner Salomon Müller in Scecsenh, ist einem schweren und langen Leiden erlegen. Frau Sarah Müller entstammte oer großen Familie des np*i slw und war eine Tochterdes früheren Oberrabkiners in Großtapolcstnh, des Verfassers der t«*n mir Die edle Verblichene zeichnete sich durch wahrhafte Geistes- und Herzensbildung aus.!T35Ür. Pretzburg. Der Sohn des GcmeindedienerS der orthodoxen KehUla, M. Schönberger, der während des Feldzuges zum Wachtmeister avancierte, wurde im Spital im Beisein der Honoratioren der Stadt una der (Gemeinde mit der großen goldnen Tapserkeitsmedaille ausgezeichnet. . Z. B. A. . Ratzland. Die nrmee Ser Heimadolen. 'gdetsßtttg, 10. Oft. Die Gouverneure der inneren Provinzen erstatteten Bericht über die Zahl der Flüchtlings in ihren Gouvernements. Danach befinden stich in Jefaterinoslow 112000, in Minsk 50000, in Astrachan 37000, in Kaluga 33000, in Pensa 20000, in Poltawa 25000, in Rasan 15000, in Samara 52000, in Smolensk 25000,* in den anderen inneren Provinzen und Beffarabien rund 190000 Flüchtlinge. In Ta mb o w, Poltawa und besonders in Minsk hält der Zustrom der Heimatlosen ununterbrochen an. Dagegen hat sich die Zahl der nach Sibirien Flüchtenden vermindert. 50 000 der Auswanderer sind ohne Arbeit, Brot und Obdach. Line Million für jüdifdie^tteimaflofe. gopeu}ifgt*^l&- Oktober. Laut Berichten aus Petersburg hat dieser Tage die 5)ilfskommission sür die Heimatlosen in den Räumen des MrnisteriumS eine Sitzung unter Teilnahme eines Ministerialmitgliedes abgehalten. Herr Rechtsanwalt Schloßbcrg wünschtedie Bewilligung von zwei Millionen Rubel zu gunsren der jüdischen Flüchtlinge, die sich in schreälicher Not befinden. Nach kurzer Verhandlung wurde beschlossen, eiste Million Rubel für einen Monat zu bewilligen, wovon die Hälfte dem Komitee sofort zur Verfügung zu stellen sei. Hinter 9er russischen front KopenHagen, 19. Oktober. Eine der letzten Nusttstrern der „Nowoyn Wremja" enthält eine längere Korrespondenz" aus Minsk, die ein Bild vom Leben in dieser von allen denkbaren Kriegsnöten bedrängten Stadt entwirft. Unter der Bevölkerung herrscht eine unruhige Spannung, die mit jedem Tage wächst. Es fehlt an allem nötigen, besonders an Mehl, Zucker, Brot u. s. w. Die Bäckereien sind von Meu scheu scharen belagert, die stundenlang auf ein Stückchen Brot harren. Indessen vermehrt sich die Bevölkerung mit jedem Tage, denn aus der ganzen Umgegend, sowie aus den Gouvernements Ko w no, G r o dno und Wilna kommen die Flüchtlinge zu hunderten in Minsk an. Sie sind-fast alle bar-aller Mittel und auf Unterstützung angewiesen. Die Hilfskomitees Haben nun ein Gesuch an die Kommandantur gerichtet, aus den Heer-esvorräten ein entsprechendes Quantum Mehl für die notleidende Bevölkerung zu überlassen. Sollte der Wunsch nicht erfüllt werden, so stehe eine gräßliche Hungersnot bevor. Das Behennfnis 9es neuen russischen Ministers fn 9er Ju9enfrase. Kopenhagen, 15. Oktober, „Berlingske Tidende" meldet aus Petersburg: Der neue russische Innenminister Chostow gab den Vertretern der großen Petersburger und Moskauer Blätter eine Uebersicht über seine Politik. Er könne, wie er sagte, noch nicht ein in allen Einzelheiten ausgearbeitetes Programm vorlegen, sondern wolle erst den Eindruck 38. Oktober l»l6 , iW’ lyli i "i| i" i *l| i ..—i rii i i ■ seiner Ernennung abwarten. Er h alte die Erweiterung der Judenrechte zwajr fü^r notwendig, aber die Ueberkegenheit der Juden, über die russischen Bauern schließe fstr sie das Recht auf Landbesitz a u S. Ein derartiges ZuaestLndnis könne höchst schicksalsschwere Folgen für die Zukunft der russischen Landbevölkerung'haben. Der russische Seheimhelehl * 5ur Unfer9rü(hung 9er Mischen Seifungen. Uelersöurg, 6. Oktober. Die nachstehende Urbersetzuna eines russischen Befehls zeigt deutlich, wie die Unterdrückungsbestrebungen gegen die russischen Juden ihren Ausgangspunkt auch heute noch in den Ministerien haben: „Ministerium des Innern. Streng vertraulich. Zirkular. Verwaltung des Wilnaer Post- und Telegraphenbezirks. Nr. 38880. 