Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 55 (1915)
- Issue
- Heft 13-14 (25.3.1915)
- Date
- 1915-03-25
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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&ttjfflEUT l ftfccf 1 & a » ■ b 25, März 1915. 13 u. 14?. M 13 u. 14. Frankfurt a. M., den 10. Nißan 5675. Der „Frankfurter JSraelit" wird mir dem JSraelit" abonniert; Abonnement für beide Blätter zusammen Mk. 1.50 vierteljährlich (Inland). Inserate im „Frankfurter JSraelit" kosten 35 Pfg. für die sechsgespaltene Eolonelzeile; Rabatt nach Tarif. Inhalt: Schulschlutz in der Realschule der Israel irischen Religionsgesellschast. — D i e W o ch e: 1. Sommerlehrplan des Vereins Mekor (Lhajim (E. V.) 2. Hagadah- Vortrag im Meko«: Chajim. 3. Jüdische Frauenvereinigung. 4. Die Lage in Russisch-Polen. 5. Verein ncs tz. Zur Ernährungsfrage. 7. Ein 60 jähr. Jubiläum im Synagogenchor der Israelitischen Rcligionsgesellschaft. 8. Frau Helene Apelt nx 9 Beiader Agudas Jisroel Mädchengruppe. — Das Proviantamt in der Schützenstrahe. — Vereinstalender. — Familiennachrichten. — Schulschlust in der Realschule der Israelitischen Religionsgesellschast. Der Jahresbericht dee Schule 1914 15 ift erschienen und gibt Auskunft über alle Angelegenheiten der Schule und ihre Erfahrungen und Erlebnisse im verflossenen Schuljahre. Das neue Schuljahr beginnt Donnerstag, den 8. April, 8 Uhr, mit der Prüfung der für eine höhere als die unterste Klasse angemeldeten Schüler und Schülerinnen. Aufnahme der Schüler und Schülerinnen der untersten Klassen ist Freitag, 9. April, 9',^ Uhr. Der Bericht gedenkt auch der vielen ehemaligen Schüler, die aus der Anstalt hervorgegangen sind, und die zum Teil schon seit den ersten Mobilmachungstagen unter den Waffen stehen und an den Kämpfen im Osten, Westen und Süden teilnehmen. Die Schule hat die Fühlung mit ihnen aufrecht zu erhalten gesucht, wenigstens mit denen, die im letzten Jahrzehnt die Schule verlassen haben. Es wird dann in ehrenden herzlichen Worten der gefallenen ehemaligen Schüler gedacht, der Herren: Martin Feist, Salli H alb er st a dt, Oskar Käste rich, Alfred Mainz und Salli Michel. — Aber auch freudige Nachrichten wurden der Schule zu teil Von Schülern, die sich durch Mut und Entschlossenheit ausgezeichnet haben und die die Anerkennung ihrer Vorgesetzten fanden. Mit dem Eisernen Kreuz wurden ausgezeichnet die ehemaligen Schüler der Schule: Josef Adler, Moritz Bing, Siegfried Rosenberger, Manfred Rosenöl att und Dr. Willi Weil. Das Bayerische Militärverdienstkreuz 2. Klaffe erhielt Herr Nathan Bamberger. •MeGeeeGeeeeGeroeeeeeeee&eeeQeMMi jj Are Woche jj T T ArnlsjrrVilüirm. Am bVian rot? blickt Herr Rabbiner Dr. Breuer auf ein Bierteljahrhnndert seiner reich gesegneten Wirksamkeit als Rabbiner der Synagogengemeinde „Israelitische Religions geseüsch aft" zurück. Die öffentlichen Ehrungen und Festlichkeiten, die für diesen Zeitpunkt geplant waren, sind auf dringenden Wunsch des Jubilars mit Rücksicht auf den Ernst der Zeit bis zu einem hoffentlich recht baldigen Frirdensschiuß ausgeschoben worden. ISommerkehrpkan des Wercins Mekor Lßajim (E. V j Der Lehrplan für das Sommerhalbjahr 1915 (Beginn Mitwoch, den 7. April er.), ist erschienen. Er umfaßt soigeade Lehrgänge: Sonn rag, morgens nach Schluß der Synagoge : fWE,Herr SRettov vormittag 97* Uhr: soo: (stibb 'so, Herr Rabb.-Assessor G. Polen; V* Stunde vor Bnyc, während der nv'p-Zeit2pr Pr Herr Redakt. Schachno w i tz; nach besonderer Ankündigung: C’Drs, Herr Dr. Joseph Breuer. Montag, nach Schluß der Synagoge: nJ2?a, Mitglied -Lernen;abends 87* Uhr: '2S), Herr Dr. Joseph Breuer. __ Dienstag, morgens nach Cvchluß der Synagoge: ."132?V, Herr Rektor B. Falk; morgens Vf* Uhr: jna3 (s*™* =°>/ Herr Rabb.