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Der Israelit · 1915-09-08 · Heft 38 (8.9.1915) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
55 (1915)
Issue
Heft 38 (8.9.1915)
Date
1915-09-08
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Es würde ganA Eder Richtung der jetzigen russischen Politik liegen, sich nunmehr in diesem Punkte, besonders da man der Handelsbeziehungen mit Amerika wegen der Munitionslieferungen nicht' entbehren kann, williger zu zeigen. Andererseits besteht bei der starken, Hinneigung des offiziellen Amerika zu der Entente die Befürchtung, daß man sich in Washington etwas nachgiebiger zeigen könnte. Der „Tog" ruft die maßgebenden jüdischen Kreise Am erikas auf, der Sache ihr volles Interesse zu w idmen und darüber zu wachen, daß von der alten Forderung in Bezug auf die Paßfrage nicht abgewichen werde. . charäWrvvN KWchsEugeNd süv die Hut. ZeH^aM^ Wll tzftüwh mit- VLrdKupe lteu KroMM MqMrÄeN N ^M^MpratrWKWkWrsttzbar Erscheint. - j ' - ,Tw5bPi; G.ßWM2M^BmWWWzPGMAqbWiM eiw Nväh- £ 7rÄK MÄ MlEreüüMHG^^WsKZWWlmÜK aus '* UtnMküs exstWtMvMren.7' HW-'WchMnder erMEtit M würdige -einem Lieds. Den Mittelpunktder GevachkniWier Mldetk die von Psar- MLs7rE E ch i <11 iw ft gehalten. vchü Herzens kommende Md/ zu Hetzen gehende Rede, M, alle Anwesende zu TrÄrett rÜLrte. Der Redner totes in sitMger Weise -WtE' tziw' dntz es den betraten ElWtt ältz besonderer Dwst. gelten könnte, daß ihr SMr gerade a m i eh ei tig t en Sa b bathe zur Msjgen Ruhe ,.eingegängcn ist. Im weiterem «MMiiMWnei Klus- ' sijbrunWr geditzZM^der .HchMAWrez^oes HeldenrW^ZM. juichen-MikbMets,'. dem, geliebt und ge- TciWet' von seinen Vorgesetzten und Kameraden, Dauernd ein ehrendes Gedenken aller Dorfeinwohner bewährt blerben wird. Personalien. Budapest, 1. Sept. Unser sehr'geehrter Oberrabb. Königlicher Rat Koppel Reichbat am enipToe sein Kjähriges Amts-Jubiläum in stiller Zurückgezogenheit im 5kreife seiner Familie gefeiert. Bei der kleinen Feier im crflön r.'a erfreute der Jubilar die Gäste mit errlkchen min ’iSH. - Bertt«^ :EAug. Bei den Kämpfen in Polen fiel im 28» Lebensjahre der Handlungsgehilfe Maier Joelson, der seit 8 Jahren in den Kreisen der hiesigen gesetzestreuen Jugend als einer ihrer Besten bekannt und ^schätzt war.' Als Enkel des Hambu rger Oberrabbiners Stern tz.'w und Schüler der Talmud Thora-Scbule in Hamburg war er von Jugend än in Samter, 3. Sept. Am Samstag Morgen wurde der hiesigen'jüdischen Gemeinde ihr Kantor Herr Lippman Gold, im Alter von 68 Jahren durch den Tod ent rissen, nachdem er noch am Atzend vorher den Sabbat mit seiner kraftvollen Stimme begrüßt hatte. Der Tod'ist Um sv tragischer, als der Berstoebene erst vor einigen-Monaten, seine Frau verlor und sein einziger Svhn in:den nächsten Tagen. ins Feld auscücken mutz. der tl ftafyve, in Kurnik und 11 Jahre in Waldenburg als Borbeier und Schächter fungierte, wirkte 23 Jahre in Unserer Gemeinde in treuester Pfiichterfüllüng, unbeugsamer Gewissenhaftigkeit, insbesondere bei der Schechita, wahrer, echter, altjüdischer Frömmigkeit und liebevoller Pflege seiner reicheren talmudischen Bildung, und hat sich so die Hochschätzung nicht nur innerhalb der Gemeinde, sondern auch im Kreise seiner Kollegen und auswärtigen Bekannten erworben. Sehr würdig gestaltete sich die Bersetzungsseicr. Die Bahre wurde zuerst unter stattlicher Beteiligung nach der Synagoge ^gebracht, wo nach einem gefühlvollen Gesang des Herrn Kantor Werner-Wronke Herr Rabbiner Dr. Wreschwer die Kanzel bestieg und in einer eindrucksvollen Ansprache das Lebensbild des Verewigten und feine Verdienste würdigte. Nach dem Schlutzgesang des Herrn Kantor Händel-Obersitzko wurde die Bahre nach dem Friedhofe überführt, wohin trotz des strömenden Regens eine sehr zahlreiche Trauerversammlung folgte. iYzsun. Hanau, 1. September. Ein erhebendes Zeichen der To'eranz und des friedlichen Zusammenlebens der Einwohner verschiedener Konfession des Dorfes Niedergründau bei Hanmi bildete die Trauerseier für den auf dem Felde der Ehre gefallenen Kriegsteilnehmer Jatov Grünebaum. Unter feierlichem Glockengeläute fanden sich am Sonntag den 29. August um 2 Ufr-t im Saale der Gastwirtschaft oes Herrn Vermischtes. Berlin, 30. Aug. Herr Hugo Hirsch, bei einem Ärmierunssbataillon im Osten, Sohn des Herrn-Moritz Hirsch von > hier, berichtet ineinem Brief an die Seinigen, daß er an entlegener Stelle bet Seehöfe einen Friedhof aufgefunden habe, auf dem gefallene russische jüdische Soldaten ihre Ruhestätte gefunden hatten. Die Gräber erregten seine Aufmerksamkeit dadurch, datz sie kein Kreuz, sondern nur Stangen mit Tafeln trugen, auf denen in hebräischer Kursiv- oder Kurrantschrtft die Namen der darunter ruhenden Schläfer verzeichnet waren. Ein Mögen Dowid war auf jeder Tafel ausgezeichnet. Zwei Inschriften vermochte er zu entziffern, sie lauteten: Mordechai Ssino lowicz und Aron.