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Der Israelit · 1915-09-21 · Heft 40-41 (21.9.1915) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
55 (1915)
Issue
Heft 40-41 (21.9.1915)
Date
1915-09-21
Page
– (sequence 13)
Language
German
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vit .|% itfiw *!■•,?*• .,'• UCrJt »aflJ*I ft M 40 u 41 Fravdfurt a. M., den 21 September 1916. 13 Tischri6676^ M 40 u. 41 Der ^Frankfurter ISraeltt" wird mit bem 3«rarih" abonniert; Abonnement für beide Blätter zusammen ML 1.5V vierteljährlich (Inland). Inserate im ^Frankfurter Israelit^ kosten 35 Pfg. für die fechSgefpaltene Eolonelzetle; Rabatt nach Tarif. Inhalt: Die Woche: 1. Bereinigung zur Pflege jüdischer Lebenkanichauung. 2. Vorträge tm Mekor Chajim. 3. Agudas Jisroel Jugendgruppe. 4. Israelitisches Waisenheim zu Bad EmS. 5. Grast Frankfurt. — Die dritte Kriegsanleihe in Frage und Antwort. — Vereinskalender. — Familtennachrichren. — Gebetzeiten. — Bücherschau. wwoäimm Meresnsgnng zur Wffege jüdischer.<Le-ensarrschanung. Die Vereinigung flSnJ uurb auf dringenden Wunsch ihrer Mitglieder und Freunde im komme, den Wruteriem ster ihre Arbeiten wieder aufneh'nen. Eine Ä z,hl hiesiger und auswärtiger R dner von 9iir haben Vo, träge über w»ff mchaniiche und jü i»ch-politische Themata zup-agr Tie Seine st er e r ö i f u n n q ft ibct Tonne stao, bcu 14 Cftoi'pr, si Uhr r bendo, im Verein^. - lokale, La» g fnnjse 18, mit tiiieni Vorträge des Herrn Aiabbiner Tr. Winter, Homburg, über: „Tie südlichen Gemeinden tu ber ö\u llche « Kriegszone" ft t . Vorträge im Mekor Hhajim. Sonlitug, 26. -rpi<md >, Olle Uhr fpncht im V> rci'islokale Lau ienr< ße 18. Herr?fl'abeiner I, Horov'c; aus Feruinieu» über „Abschlutz 'bti Thara'chrirr " Am n'Jnn nzv wie um JVPJTD finden die Ml kr ovor ir ä g e nachmittags 3^/, Uhr im Bereinclokale Natt. Erftercn hält Herr Rabo ner R . tr n n erg, den zweiten. Her, Robb.Schüi. r. Der W-nierlrhrpion des Mekor Ch..pm ist fertrggestelit. und dieser Tage zum Versande an die Mitglieder gelangt. Zgndas Z sroel Jugeudgruppe. Mit een kvmm.noen Suktaaetugen triit die Agudas Jisroel Jugend^ruppe in' ihr zweites Äüegswmrcrsemkster ein. Rückblickesid auf kos obgelaufene Jahr, kann dassckbe ols befriedigend bez'ich'et werden. Trotz em viele bet Doz nten und Hörer — etwa 200 — zu den Fahnen etr berufen süld. konnten alle Kurie aufr.cht erhalten werden, wenn auch in einzelnen Veranstaltungen der Besuch um esn wenig nachgelassen hat. Aus der weben zur Ausgabe gelangten Uebersicht über die Tätigbit der A. I. Jugend- und Mädck'Ngruppe jel hervorgehoben: Ter Lehrplan der Jugendgrnppe hat keinerlei Veränderung erf hren. Die rm vergangenen Winter mit viel Erfolg abgehalenen Stdrah-Vorträge werden auch im kommenden Winter statlfurdrn. 1. Vornog: Freitag, 1. Oktober. Der Arbeitsplan der Mädchengruppe weist eine Re,he von Neuerungen auf. Neben den früheren Kursen P.rke Owaus (A. H ir s ch b erg), Dtnim (Rabbiner S. Bamberger), Französische Sprache (R. Jetdel), Stenographie (I. Katz), Turnen (Leyh), werüm neu eingerichtet: Jeschajohu (Rabbmer Schüler) und Trfiloh (S. Schachnowitz.) Der auch im Sommer abgehaltene Handarbeitsabend (Mittwoch von V*9—10 Uhr) wird im Winter betbehalten. Die Klub- und Leserävme der Gruppe find den ganzen Tag geöffnet. Im Le eznnmer liegen nunmehr fast alle jüdischen sowie mehrere politische Zeitungen am. Für die Mäbchengrvppe ist für Sabbat Nachmittag und Sonntag, Zimmer 3, als Lesezimmer reserviert. Mit den im Felde weilenden Mitgliedern steht die Jugendgruppe durch die hier domizilierende Ä. I. Jugendorganisation (Tiergarten 8) in Verbinduna. Allaöchertlich geht Ar Mpbbatgruß (auch Nrchtmitglieder können E»DMen erhalten), an die Freunde im Felde. werden von Zeit zu Zeit Liebesgaben (zumeist Büch r u.'.w.) versandt. Die täglich einlaufenden Fel Postbriefe legen beredtes Zeugnis ab, mit welcher Freude alle unsere Sendungen — nicht zum weni.st'n die seit einigen Monaten erschein nde-r Blätter der A. I. I. O. — von den Agudoh-Anhängern im F l de erwartet werden. Für den Winter sind von der Mädchen- und Jugendgrnppe eine Reihe von ') onräwn vorgesehen. Eiqe genaue lieber fickst der Borträge wird M'tte Oktober erscheinen. Es wurden u. o. als Redn r gewonnen d»e Herren .