Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 55 (1915)
- Issue
- Heft 9 (25.2.1915)
- Date
- 1915-02-25
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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25. Februar 1915. „Der Frankfurter ISraettt*. Nr. 9. Seile 11. KLr ue» «ekla«e»teil ist die Nevaktto« «>chl Uerantw-rttichr t«A»-s-«v-re ist ei ansschließUch Sache der Leser, Uke t« «eklameteU enthaltenen Gutpse-kuu-e« rttneller «are» eher sonsti-e An. 8ave« religionsgefetzltchen Gtzaratter» a«f ihre imverUsstskett »« vr»fe«. Koscherverpflegung im Felde. Aus einem Feldpostbrief. Nordfrankreich, 21. Febr. 1915. Herrn 3. Thalmann u. Schwab, Frankfurt a. M. Hochgeehrte Herren Wohl durch die Anfrage wegen ncs auf meine Adresse gelenkt, glaubten Sie wohl, mir sofort mit einer Aufmerksamkeit antworten zu müssen. Ich danke Ihnen ausrichtigst sür die mir gesandten Jennii-Würsei; kann Ihnen nur mitteilen, daß ich außerordentlich damit zufrieden bin, während ich bisher keine Gelegenheit hatte, auch einen gleichgesinnten Glaubensbruder zu treffen, dem ich Sie empfehlen konnte. Wenn eine Hausfrau in der Not zu Ihren Suppenwürfeln greift, fo läßt sich daraus noch kein Beweis sür seine Güte bringen, ich aber stehe nun seit Kriegsbeginn im Felde und habe Dank Ihrer Fabrikate meinen Speisezettel abwechslungsreich gestalten können,- so manchen Freitag Abend mußte mir ein „Grünkern mit Ochsenmark" wenigstens äußerlich die Stimmung einflösen, die uns Jehudim gerade in diesen Stunden der Heimat nahe bringt, wenn auch der Magen nicht der Gradmeffer seelischer Empfindungen ist. Hoffentlich ist uns bald Friede beschieden, dann wünsche, daß sich Ihre Marken überall der Beliebtheit erfreuen, wie z. Zt. bei denjenigen, die durch den Zwang darauf hingewiesen, nnr rühmend sich äußern können, denn tatsächlich find sie ein großartiger Behelf im Felde. Mit nochmaligem herzlichstem Dank und amt et; Wunsch begrüße Sie ergebenst Joseph Altmann, Karlsruhe. „Kops kühl und Füße war«" ist eine alte (Gesundheits-Regel; und wenn sie schon für den gewöhnlichen Alltagsmenschen gilt, wie viel mehr für unsere Krieger, die lieben tapferen „Feldgrauen", die in den feuchten Schützengräben liegen. Biel tausend fleißige Hände regen sich zwar und stricken necken Socken; kleine und große Liebespakelk tragen sie hinaus, aber trotzdem und alledem kann garincht genug in dieser Richtung geschehen, um die lievcn Soldaten, die mit warmer Begeisterung für Kaiser und Reich, für Heimat und Vaterland kämpfen, auch äußerlich warm zu halten, ganz besonders die Füße. Jede Anstrengung, die diesen Zweck verfolgt, ist da, um freudig zu begrüßen, ganz besonders, wenn sie ihn auch erfüllt. — Es ist bekannt, daß Papier ein schlechter Wärmeleiter ist, also die Kälte nicht dnrchtäßt. Darum wurde oft angeraten, Papier in Schuhe und Stiesel zu legen, um die Füße warm zu halten. Diese Tatsache hat ein findiger Kopf benutzt und hat ganze Füßlinge aus starkem aber doch schmiegsamem doppeltem Papier fabriziert, sie auch an den Zehen mit Wachsleinwand verstärkt. Ohne auszutragcn, oder die Füße zu scheuern, können sie unter o».er über den Strümpfen getragen werden und schützen gleichzeitig vor Kälte und vor Feuchtigkeit und somit vor Erkältung. Der Preis steht zwar im Behältnis zum Material, aber nicht zum Nutzen und zur Annehmlichkeit: für wenige Pfennige sind sie zu haben und können portofrei ins Feld geschickt werden. Selbstredend , sind sie auch jedem Zivilisten, der an kalten Füßen leidet, zu empfehlen und da sie in verschiedenen Größen hergestellt werden, können Damen und Kinder sowohl wie Herren die Annehmlichkeit dieser Erfindung genießen. Zu haben bet H. Oppenheim, Papierhandlung, Frankfurt a. M., Börsenplatz 1. $etet\citen. macn rcir. Frei tag Abe„o 5.35. SamStag Morgen 8.00. Samstag Nachmittag 4.30. „ Abend 6.50. Wochentags morgens 6.30. nachmittags 5.30. Sonntag Morgens 6.25. bür den Inseratenteil ist die Redaktion nicht verantwortlich; insbesondere ist es ausschliesslich Sache der Leser, die im Inseratenteil enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben religionsgesetzlichen Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen* Damen* welche sich billig, aber chic und elegant kleiden wollen, bringen uns Stoffe zur tade 11 osen Maasanfertigung. Modernisieren sowie Aenderungen Laaer in fertigen Costümen ~M/~ E» 1 -> MM m Damenschneiderei M3L CE J. i " JUL Ä Elkenbaehstr. Ho. 3, 1. Ne« eröffnet A. d. Konstabler Wache. (3055) 9 Zell 9 Zu Purim empfehle: ,«,7* F. B. Auffarth, Buch- und Lehrmittelhandlung. Zen 124 Frankfurt a. ■ »ÄÄ UnrfaugretcheS Lager aller wichttge» Erfcheiunugeu des literarische« Weltmarktes Annahme von Abonnement auf sämtliche Fach- und UMerhaltungSzeitjchristm des In- und Auslandes. — Ansichtsendungen bereitwilligst — (2991 Verlag du Jimelil“, 6. n. b.iraektirt 1J. ln unserem Verlage erschien: Her Basischem von jüichelstadt von J u d 8 u s. —Zweite Auflage. Preis broschiert Hk. 2.— gebunden Mb. 2.50 Nachdem das Buch längere Zeit vergriffen war, wird die soeben fertiggestellte neue Auflage vom Publikum freudig begrüßt werden. Bestellungen werden von jeder besseren Buchhandlung ausgeführt. Evt. verlange man unter Einsendung des Betrages direkt vom Verlage. i.G V.do'f. 144,111,85, 7 Cigarrenhaus Rapp ZEIL, 38 empfiehlt reichhaltiges Lager in ZEIL, 38 Cigarren und Cigaretten. W. Heydenrefch. CAFE PERKEO Solides Familien-Cafe /'lässige Preise BESITZER : CHR. ROWOLD ZEIL ZEIL Möbliertes Zimmer sofort zu vermieten. Frau M. Apelt Wwe. Obermatnstr. 10. S.GawrilowihWw. 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