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Der Israelit · 1915-03-25 · Heft 13-14 (25.3.1915) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
55 (1915)
Issue
Heft 13-14 (25.3.1915)
Date
1915-03-25
Page
– (sequence 5)
Language
German
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r n r u X }t l- 1/ tb n n f/ 1t: iu hl'O b. ttch ia ko u.' n 25 März 1915 Der JsräelK No. 13 u. 14 Sette 5 berg, Fürsten v. Hatzfeldt, ein Schreiben gelangt, in welchem der Dank ausgesprochen wird für die Verteilung von 20000 Mark durch den Landrat des Kreises, und in dem es weiter heißt: „In der durch den Krieg besonders verschärften Notlage unserer hilfsbedürftigen jüdischen Armen kam die hochherzige Gabe als wahrhaft freudige Ueberraschung, und wir sind außer Stande, die hierdurch geschaffene Wohltat zu beschreiben. Unsere Armen bitten zu Gott, daß den hochherzigen Gebern diese Tat tausendfach vergolten werde. Wir bitten Ew. Durchlaucht ganz ergebenst, versichert zu sein, daß wir in haushälterischer Weise mit dem Gelde umgehen werden und einen Teil auch den Armen der jüdischen Gemeinden im Kreise Czenstochau zukommen lassen." Oestevveicl). Die Runenherrftfiaft in 6ali?ien Wie«, 17. März- Wie aus dem Krtegspreffcquartier gemeldet wird, wurde in Galizien folgende Anordnung der russischen Heeresleitung ösientlich kundgemacht: „Die Erfahrungen des Krieges haben uns die feindselige Stellung der jüdischen Bevölkerung Polens, Galiziens und der Bukowina deutlich gezeigt. Das jedesmalige Verlassen dieses oder jenes Rayons und dessen Einnahnie seitens unseres Gegners führt zu scharfen Mahregeln gegen die mit uns sympathisierende Bevölkerung, gegen welche die Juden sowohl die Oeftcrreicher als auch die Reichsdeutschen aufhetzen. Um die uns ergebene Bevölkerung vor Grausamkeiten und unsere Truppen vor Spionage, welch letztere die Juden auf der ganzen Front ausüben, zu beschirmen, hat der a. h. Armeetommandant durch einen Erlaß das Verbleiben der Juden im Rayon der Armee und deren Eintritt im Rayon westlich der Stadt Jaroslau verboten und zur Verhinderung eventueller Verleumdung der friedlichen, mit uns sympathisierenden Bevölkerung seitens der Juden und zur etwaigen Auffindung von Spionjuden anbefohlen, Geiseln zu nehmen,, auf welche die Strafe auferlegt wird: Todesstrafe durch den Strang. Für jeden einer Strafe seitens der Oesterreicher oder Reichsdeutschen unterworfenen friedlichen Bewohner und für jeden gefangenen Spionjuden werden zweiGei sein zur Verantwortung gezogen. Diese Maßregel wird ausschließlich im Interesse der friedlichen, mit uns sympathisierenden Bevölkerung zu deren Schutz vor den Aufhetzereien unseres Gegners aus dieselbe aus Grund der Verleumdungen der Juden getroffen und erscheint als erzwungenes Resultat einer sechsmonatigen Geduld und der festen Ueberzeugung von der Illoyalität und Grausamkeit der Juden der Ortsbevölkerung gegenüber." So beeilt sich Rußland den im Mutterlande üblichen Ansiedlungsrayon auch auf Galizien auszudehnen. 085 Hrieahilfsroerh der Israelischen flllian?- Wien- 10. März. Sofort bei Ausbruch des Krieges fand sich die Israelitische Allianz in die Notwendigkeit versetzt, über ihren normalen Wirkungskreis hinaus für verschiedene Kategorien durch den Krieg plötzlich in schwere Bedrängnis geratener Glaubensgenossen, denen von anderer Seite keine Hilfe gewährt werden konnte, Beistand zu leisten. Während des Monats August, als der gesamte europäische Verkehr mit einem Schlage ins Stocken geraten war und Tausende ausländischer jüdischer Familien, welche in österreichischen Kurorten weilten, hilflos in der Fremde blieben, galt es, dieselben im Einvernehmen mit den Behörden, zum Teile auf dem Umwege überRumänien, in die Heimat zu befördern, wobei die zahlreichen mittellosen