7. Juli 1915. Wilna. (Einaangssternpel.) Kownoer Post- und Telegraphenbureau eingegangen 11. (24.) Juli 1815. Nr. 9570. Den Vorstehern der Post, Telegraphen und Postanstalten des WUnaer Bezirks. Der Wilnaer Gouverneur hat mir mit Verfügung — 5. Juli er. unter Nr. 20586 mitgeteilt, daß, vom laut Mitteilung des Oberkommandierenden des Dünaburger Militärbezirks, der Oberkommandierende der Armeen der Nordwestfront befohlen hat, das Erscheinen und die Verbreitung der Zeitungen in jüdischer Sprache ebenso wie Annahme und Ausgabe von Korrespondenzen in dieser Sprache zu verbieten. Hiervon setze ich die Vorsteher der Anstalten in Kenntnis zur Nachachtung. Für den Chef des Bezirks: Ingenieur (Unterschrift.) Beamter sür besondere Aufträge: (Unterschrift.) Geflissentlich hat die Vterverbandspreffe den Anschein zu erwecken gesucht, als ob das amtliche Rußland geneigt wäre, feine judenfeindltche Politik zu mildern und in ihren Ftnanznöten hat die russische Regierung selbst diese Auffassung etftig unterstützt. Der obenstehende Gehermerlatz zeigt deutlich, daß noch bis in den Juli hinein die Unterdrückungspolittk gegen die Juden von oben her eifrig betrieben wurde. Und daran dürfte sich auch jetzt noch nichts geändert haben. Der Unterschied Margen ftüher ist höchstens der, daß früher die Maßnahmen offen und jetzt aus letchtverständltchen Gründen durch Geheimbefrhle angeordnet werden. ZUnerUm. Der Papff unB Sie luBen- Ae«>-Y-r<i, s. OVobet. Wir hiesige Zeitungen berichten, «nrdc Kar dtnalstaatSsekretär G a s p a r r i durch den Herausgeber der „Jewish Daily News (New-Iork) gebeter, den Papst zu ersuchen, bei seinen Bermittelungsbestrebungen zur Milderung deS Kriegs elendS auch der in vielen Ländern noch verfolgten und ihrer bürgerlichen Rechte beraubten Juden eingedenk zu fein. Daraufhin hat der Vertreter des Vatikans in Washington, Msgr. Bonzano, dem Bittsteller geantwortet, daß der Papst das Schreiben zur Kenntnis genommen und ihn beauftragt habe, dem Schreiber mitzuteilen, daß er, wie seither, so auch bet seiner ferneren Bermittelungstätigkeil bei sich bietender Gelegenheit auch fürderhin für die gerechte Behandlung der Juden eintreten werde. Personalien. Mabbi Kiepman Philip Prins y'jp. Frankfurt a. M., 23. Oktober. In den weMsten Krejse^ wird die in der lieber schrifi anaedcntete Nachricht tiefe Trauer errege«: Einer vmerer Großen ist nicht, mehr, eine sfrein unseres Hauptes ist gefallen, auch bet Schreiber dieser Zeilen hat einen seiner teuersten Freunde, einen väterlichen Berater imd Lchrer verloren. 38 suchen Mann dieses Unser« deren edelste R Schuü boren. das e sich de zngebc Jahre fromm tegenh Mutte Hier ) an de waren, Thoral genen tesdien Haus großen Man ' Bezeiü rühmte zur Ui Pikrdir sitzende Dausen Bund eines 5 von dei Leute, sich au ziehunc Anschtr Man \ v'vs» lichung 65enua Esrog Und m gesehen dielen Anregr koopers am Ar auck io Weise i Haft Bi fen wa Mühe l nichts die Ge! in sorg ljunder über, scheide: kannt, geliebt dauert« lchrti'r nno.E rangen Talmu seine. , scheu sl dieser ' dar. ihi ter, so Biüliot tenste 1 Chumef sen, der und in besitzen, stets di währte rchen sk Psleae' ^aphet merkwüi Buch er allen Fühlui Werke« Bacher Werke Buche« gesteckt der?c eine L! oder Ä Anirac Mänri lasse l allode zahllo einem Stelle it. f. w. zu geh Fa, e Büche,