Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 55 (1915)
- Issue
- Heft 24 (3.6.1915)
- Date
- 1915-06-03
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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3. - heracklotnhsdndL' JuAnd aber möge in dem Verstorbenen ein VorbildiMettz.Has 'sie anspornt, sich die Kraft und die Fähigkeit anzueignen, um die vielen Riste aussüllen zu können, welche die grausame Gegenwart auch in den Reihest."der^ so spärlich gesäten jugendlichen Kämpfer für dAZMDHe-Sache bereits gerissen hat.. Hamburg, 20. Mai. Schon wieder hat der Tod eine schmerzliche Lücke in unserem Kreise gerissen. Dr. Samson M e yst») Hst sticht mehr. Siegesfroh und zuversichtlichen Herzens zog er vor wenigen Wochen hinaus in den heiligen Kamps fürs Vaterland, um nun auf-Mi Felde der Ehre den Tod eines Helden zu ftexpßth Ha, .gross und klaffend ist die Lücke, die sein Hdkmgang uns reißt. Ein junges bräutliches Glück ward zerstört, vernichtet die Hoffnungen, die Hamburgs Äugend auf ihn als einen ihrer beliebtesten und befähigsten Lehrer, auf ihren Führer setzte. Ja, Lehrer und Führer war er, nicht nur durch seinen Beruf, den als heilige Berufung er erfasste und betätigte, er war es uns durch sein jüdisches Leben, sein thoragemäßes Sinnen und Streben. Auf seine Schüler und Schülerinnen wirkten, mehr als sein Unterricht, das Vorbild, das er ihnen gab, durch seine besonders innige anspornende Frömmigkeit, durch seine unversiegliche Tatkraft und opferfreudige Hingabe an die Ideale seines Lebens. Eigentlich kannte er nur ein grosses Ideal, dys war, unsere Jugend zu erziehen zu gebildetest Menschen und, was noch wichtiger ist, zu gebildeten und dadurch frommen Juden. Doch nicht nur denen, welche die Schule seiner erziehenden Fürsorge anvertraur hatten, suchte er einzupflanzen seine hohe Gesinnung, aufzuprägen den Stempel seiner durch und durch jüdischen Persönlichkeit, auch denen, die der Schule bereits entwachsen, war er ein freundlich fördernder Berater.- Er war Vorsitzender unserer hiesigen Jugendgruppe der „Agudas Jisroel". Er fasste dieses Amt echt jüdisch aus, ihm war es keine „Würde", ihm war es eine „Arbeit". Freudig und unablässig arbeitete er, icht durch Mißerfolge und durch nörgelnde Kritik entutigt. Ünd. wenn eH ihm nicht gelungen ist, all das die Tat umzusetzen, was er von jener grossen ugendtagung in Frankfurt a. M., die er selbst zum rossen Teile leitete, an grossen und schönen Plänen __ Der Israeli». nach Hamburg brachte, so lag das gewiss nicht an ihm, so lag das an den Verhältnissen, tsie stärker waren als er und seine Mitarbeiter. Eine Schöpfung jedoch, die wir allein seiner Energie dankten und der noch während seiner militärischen Ausbildung seine ganze Liebe gehörte, wollen wir erwähnen. Das war der Kindergarten der Agudas Jisroel. Dieses Institut, das eine fromme, pädagogisch wohl erfahrene Dame leitet und in welchem den Jüngsten unserer Jungen liebevolle Sorgfalt zu teil wird, hat vor Allem er gegründet. für seine Finanzierung er gesorgt und, dass wir dies Werk auch über den Krieg hinaus weiterführen können, das ist der Erfolg seines Ansen?rns, feiner rastlosen Hingebung. Jeder, der ihn kannte, verlor ihn besonders. Möge das Gelöbnis der jüdischen Jugend Hamburgs, sein Werk in seinem Sinne fortzuführen und auszubauen, Trost gewähren, seinen frommen fchwergebeugten Eltern und allen, denen er der Sonnenschein ihres Herzens gewesen ist. Sein Andenken bleibe dauernd fruchtbar und gesegnet! Berlin, 28. Mai. Das Eiserne Kreuz zweiter Klasse erhielt der Sohn des Hauptlehrers Heinrich Reutz in Berlin, Bataillonsa'.zt Dr. Erich Reutz, Berlin - Wilmersdorf, bet der deutschen üdarmee, „wegen aufopfernder Erfüllung seiner schweren Pflicht in gefährlichen Situationen". Osnabrück, 30. Mai. Bei der Bestattung unseres hochverehrten Herrn Abraham Jonas über dessen Hinscheiden und dessen verdienstlichen Lebensgang