Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 55 (1915)
- Issue
- Heft 31 (22.7.1915)
- Date
- 1915-07-22
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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M 31. «SS #««bfart«. M.. den Ab^867S^- «ä» M bl. Der »Frankfurter Israelit" wird mit dem Israelit" abonniert; Abonnement für beide Blätter zusammen Mk. IVO vierteljährlich (Inlands. Inserate im »Frankfurter Israelit" kosten 3S Pfg. für die fechSgefpaltene LolonelzeUe; Rabatt nach Daris. _ «gndaSJisroelJngendgrn-pe. SamStag, Inhalt. Gartenbauschule für jüdische. Mädchen. — Die Woche: Die jüdische Krankenpflege in Frankfurta.M. Bereinskalender. — Familiennachrichten. — Gebetzeiten. — Marienbader Brief. Gartenbaufthule für jüdische Mädchen. Der Verein zur Förderung der Bodenkultur unter den Juden Deutschlands wird in den ersten Tagen des August in Döberitz eine Gärtnereischule für jüdische Mädchen und Frauen eröffnen, die nach dem Vorbilde nichtjüdischer Musteranstalten, jüdischen weiblichen Personen Gelegenheit bieten soll, alle Zweige her Landwirtschaft, Blumen-, Gemüse- und Obstzucht zu erlernen. Das Lehrprogramm umfaßt nicht nur die praktische, sondern auch die wissenschaftliche Ausbildung der Elevinnen, indem im Winter auch diejenigen Zweige der Chemie, Botanik, Zoologie usw. von einem fachmännischen Lehrer unterrichtet werden, denen die moderne Landwirtschaft ihre großen Fortschritte verdankt. Im Laufe des zweiten Lehrjahres schließt sich dem Gartenbauunterricht ein Kursus für Bienenzucht, Kleinvtehzucht und Milchwirtschaft an. Daß bei der großen Mannigfaltigkeit der modernen Landwirtschaft innerhalb zweier Jahre die Erlernung dieser einzelner Spezialfächer nicht völlig umfaßt werden kann, ist Jedem verständlich, der auch nur halbwegs die heutigen zahlreichen Betriebsarten der Landwirtschaft kennt. Diese und andere Gesichtspunkte beabsichtigt der Bodenkulturverein in einer besonderen Schrift später noch näher zu beleuchten. Zunächst legt der Verein einen ganz besonderen Wert darauf, nur solche Schülerinnen aufzunehmen, die sich für den aussichtsreichen Beruf von Blumen-, Obst- und Gemüsegärtnertnnen auch tatsächlich eignen. Darunter ist zu verstehen, daß nur zielbewußte, charakterfeste und arbeitsfreudtge Mädchen, die sich schon im Voraus darüber klar sind, daß im gleichen Maße wie die Intelligenz beansprucht wird, auch körperliche Anstrengungen unerläßliche Voraussetzung sind, um sich auf diesem Gebiete eine sichere Existenz und eine eigene Heimstätte zu erringen. In Betracht kommen Personen von IS—25 Jahren. Ob, wie nicht unwahrscheinlich ist, auch jüdische Krtegrrwitwen sich dem ihnen zu erschließenden Beruf zuwenden werden, die Altersgrenze nach oben eine Verschiebung erfordert, muß erst die Erfahrung lehren. Trotz der großen Kosten die der Unterhalt, der Unterricht, Landpacht usw. dem Verein auferlegen, ist der Preis für das Unterrichtsjahr dennoch nur auf 600 Mark festgesetzt, also um die Hälfte bis auf ein Drittel billiger als in gleichen Anstalten, wozu noch kommt, daß dieses neue Institut allen rituellen Anforderungen, ebenso inbezug auf Sabbathhaltung re. auf das strengste entsprechen wird. Inbezug auf die sonstige geistige Ausbildung der Elevinnen sind für den Winter neben dem Fachunterricht, — Botanik, Chemie, Zoologie, Mikroskopie — auch noch Vorträge anderweitiger Art vorgesehen und haben sehr geeignete Persönlichkeiten in hochherziger Weise sich hierzu bereit erklärt. Da vorerst nur eine beschränkte Zahl von Schülerinnen ausgenommen werden soll und nur noch einige wenige Plätze frei sind, so sei hier schließlich darauf hingewiesen, daß der Aufnahmeschlußtermin auf den 1. August festgesetzt ist. Die Aufnahmegesuche sind an eines der Vorstandsmitglieder, Herrn Prof. Otto W a r b u r g, Uhlandstr. 