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Der Israelit · 1915-09-08 · Heft 38 (8.9.1915) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
55 (1915)
Issue
Heft 38 (8.9.1915)
Date
1915-09-08
Page
– (sequence 10)
Language
German
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I: Sette 10. 9fo>. 38 »Der Israelit". ein, Mrphl der sinftÄdLu.Sonne — großer Gott — M^rvsr Wß rAM Mltz Weivepk? —^ Ick er ift's>ersiehtmichnrchtund ich — und Ich — da fmft mir der Ärry herab — ich kann nicht, nein auf Fritz schießen kann ich nicht — — das war mein Letzter Gedanke, da mutz mich die feindliche Kugel getroffen haben — „auf Fritz schicheN Tann , ich nicht", das war auch wieder mein, erster Gedanke, als ich da oben bet Euch erwachte nnrrdümählich erkannte, wo ich war — —.^ Keuchend und in Absätzen, fjotle er gesprochen. Er wachte eine- Bewegung mit der Hand, er wollte noch weiter sprechen. „Und nun sehen Sie, Herr Rosenstock, wie ich da oben lag, da kam mir der Gedanke und setzte sich fest und. fester — denn ich gedachte des letztes Gespräches, Las^Zch.nttt Ihnen hatte — der Gedanke: Sv wenig-"wie Du auf den Fritz schießen konntest, so wenig darfst Du schuld daran sein, datz Dtna dem alten Rosenstock ras Herz bricht-Ja, dos dachte ich-damals hatte ich mir's zugerraut — aber die alte Freundschaft-war stärker — als die Begeisterung des Augenblicks-es ist doch kein leerer Wahn um das Recht — der Liebe — ja — — und Sie haben das ältere — Herr Rosenstock — und darum entsag' ich — gern und freudig — Dina, nicht wahr, Dina? — es ist auch besser so-ein Traum — o — die Sabbat-lichter-Sein Atem ging schwer — — heiliger Gott — was war das? — fein Kopf fällt hintenüber, das Kissen zur Erde — es war zuviel gewesen — zuvtel auf einmal — Ruhe war geboten, strenge Ruhe — schnell, Drya, Wasser, ein feuchtes Tuch auf die Stirn — Dina bringt es-es ist zu spät — der alte Rosenstock befühlt den Puls — der steht still --. Iiinsprozeniige Deutsche Reichsanleihe von ISIS. Dritte Kriegsanleihe. Länger als Jahresfrist steht Deutschland einer Welt von Feinden gegenüber in schwerem Kampfe, wie er in der Geschichte nicht seinesgleichen findet. Ungeheuer sind die Opfer an Gut und Blut, die der gewaltige Krieg fordert. Gilt es doch, die Feinde niederzuringen, bie. der Zahl nach überlegen sind und sich die Vernichtung Deutschlands zum Ziel gesetzt haben. Diese Absicht wird an den glänzenden Wassentaten von Heer und Flotte, an den großartigen wirtschaftlichen Leistungen des von einem einheitlichen nationalen Willen beseelten Deutschen Volkes zerschellen. Wrr sehen, fest vertrauend auf unsere Kraft und die Reinheit des Gewissens, in dem von uns nicht gewollten Kriege zuversichtlich der völligen Niederlverfung der Feinde und einem Frieden entgegen, der nach den Worten unseres Kaisers „uns die notwendigen militärischen, politischen und wirtschaftlichen Sicherheiten für die Zukunft bietet und die Bedingungen erfüllt zur ungehemmten Entfaltung unserer schaffenden Kräfte in der Heimat und auf dem freien Meere". Dieses Ziel erfordert nicht nur den ganzen Helden- und Opfermut unserer vor dem Feinde stehenden Brüder, sondern auch die stärkste Anspannung unserer finanziellen Kraft.' Das Deutsche Volk hat bereits bei zwei Kriegsanleihen seine Opferfreudigkekt und seinen Siegeswrllen bekundet. Jetzt ist eine dritte Kriegsanleihe aufgelegt worden. Ihr Erfolg wird hinter dem bisher Vollbrachten nicht zurückstehen, wenn jeder in Erfüllung feiner väterländifchen Pflicht feine verfügbaren Mittel der neuen Kriegsanleihe zuwenset. Ansgcgeben werden fünfprozentige Schuldverschreibungen der Reichsayleihe. Der Zeichnungspreis beträgt 99",'o, bei Schuldbuchzeichnungen 98,80"». Die Schuldverschreibungen sind wie bei der ersten und zweiten Kriegsanleihe bis zum 1. Oktober 1924 unkündbar, gewahren also 9 Jahre lang einen sünfprözentigen. Zinsgenuß. Da