bereits berichtet wurde, schilderten die Herren Landrabbiner Dr. Hofsmann-Emden, Dr. Mannheimer- Oldenburg und Lehrer Oberschützky die seltene Harmonie und die vorbildlichen Eigenschaften, die den Heimgegangenen ausgezeichneten. Die Teilnahme an dem schweren Verluste, der die ganze gesetzestreue Judenheit betroffen, ist allgemein. Vereinsnachrichten. Zürich, 27. Mai. Vor mehreren Jahren hat der Verein „zur Förderung des gesetzestreuen Judentums in der Schweiz" die schweizerische D"P 7N2N gegründet, deren Mitglieder alle Traktate der nnv: unter sich verteilen und in zweijährigem Zyklus durchlernen. Im No. 24 Sette 5 vorigen Jahre veranstaltete die dt? min nochmals ein gemeinschaftliches Lernen, an welche»« die Freunde des Lernens aus der ganzen Schweiz Teil nahmen. Durch den Krieg, dessen traurige Folgen auch in unserem neutralen Lande sich geltend-machen, »var diese schöne Einrichtung zurückgedrängt worden. Nun ist sie wieder aufgelebt. Am 10. Siwanversammelten sich 40 - .">0 Mitglieder des Vereins aus Baden, Basel, Luzern, Winter-, tur und Zürich im Lokale des Talmud-Thora-VercinS in Zürich, um einen halachischen Bortrag des Herrn Satomon Pines aus Minsk anzuhören und zu diskutieren. Nachdem Herr Kantor A. Müller- Wintertur die Versammelten mit schönen min 'i:i begrüßt hatte, trug Herr Pines, der, obwohl dem Kaufmannsstande angehörend, bereits ein talmudisches Werk verfaßt hat, sein Talmud-Referat mit lichtvoller Klarheit' vor. Erzeigte, wie die Erklärer ergründet und verstanden werden müssen, indem er nachwies, dass ihre Gegensätze njiEtP*? berichtigt und folgerichtig sind. Besonders eingehend beschäftigte er sich mit dem Rambam und zeigte, wie dieser einzelne Stellen in unserer niv: verstanden hat. Allgemeiner Beifall belohnte den gelehrten Redner, welchem Herr Rabbiner Dr. Cohn- Basel den Dank der Versammlung ausfprach. Der Bortrag, an den sich scharfe Diskussionen knüpften, dauerte fast 3 Stunden und war so intereffant, dass er bei den Zuhörern keine Ermüdung aufkommen ließ. Mögen die Zusammenkünfte der man zum gemeinschaftlichen Lernen auch weiterhin von Erfolg begleitet sein und dazu dienen mnsnSi mir Berlin, 25. Mai. Der Ausschuss der „Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums" hielt heute eine Sitzung ab, in der die Einberufung der Mitglieder-Versammlung auf den 28. Dezember nach Berlin beschlossen wurde. Herr Professor Pick-Gotha soll in dieser Versammlung über „jüdische Münzen" sprechen. Vriestasten. E. Z. 50. Eine jüdische Anstalt ist uns nicht bekannt, doch erhalten in der interkonfessionellen Jdiotenanflalt zu Idstein im Taunus jüdische Kinder auf Wunsch Religions-Unterricht und rituelle Kost. Für den Inseratenteil ist die Redaktion nicht verantwortlich; insbesondere ist es ausschliesslich Sache der Leser, die im Inseratenteil enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben religionsgesetzlichen Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen« Utn ötc; nijmtP -Zeit starb den Heldentod fürs Vaterland beim Sturmangriff in den Karpathenkämpfen unser l. Bbr. Dr. Samson Meyer Oberlehrer an der Talmud-Thorarealschule in Hamburg. In Ihm verlieren wir ein treues Mitglied, das in hingebungsvoller Weise stets die Ziele unserer Vereinigung zu fordern suchte. Erfiillt von echt jüdischer Gesinnung und warmer Liebe zur nur hat er im Kreise der Bbr. vorbildlich.gewirkt.. ' Wir werden ihm stets ein liebevolles Andenken bewähren. (10687 Vereinigung jttd. Akademiker StraDburg i. B. J. A. I. A..- Samuel Buttenwieser» Feldunterarzt Anonyme Spenden gingen bei mir ein unter: Trester, Mainz 1.— für n": i.— für 3"n 3.— für Bedürftige von S. Abraham a. Darnkftadt. 3.— für Bedürftige des Krieges von Levitiens. Poststempel Tarmstadt für die Brismiloh eines armen Jungen. 