175, Rittergutsbesitzer I. Brandt, Bleibtreustr. 40, Dr. Arthur Kahn, Englischestraße 30, sämtlich in Charlottenburg, oder Direktor A. Ehrenberg, Alte Letpzigerstr. 2, Berlin, zu richten. (Es wäre gut, wenn der Verein noch bekanntgeben möchte, welche Stelle für die Einhaltung der religiösen Erfordernisse, Sabbathfeier und Kost, die Verantwortung trägt. Die Red.) J Die Woche | Pie jüdische Kr<müe<r-ffe-e in Irankfnrt a. M. Anläßlich der Eröffnung des neuen Krankenhauses der Jsr. Gemeinde veröffentlicht Dr. med. Hanauer im Verlage von I. Kauffmann eine künstlerisch ausgestattete Festschrift, die an Hand der Akten des Frankfurter Archivs und der Gemeinde eine äußerst interessante geschichtliche Darstellung der jüdischen Krankenpflege in Frankfurt a. M. von der ersten Ansiedlung der Juden an gibt. Es wird sich Anlaß sindrn, auf die reichhaltige Schrift, deren Wert über den einer Gelegenheitsarbeit hin aus geht, zurückzukommen. Vereinskalender. Verein M ekor Chajrm. Samstag, morgens nach Schluß der Synagoge: Dinim; Herr Rektor Falk; 4 Uhr nachm, im BereinSlokale: Mikro-Bortrag; Herr Markus Hirsch. Sonntag, 9‘/4 Uhr vorm, im Vereinslokale: Gemoro; Herr R. A. Posen. Dienstag, 71/* Uhr morgens: Gemoro; Herr R. A. Posen. Mittwoch, abends 8»/. Uhr im Vereinslokale: Gemoro; Herr Dr. Joseph Breuer. Jeden Morgen nach Schluß des Gottesdienste-: Mifchng. . . 10 Uhr vorm.: Doroth Horischaunim; Herr Direkt. Dr. G. Lange (Damen u. Herren).' 10 Uhr vor»».: Gemoro; HerrDr.M. Lange. 10 Uhr vorm.: Gemoro; Herr Rabbiner Schüler. 11 Uhr vorm. Raschi zur Thora; Herr M. Hirschberg. 13 Uhr vorm.: Gemoro-Herr». Rachelsohn. Sonntag, 8 Uhr vorm.: Gemoro; Herr B. Rachelfohn. 11 Uhr Sprechstunde der Lehrstellenvermittlung. Dienstag, 9 Uhr abendS: Gemoro; Herr Dr. M. Lange. Mittwoch, 9 Uhr abends: Rwtjim; Herr S. Unna. 9Uhr abends: Stenographie; Herr«.Stern. Donnerstag, 9 Uhr abends: Gemoro; Herr Direktor Dr. M. Lange. Agndas Jisroel Mädchengrnppe. Samstag, 4 Uhr nachm.: Pirke Aboth; Herr Htrfchberg. Montag, 9 Uhr abends: Turnen (Frl.Leyh). Dienstag, 9Uhr abends: Französisch; Sprachkursus Frl. R. Jeidel. Mittwoch,8*/,—10Uhrabds.: HandarbeitSabend. Donnerstag, 8-/. Uhr abends: Stenographie- Fräulein Jda Katz. Zacharias Wertheiurber'sche Stift«», Herr Rabbiner Dr. Lorsch: Samstag, 10*/4 Uhr vorm.: Die Sidra mit Raschi. lls/4 Uhr vorm, (für Schüler): N^vv D2 4Vf Uhr nachm.: XDp X22 'zu. Sonntag, 7 Uhr vorm.: xop «22 '01 Montag, eine Stunde vor nru&(fürSchüler): ruve. Dienstag, 7 Uhr vorm.: xzsp X22 'tu. Eine Stunde vor nnw (für Schüler): nb'w 'IM. Mittwoch, vor nnw: 1. (für Schüler) eine Stunde nw>v; 3. (für Schüler) eine Stunde n^*w zu. Freitag, vorm. 7 Uhr: xzsp X22 'zu. Herr RabbinatSaff. Posen: SamStag, vormittags nach Schluß der Synagoge Friedb. Anlage: trat "n. Sonntag, 8 Uhr vormittags. v"n mm. Mittwoch, 7 Uhr vormittag-: o*n nun. Verein Siwiath-She» (Herr Prof. Dr. Sulz, bach.) Sabbat nach nnw: Midrasch im Hörsaale Friedberger Anlage. «sorh’erf 15 A G.M.HOLZ ' HOFLIEFERANT % fraNkfurtah unsortiert 124)