aber die Ausgabe ein volles Prozent unter dem Nennwert erfolgt und außerdem eine. Rückzahlung zum Nennwert nach einer Reihe von Jahren in Aussicht steht, so ist die wirkliche Verzinsung, noch etwas höher als 5 vom Hundert. Tie Unründbarkeit bildet für den Zeichner kern Hindernis, über die Schuldverschreibungen auch vor dem 1. Oktober 1924 zu verfügen. Die neue Kriegsanleihe rann somit als eine ebenso sichere wie gewinnbringende Kapitalanlage allen Bolkskrcisen aufs wärmste empfohlen werden. Für die Zeichnungen ist in umfassendster Weise Sorge getragen. Sie werden bei dem Kontor der Rerchshauptbank für Wertpapiere in Berlin (Postscheckkonto Berlin Nr. 99) uno bei ^rlren Zweiganstalten der Reichsban kmit K a sse n e in richtung entgegengenommen. Die ZeichMrügen können aber auck durch Vermittlung der Königlichen Seehandlung (Preußische S t ä a t s b a n k) und derPreutzischen Zentral- Genossenschaftskafse rn Berlin, der K ö n i gl i ch e n Hauptbank in Nürnberg und ihrer Zwerganstalten sowie sämltlcher deutschen Banken, Bankiers und ihrer Filialen, sämtlich erde u t - fchen öffentlichen Sparkassen und ihrer Verbände, bei jeder deutschen Lebensversicher u n gsgesellschas 1 und jeder deutschen Krcdrtgenosscnfrhast, endlich bei allen Postanstalten am Schalter erfolgen. Bei solcher Ausdehnung der Vermittlungsstellen ist den weitesten Volkskreifen in allen Teilen des Reiches die bequemste Gelegenheit zur Beteiligung geboten. Wer zeichyen will, hat sich zunächst einen Zeich nnngsschein zu beschaffen, der bei den vorgenannten Stellen für die Zeichnungen bei der Post bei oer betreffenden Postanstalt, erhältlich ist und nur der Ausfüllung bedarf. Auch ohne Verwendung von Zeichnungsscheinen jind briefliche Zeichnungen staithaft. Die Scheine für die Zeichnungen bei der Post haben, da es sich bei ihnen nur um e i n e Einzalilung handelt, eine vereinfachte Form. In den Landbestellbezrrkcn und den kleineren Städten können diese Zeichnungsscheine schon durch den Postboten bezogen werden. Die ausgefüllten Scheine find in »inem Briefumschlag mit der Adresse an die Post entweder dem Postboten mitzngeben oder ohne Marke in den nächsten Postbriefkasten zu stecken. Ueber das Geld braucht man zur Zer t der Zeichnung noch nicht sogleich zu verfügen, die Einzahlungen verteilen sich aus einen längeren Zeitraum. Die Zeichner können vom 80. September ab jederzeit voll bezahlen. Sie sind verpflichtet : 30 o/o des gezeichneten Betrages spätestens bis zum 18. Oktober 1915, 20 °/o des gezeichneten Betrages spätestens bis zum 24. November 1915, 25 o/o des gezeichneten Betrages spätestens bis zum 22. Dezember 1915, 25 o/o des gezeichneten Betrages spätestens bis zum 22. Januar 1916 zu bezahlen. Nur wer bei d e r P o st zeichnet, mutz schon zum 18. Oktober d. I s. Vollzaylung leisten. Im übrigen sind Teilzahhtungen nach Bedürfnis zuräfstg, jedoch nur in runden, durch 100 teilbaren Beträgen. Auch die Beträge unter 1000 Mark sind nicht sogleich in einer Summe fällig. Ta die einzelne Zahlung nicht geringer als 100 Mark sein darf, so ist dem Zeichner kleinerer Beträge, namentlich von 100, 200, 300 und 400 Mark, eine weitgehende Entschließung darüber eingeräumt, an welchen Terminen er vre Teilzahlung leisten will. So steht es demjenigen, welcher 100 Mark gezeichnet bat, frei, diesen Betrag erst am 22. Januar 1916 einzuzahlen. Der Zeichner von 200 Mart braucht die ersten 100 Mark erst am 24. November 1915, die übrigen 100 Mark erst am 22. Januar 1916 zu zahlen. Wer 300 Mark gezeichnet hat hat gleichfalls bis zum 24. November 1915 nur 100 Marl, die zweiten 100 Mark am 22. Dezember, oen Rest am 22. Januar 1916 zu zahlen. Es findet immer eine Verschiebung zum nächsten Zahlungstermin statt, solange nicht NNNdestens 100 Mark zu zahlen Knd. Der erste Zinsfchein ist am 1. Oktober 1916 fällig. Der Zinstnlauf beginnt also