10682 D a r m st a d t. Dr. m. moix Hilfskomitee für die notleidenden Vrüder im Auslande (Gegründet issr) Frankfurt am Alain Aufruf! Furchtbare Leiden hat der Krieg über die Menschheit gebracht. Mit vollen Kräften helfend einzutreten, ist heiligste Pflicht all derer, die Gottes Gnade vor den Schrecken des Krieges bewahrt hat. An unser Ohr dringt der Notschrei unserer Brüder ans dem Osten. Bon Ostpreußen bis Galizien hat. die schonungslose Wut eines barbarischen Feindes unzählige Familien an den Bettelstab! gebracht, Tausende ins bittere Elend der Wanderschaft getrieben. Gegen unsere Brüder hat sich.der alte Haß deö Feindes am härtesten gekehrt. Ihnen, den vielfach auch in Friedenszeiten wirtschaftlich Schwachen, müssen wir schnellste Hilfe zuteil werden lasiert, soll nicht eine Katastrophe ohnegleichen über sie Hereinbrechen. Gemeinden, die ehedem "die blühendsten Stätten der Thora waren, deren Jeschiwotv unsere Hoffnung' und Zuversicht gewesen, stehen am Rande des Verderbens. Sie zu retten, beißt gleiche zeitig die Zukunft der Thora retten. Darum helfet, so gut und so schnell Ihr könnt.' Gedenket auch des Heiligen Landes! Zu diesen Zeiten, da wir Trost und Mut mit doppeltem Eifer aus den Idealen des Judentums schöpfen, weilt unser Sinn mit gesteigerter Andacht anden Stätten unserer Heilesverheißungen. - Infolge der Heuschreckenplage, welche das heilige Land üdersallen hat und welche leider die ganze Ernte zu vernichten droht, ist ein weiteres Steigen der Lebensmittelpreise eingetreten. Eine furchtbare Hungersnot wütet in Palästina und die Lehrstätten sind infolge Krankheit und Elend entvölkert. Gewaltige Mittel gehören dazu, das Schlimmste von unseren unglücklichen Brüdern und deren Familien abznwenden. Wir bitten daher um recht reichliche Gaben, damit sich nns die Möglichkeit bietet, eingreifen und der schlimmsten Not steuern zu können. 'Niemand darf in solchen Zeiten sagen, er hat schon genug gegeben. Grenzenlosem Elend kann nur grenzenlose Hilfsbereitschaft begegnen. Gott wird es jedem lohnen, der unseren Rnf nicht mkgeyört verhallen läßt. Rabbiner Dr. Breuer, Frankfurt am Main, Obermainanlage in Max M. Kulp, Frankfurt am Main, Eschenheimeranlage 3l Naftali Schwabachcr, Frankfurt anl Main, Hölderlinstn r> Adolf Stern, Frankfurt am Main. Kaiserstraße 15 Jfaae Wolf, Frankfurt am Main. Friedberger Anlage 1 Postscheckkonto Nr. 7921 Cinil H. Lehma««, Frankfurt a. M. Frankfurt a. M., Schwanenstraße 11 (Caffter). 010!Ol Hergestellt mit. Aufsicht Sr. Ehrw. des Herril Oberrabb. I>r. Ritter, Rotterdani [pj <10670- -cs Holländische Käse p3 Käsegrosshandlung Fa. A. Hz. van Gelder, Gouda (Holland) [ij 81*2 mm Gedenket der Amen!des'Landes! Alle Zionsfreunde, besonders die verehrten Herren rn p*n d’K3; bezw. Lokalkomites werden hiermit dringend gebeten um baldige Einsendung der Erez-Jisroel-Spenden (wenigstens vor Ende Silvan — 15. Juni). Unsagbares Kriegsetend Herrscht in den Städten Palästinas! Taufende hungern! Außerordentliche Hilfe tut dringend Not! Unsere regelmätzige kulturelle und ökonomische Arbeit in Palästina, die sich!T2 trefflich bewährt, sowie unser unter den heutigen Umständen um so mehr notwendiges Hilfswert erfordern außerordentlich große Summen. Wir techiien daraus/ daß unsere wohltätigen Glaubensgenossen uns auch in dieser schweren Zeit in die Lage setzen werden, um unserer Ausgabe im hl. Lande gerecht zu werden. A m st e r d a m, Siwan '77» '.Mai '15). pelidim und Amarkalim der israelit. Gemeinden des hl. Landes zu Amsterdam. B. E. Eit je, Präses A. S. Onderwyzer, Sekretär. frivatklinik für StoJJvechsrlkmke von Dp. med. J. Lange« Frankfurt a. M., Schifferstr. 84 — 86 ---------------- Telefon Amt Hansa 3950 — — — Streng (3062) Das ganze Jahr geöffnet. Streng vs Zur Behandlung geeignet: Zuckerkrankheit, Magennnd Darmstoruagen, Fettsucht, (Hebt, Herzn. Nierenleiden, Arteriosklerose, Uat. rernibrong, sowie alle Erkrankungen, deren Behandlung vornehmlich eine diätetische ist. Prospekt auf Verlangen, Eingang zur Klinik nur Sehlllrrstr* 80« 88 41