Personen für die Weiterreise mit Geldmitteln unterstützt werden mußten. Ferner war eine große Anzahl jüdischer Emigranten aus Rußland und Rumänien, welche kurz vor dem Krieg sich auf die Reise begeben hatten und entweder in Wien Schiffskarten von ihren Verwandten erwarteten oder bereits im Besitze derselben' mit Unterstützung der Allianz nach den Hafenstädten befördert werden sollten, der Möglichkeit beraubt, die Reise nach den überseeischen Ländern fortzusetzen und es mußte für den Unterhalt dieser Familien für mehrere Monate, zum Teil während der ganzen Dauer des Krieges, Vorsorge getroffen werden. Bald trat jedoch diese Fürsorge, sowie die für internierte jüdische Ausländer und Kriegsgefangene, vor der unvergleichlich größerern Aufgabe zurück, den galizischen Flüchtlingen Hilfe zu bieten. Der Verein konnte nunmehr die ihm durch Spenden zugegangenen Mirtcl zur Förderung zahlreicher Wohlfahrtseinrichtungen verwenden, die zur Erleichterung der Existenz der großen Massen der Flüchtlinge in Wien und auswärts geschaffen wurden. Verschiedenen Volksküchen und Ansspeisungsstellen in Wien wurden monatlich Subventionen bewilligt, um ihnen eine sehr billige Mittogskostverabreichung an viele Tausente von Flüchtlingen zu ermöglichen. Ebenso wurden die mit der Zentralstelle der Flüchtlingsfürsorge in Verbindung stehenden, teils von dort direkt geleiteten, teils durch Frau Anita Müller hervorgerufenen Jnftutionen, Teest uben, Wöch« nerinnenhetmetc. durch größere Subventionen gefördert. Für etwa 700 Schüler der in Wien ad hoc eröffneten polnischen Gymnasien und für zahlreiche Schülerinnen verschiedener Kurse für Mädchen wurde von der Allianz das Schulgeld gezahlt und teilweise wurden überdies Schulbücher zur Verfügung gestellt. Für die Zahlung von Taxen für galizffche Universitäts- Hörer wurde dem Verein zur Unterstützung mittelloser isr. Studierender eine größere Summe zugewiesen. Um den durch die Flucht vor der russischen Jnvaffion am härtesten getroffenen Familien aus dem Mittelstände in besonders be- Telegramm-Adresse: Nesop Prankfa tmaln. Telephon: Nr. 83. Amt Hansa. Spezialhaus Kr Silberwaren Modellieru. Ciselierwerkstätte Lazarus Posen Wae. f>ofli«ferant Frankfurt a. M. Berlin V. Steinweg 12. Unter den Linden 5. Künstlerisch ansgeführte Knltnsgegenst&nde. Ez Chajim, Tass, Jad, Ner-Tomid, Chanukalampen etc. ssi? Man verlange gratis und franco Zusendung meines neuen Musterheftes, das eine reichhaltige Auswahl in allen Preislagen enthalt Sabbat-Anfang u. Ausgang ynsn rorc ix row ,v»ir den Reklanreteil ist die Redaktion nicht verantwortlich,' insbesondere ist es ausschließlich Sache der Leser, die i« Reklameteil enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstiger Hn, gaben religionsgesetzlichen Charakters ans Ihr, HnverlLsssgkeit zu prüfen Kaieep Friedrich Quelle — — Offenbaeh a. M. — —... Gegen Gieht nnl Rheumatismus bewährt. Alleiniger General-Vertreter: Friedrich Staha, Frankfurt a. M.. Günthersburgallee 87. Tel. 2S9 u. 714 n ■ Ta 1 Anfang Datum Ausgang Uhr jMn. lubrlMm. L915I 5675 j. 27. 12. Frankfurt a. flW.I 6 15 März Nißan 7 35 Berlin j — — — München | 6 15 7 15 Strastbnrg . | 6 60 7 30 Stuttgart . . | — — — — Vasen . . | - — — KArnberg So 15 7 18 €>ambnrn . - - l — — N. ISRAEL Spandauer Str. 16 D I—i I I Kl Gegenüber Königstrasse 11" 14 L-J L-r 1 \ Lw 1 1 l dem Rat har se GEGRÜNDET 18*5 'mrnk Kaufhaus für Leinen und Wäsche, Konfektion, Manufakturwaren, Gardinen, Teppiche, Möbel. r Wäsche Ausstattungen Die Anfertigung erfolgt in eigenen ^Zuschneiderei- und Näherei^älen > /*-\ Wohnungs- Einrichtungen Übernahme vollständ. Einrichtungen ^von Wohnungen, Villen,Landhäusern V Man verlange den reich illustrierten Haupt-Katalog: „J‘ J

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