am 1. April 1916. Für die Zeit bis zum 1. April 1916 findet der Ausgleich zugunsten des Zeichners im Wege der Stückzinsberechnung statt, d. h. es werden dem Einzahler 5 o/o (Stiidsinfen von dem auf die Einzahlung folgenden Tage ab im Wege der Anrechnung auf den einzuzahlenden Betrag vergütet. So betragen die Stückzinsen auf je 100 Mark berechnet: für die Einzahlungen bis zum 30. September 1915 2,50 Mk., der Zeichner hat also in Wirklichkeit nur zu zahlen für Stücke 96,50 Mk., für Schuldbuch erntragun gen 96,30 Mk. für die Einzahlungen am 18. Oktober 1915 2,25 Mk., der Zeichner hat also in Wirklichkeit nur zu zahlen für Stücke 96,75 Mk., für Schnldbucheintragungen 96,55 Mk. für die Einzahlungen am 24. Wobemdev 1915 1,75 Mk., der Zeichner hat also in Wirklichkeit nur zu zahlen für Stücke 97,25 Mk., für Schuldbucheintragungen 97,05 Mk. Für jede 18 Tage, um die sich die Einzahlung weiterhin verschiebt, ermäßigt sich der Stückzinsbetrag um 25 Pfennig. Für die Einzahlungen ist. nicht er - foroerlich, daß der Zeichner das Geld bar berertliegen hat. Wer über ein Guthaben bei einer Sparkasse oder einer Bank verfügt, kann dieses für die Einzahlungen in Anspruch nehmen. Sparkassen und Banken werden hinsichtlich der Abhebung namentlich dann das größte Entgegenkommen zeigen, wenn man bei ihnen die Zeichnung vornimmt. Besitzt der Zeichner Wertpapiere, so eröffnen ihm die Darlehenskassen des Reichs den Weg, durch Beleihung das erforderliche Darlehen zu erhalten. Für diese Darlehen ist der Zinssatz um ein Viertelprozent ermäßigt, nämlich auf 5V4 °/o, loahrend sonst der Darlehenszinssatz 5 V2°/o beträgt. Die Darlehensnehmer werden hinsichtlich der 8. September 1915. Zeitdauer des Darlehens bei den TUrMeWkasfen das größte Entgegenkmnmen finden, gegebeMtfalls im Wege der Verlängerung des gewährten DMfHens, fodatz eine Kündigung zu ungelegener Zelt.nicht zu 'besorgen ist. / Wer Schuldbuchzeichnungen wählt, genießt neben einer Kursvergünftigung von §20 Pfg. für je 100 Mark alle Vorteile des Schuld-puchs, die hauptsächlich darin bestehen, daß das Schuldbuch vor jedem Verlust durch Diebstahl, Feuer oder sonstiges Abhandenkommen der Schuldverschreibungen, schützt, mithin die Sorge der Aufbewahrung .beseitigt und außerdem alle sonstigen Kosten der, MrMögUsverwaltrmg erspart, da ine Eintragungen t» das L-chuldbuch sowie der Bezug der Zinsen vo^ständig gebührenfrei erfolgen. Nur die spätere Ausreichung der Schuldverschreibung, die jedoch nicht vor dem 15. Oktober 1916 zulässig sein ,ml, unterliegt einer mäßigen Gebühr. Die Zinsen erhält der Schuldbuchgläubiger durch die Post portofrei zugeiandt,' er kann sie aber auch fortlaufend seiner Bank, Sparkasse oder Genossenschaft überweisen lassen oder sie bei einer Reichsbankanstalt oder öffentlichen Kasse in Empfang nehmen. Angesichts der großen Vorzüge, welche das Schuldbuch gewährt, ist eure möglichst lange Beibehaltung der Eintragung dringend zu raten. Aus Vorstehendem ergibt sich, daß die Beteiligung an der Kriegsanleihe nacb jeder Richtung auch den weniger bemittelten VolksÜassen erleichtert ist. Die Anleihe stellt eine hochverzinsliche und unbedingt sichere Anlage dar. Darüber hinaus aber ist cs eine Ehrensache des Deutschen Volkes, durch umfangreiche Zeichnungen die weiteren Mittel auszubringen, deren Heer und Flotte zur Vollendung "ihrer schweren Ausgaben in dem um Leben und Zukunft des Vaterlandes geführten Krieg unbedingt bedürfen. Scala» Lichtspiele Schckfergaffe 29 » Weißfrauenstraße Ab Mittwoch, den 8. September bi« einfchl. Freitag, den iv.Sept. Hervorragender Feiertags-Spichlan in deidenTheatem unter anderem ein Schlager mit lErnaMrena Voranzeige! Ab Samstag, den 11. September Sifier dle-Mriger Emst Reicher Rlm 5. Abenteuer des berühmten Detektiv Siuaä Webb Der gestreifte Domino Künstler-Konzerte

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