-Assessor G. Posen. Mittwoch, morgens nach Schluß der Synagoge : TTU? inSltt TUTP, Herr Rektor B. Falk, abends 8:iU Uhr: *Oa; (pT.Tc 'sc), Herr Dr. Joseph Breuer. Donnerstag, morgens nach Schluß der Synagoge: N32?v, Mitglieder-Lernen. Freitag, morgens nach Schluß der Synagoge: rWfc' Mttglieder-Lernen. Samstag, vormittags nach Schluß der Synagoge, wenn oaselbst weder Predigt noch Vortrag gehalten wird: E'3'1, Herr Rektor B. F a lk - mittags 127' Uhr, alle 14 Tage, 1. Vortrag: 10. April: □'*023 Herr Professor A. Weyl; nachmittags 4 Uhr: mpö» Mitglteder- Vorrrag, daran anschließend nnzv r6e*i. Außerdem bestehen noch Sonder-Schiuri m, in welchen selbstäges Lernen in kleinerem Kreise gepflegt wird; Interessenten, die sich zu beteiligen wünschen, sind höfl. gebeten, sich mit der Verwaltung ins Benehmen zu setzen. — Außerordentliche Vorträge werden besonders bekannt gegeben. Die “|rii? sN^ltt-Vorträge des Herrn Rabbiner sowie die Vorlesungen aus JTÖT fallen während des Sommers aus. Das Lesezimmer ist geöffnet: tD"1! 7122? vormittags 9—1 Uhr, nachmittags 3—8 Uhr, Sonntag vormittags 8—12 Uhr: In der O m e r z e i t trägt je am Dienstag und Donnerstag 74 Stunde vor 2TttV im Vereinslokale Herr Professor Dr. Sulzbach aus Midrasch vor. KagadaH-Mortrag im Mekor K-ajiru Nächsten Sonntag, 5 */4 Uhr, findet in den Räumen des Mekor Chajim, Langestraße 18, ein Vortrag „Aus der Hagada schel Pessach" statt. Referent ist Herr Redakteur S. Schachnowitz. Jüdische Jrauen»ereinigung. Dienstag, den 16. März, abends 81/* Uhr, hielt die Jüdische Frauenveremigung im Kursal Milani ihre Generalversammlung ab. 1. Entgegennahme des Jahresberichts und Entlastung des Vorstandes. 2. Wahl zweier Revisoren. 3 Amräge des Vorstandes und der Mitglieder. Der dieies Jahr besonders interessante Bericht wird in den nächsten Tagen versandt werden und dem Hauptinhalte nach auch in diesem Blatte erscheinen. Die Lage in Hlussisch-^oten. In den Räumen der A. I. Jugendgruppe sprach am Sonntag Herr Redakteur Sch ach - nowitz über die derzeitige Lage der Juden in Russisch-Polen. In anschaulichen Bildern ließ der Redner die Prcvinz Suwalki in ihren wirtschaftlichen Verhältnissen, mit ihrer reg- und betriebsamen jüdischen Bevölkerung an unseren Augen vorüberziehen. Von dort aing es rechts über die Njemenbrücke nach der Metropole Littauens, Kowno, bei welchem Kapitel der Redner das blühende Thoraleben in Littauen in den lebhaftesten Farben schilderte. Von da werden die Zuhörer nach dem südlichen Polen, nach Lodz und Warschau geführt und mit der dortigen jüdischen Bevölkerung in all ihren Richtungen und Schattierungen, in ihrem wirtschaftlichen, geistigen und religiösen Leben eingehend bekannt gemacht. Das Verhältnis zwischen Polen und Juden, der Boykott, seine Vorgeschichte und traurige Folgen bis zum Ausbruche des Krieges werden danrr in großen Zügen dargestkllt und so die Zustände festgestellt, in denen der Weltkrieg die Juden Polens traf, und die Art, wie er der Lage seinen blutigen Stempel aufgedrückt hat. Vom Ausgange des Krieges erwartet der Redner auch eine ge stige und kulturelle Umwälzung in Polen, wobei sich den Gesetzestreuen in Deutschland mancherlei Aufgaben eröffnen werden. Er hegt die zuversichtliche Hoffnung, daß die „Aguoas Jisroel" die ihr von der Vorsehung auserlegte Zeit der Ruhe und Muße dazu benutzen wird, Kräfte zu sammeln für die Aufgaben der Zukunft. Der Vortrag fand ungeteilte Aufmerksamkeit. Serei« cibtn na«. Vor einigen Tagen fand die Generalversammlung des Voreins BW) na« statt. An Stelle der Herren Rechtsanwalt Dr. Breuer und S. .sortier? 15/N G.M.HOLZ/ * HOFLIEFERANT » , FRANKFURTS TSIOLFSECR DftmulärsteOqarre unsortiert 12$ 15JS G.M.HOLZ * HOFLIEFERANT * i:‘jAaÜi'