* Dr. Segal l-Berlin, Rabbiner Dr. K! et n - N Irnberg, Dr. Raphael Levt-München, Ranblner Dr. Lew e n st e t n - Zürich. Israetitisch<s Waifcnhe'm zu Aad-Kms. Der eben erfchicnene Beri et über das Israelitische E nrrai - Waisen- und Mr^chenherm m Bad Ems umf cht die Zelt vom 1. April 1913 bis 31. März 19 3. N rchdem t ie Anna t 4^/, Jahre in ihrer uriplüngtichen Anlage und Entrichtung den Zwtcken der Watienpstege und Erz,ehung gedient Hane, hielt im J,hre 1902 die Aufsichtsbehörde eine Vergrößerung des Sä u - und Speisezimmers für sehr wünfchenew'rt. Schließlich legte ote Kommission für bauliche Angelegenheiten in der Generalversammlung vom 21. September 1913 zu Frankfurt a. M. einen Plan zu einem Umbau vor, der nach eingehender Beratung die allgemeine Zustimmung fand. Der Bau konnte noch im. Dezember 1913 begonnen und anfangs Jul, 1914 feiner Besirmmung übergeben werd n. Die we»enrlichste Umg'stullung ist die Vergrößerung des Schul- und Spenezimmers, der Anbau einer glasüberdkchten Veranda und die Gewinnung gi öfterer Keller- und Vorratsräume. In ganz neuer Gestalt präsentiert sich nunmehr das Innere der Anstalt, deren Säle dem modernen Geschmack entsprechend in Hellen, grün Mit gelb vermischten Farben gestrichen sind und Me Woche eine dazu paffente Fensterdekoratton sowie elektrisches Licht erhielten. Die Zahl der Zöglinge betrug fast stets 30, die durch Entlaffung entstandenen Lücken wurden immer wieder durch Neuaufnahmen ausgefüllt. Die Zöglinge find in den verschiedensten Teilen des Deutschen Reiches beheimatet, mehrere sind russischer Narionatträt, zwei aus Galizien und einer aus Jerusalem. „Hroß-Irankfvrt." Das auf Grund des bekannten Erbpachtvertrogs zwischen der Stadt und der Gesellschaft Groß-Franksurt entstandene BergnÜgungsunternehmen am Eschenheimer Tor nähert sich seiner Vollendung. Die G sellschast „Gcoß-Frankfurt" hat sich die Schaffung eines neuzeitlichen, großzügigen Unternehmens zur Aufgabe gemacht, das dem Verqnügungs- und Unreihrltungs.dedürfnis aller Bevölkerungsschtchten emlprechen soll. Demgen äß »st das ganze Unternehmen in seiner baulichen Anlage wie in seiner wirtschaftlichen Orga» Nation für starke Frequenzen eingerichtet^ die B sncher können ungehinveet alle Räume und Veranstaltungen ausmchen und diese Absicht der Unterne. mer^ ein volkstümltches Etabl.ff?ment mit hervorragender. O-ualität aller Darbietungen zu schoff-n, kommt ouch in dem Ernheitspreis von 50 Pfg. zum Ausdruck. Leider läßt sich d»ejeS Prinzip während des Krreges noch nicht durchführen. Vorerst »fängt tie Gesellschaft mit rir.lm erftkla sigen Barieisbetiteb an, für den bie Eintrittspreise auf 50 Pfg., Mk. 1 und für die Ligen Mk. 1.50 festgesetzt sind. Die dritte Kriegsanleihe in Frage und Anttvott. i. An wen ergeht der Aufruf zur Zeich» nung? An jeden Deutschen, der zu zeichnen imstande rst: an alle deutschen Männer, an alle deutschen Frauen.- die bares Geld besttzen, die über Sparguthaben verfügen, die über Bankguthaben verfügen, auch an die, die zwar nicht über Geld und Guthaben verfügen, die aber Werwapiere besitzen und sich durch deren Verpfändung Geld oder Guthaben verichasfcn können. Bedarfes nach den so glänzenden Erfolgen oer ersten Kriegsanleihe» überhaupt noch des Aufrufs, der Aufklärung oder des Hinweises auf die Pflicht zur Jerchnnng? Die hingebende Begeisterung, mit der bei de» ersten beiden Anleihen 4 % Millionen von Zeichnern nicht weniger als 14 Milliarden Mark anfbrochten, war eine Tat des Deutschen Volles und wirkte wie ein Sieg, und doch gibt es noch Leute, die abseits geblieben sind: 1. Solche, denen Geldmittel, oft sogar recht reichliche Geldmittel, zur Verfügung standen, die aber aus diesem oder jenem Grunde eine andere Kapitalsanlage suchten. Es mag dies in einzelnen Fälle» gerechtfertigt, manchmal sogar notwendig gewesen fein.

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