Ärsko. Kiel» 5. September. In den hiesigen Lazaretten liegen 15 schwer verwundete Juden, meistens der Marine angehörig, aus allen Gauen Deutschlands, darunter auch 2 mit dem Eisernen Kreuz dekorierte. Die hiesige „Chewra gemilluS cheffed" versorgt auf Wunsch die meisten mit rituellen Lebensmitteln. ES mutz besonders betont werden, datz die Behörden in dieser Beziehung sehr entgegenkommend find. Potsdam, 1. Sept. Der Bereinslazarettzug M 3, der Lazarettzug der deutschen Britz- Logen wurde heute durch die Prinzessin Friedrich Leopold besichtigt. Die hohe Frau, welche von dem leitenden Arzt, Dr. Staub-Breslau, geführt wurde, äutzerte ihre volle Befriedigung über die Einrichtungen des Zuges. Am gleichen Tage empfing der Zug auch dm Besuch einiger schwedischer Herrschaften, u. a. des Bürgermeisters von Stockholm. Auch hier fand die Art, wie Deutschland für seine verwundeten Söhne sorgt, durchaus Beifall. bür den Inseratenteil ist die Redaktion nicht verantwortlich; insbesondere ist es ausschliesslich Sache der Leser, die im Inseratenteil enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben religionsgesetzlichen Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prfifen. Perfette Köchin sucht Stelle per 1. oder l'>.Okt. am liebsten, in größerem Bettieb. Off. erb. sul> 10904 an die Exp. dieses.Blattes.' ° Allen Verwandten und guten Freunden herzliche 12"N1"2- Wünsche Jacob Ullmann u. Familie Schweinsuvt. Tüchtige Haushälterin für kleinen Haushalt, bestehend aus drei Herren (Vater und zivei Söhne) für 1. Oktober eventuell früher, gegen hohen Lohn, zü engagieren gesucht. Bewerberinnen belieben sich sub, 10056 an die Expedition dieses Blattes zu wende«! Hei Holländer, anfangs 30 Jahr, vö mann, wünscht Bekauntschast n 20 und 30 Jahre, schöne, hübsche Grschästssran nicht ansgeschloffen. Schrift unter Chiffer K 844 Annoncen-.Expedition, rat. n guter Gestalt, tüchtiger Kaufet vexmögender Dame zwischen Erscheinung, von güt. Charakter. Ättsführliche Briefe in lateinischer in J. L. Joachimsthsl’H Amsterdam. (10989 Manufakturist. Tüchtiger Detailreisender gesucht. . 10016 rat? und v"'i geschloffen Gevr. Kaufmann Ladenburg. . Bankgeschäft in größerer Stadt Rheinlands sucht durchaus tnchttge^ fGontoristin und Kehrting mit Einjähr. Berecht. Samstags geschloffen. Bewerbungen unt. 10990 an die Exp. dies. Blattes. Für meine 19 jährige Tochter, nette; Erscheinung, versiert in der deutsch., engl, und ftanz. Sprache, mustkal., suche ich als Gesellschafterin oder^Ersieherin Engagement in nur feinem Hause. Aus gute, familiäre Behandlung wird speziell reflekttert. Gest. Off. erbitte unter Chiffre 10987 an^die Erpedit. dieses Blattes. Frankfurt a. M. . Köckigstvärterftratze 20. Für einige in. Küche, und Haushalt gut vorgebildete Mädchen fachen wir.Per l, diovember paffende Stellungen in rel.;Fa msifen; darunter auch für ein in Kinderpflege und Kochen vor gebildetes.Mädchen. j 11012 Tüchtige streüg rel. Kerso» hauptsächlich für Küche in feinem Hause gegen guten Lohn per sofort gesucht. Offerten »ul, 11013 att die Expedition ds. Blattes.. Tüchttge, zuverläffige, verträgliche jüdische Kttchin per 1. Oktober in einen gut bürgerlichen Haushalt gesucht. Frankfart a. M. Bockenheimer Anlage 2, part. (Nachmittags 4—5 Uhr.). 11011 Für einen 14 jährigen Knaben, Oberterttaner einer norddentsch Oberrealschule, wird PENSIO N in str. relig. Haufe gesucht. Groß. Pension nicht erwünscht. 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Hoffmann, Berlin. — Eii>e Erzählung ans dem Svhar, von Dr.E. Biberfeld. Berlin. — Der Preis dieses Doppelhesie-- beträgt M. 1,50. Abonnements zum Preise von Mk. tz.— fiir Deutschland, 7 Kr. für Oester' reich-Ungarn, Mk. 7.— für das übrige Ausland nimmt entgegen Verlag des Jeschurun, Berlin N 24, Kraosnlckstr 2. 72 75044^

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