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Der Israelit · 1915-01-21 · Heft 4 (21.1.1915) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
55 (1915)
Issue
Heft 4 (21.1.1915)
Date
1915-01-21
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Gelte 6 Nr. 4 Der JSraett 21 Januar 1918 seligkeit, und boten allen, die sie schutzsuchend betraten, echtjüdische Gastfreundschaft. An der Bahre sprach der Lehrer der jüdischen Gemeinde von Herzen kommende und zu Herzen gehende Abschiedsrvorie. Möge den Hinterbliebenen Trost spenden in ihrem schweren Leide, rvsitsn. L er (Ostfr.), 10. Jan. Von einem schweren Verluste ist die hiesige Gemeinde betroffen worden Am 16. Tewes starb im Alter von 45 Jahren Frau Daniel de Vries, geborene Stein, in einem Krankenhause in Bremen, wohin sie zwei Tage zuvor gebracht worden war, um dort von eitlem plötzlich aufgetretenen Leiden Heilung zu finden. Die Entschlafene hat sich durch wie seltene Energie, durch ihr opferwilliges, hingehendes Wesen als Vorsitzende des hiesigen israelitischen Jrauen- Bereins ungemein verdient gemacht und ein bleibendes Andenken in unserer Stadt erworben. Ihr Tod läßt eine Lücke zurück, die sich noch oft sowohl in ihrer Familie als auch in der ganzen Gemeinde fühlbar machen wird. Vermischtes. Berlin, 12. Jan. Das Eiserne Kreuz er hielten: Der Sohn des Prenzlauer Rabbiners, Herr Hermann Bähr, Prenzlau, Unterarzt im Res. Inf-Regt 48. (Er wurde zum Assistenzart befördert.; Landwehrmann Hermann H am bürge r aus Alzenau, wohnhaft in Zweibrücken; Herr Waldemar Kuirner, Göningen; Unteroffizier der Reserve, Hugo Siegel aus Mosbach, welcher vor Kurzem die silberne Karl- Friedrich'Verdienft-Medaille erhielt; Vizewachtmeister Berthold Ettinghausen, Höchst i. T. Berlin, 10. Januar. Ueber das Jüdische Institut für technische Erziehung in Palästina ist dom Amtsgericht Berlin-Mitte der Konkurs eröffnet worden. Die Konkurseröffnung ist auf '.Antrag des gefchäftsführenden Ausschusses des Kuratoriums erfolgt. Berlin, 10. Januar. Die.Großloge für Deutschland VIII II. 0. B. B. hat der ottomanischen Botschaft in Berlin zu Gunsten des Roten Halbmondes 800 Mark übersandt, die Deutsch-holländische Palästinaverwaltung hat dem gleichen Zwecks 500 Mark zugewandt. Berlin, 15. Jan. Die „Bnei Bris"-Logen haben einen mustergültig ausgestatteten Lazarettzug der Militärbehörde zur Verfügung gestellt. Mit dem Ausdruck wärmsten Dankes für die vaterländische Opferfreudigkeit hat die Militärverwaltung die Stiftung gern angenommen. Der Zug, oer sich gegenwärtig noch in einer Berliner Eisenbahnwerkstätte im Bau befindet, dürfte ca. 80,000 Alk. kosten. Berlin, 13. Januar. Die Entlassung eines russischen Musikers durch einen Kaffeehausbesiner hat das Berliner Landgericht I beschäftigt. Das Gewerbegericht hatte die sofortige Entlastung für unberechtigt gehalten und den Cafetier verurteilt, wogegen letzterer Berufung einlegte. Der Russe erhob den Einwand, er lebe schon zehn Jahre in Deutschland, und sei eigentlich gar nicht „Russe", sondern „I u d e". Dessenungeachtet kam das Landgericht zur Aufhebung des gewerbegerichtlichen Urteils und wies den Kläger mit seiner Forderung aus Gehaltszahlung bis Ablauf der Vertragsfrist ab. In der Begründung vertritt das Berufungsgericht folgenden Standpunkt: Die russische Staatsangehörigkeit des Klägers fei wohl als wichtiger Entlasstmgsgrund zu erachten. Das Glaubensbekenntnis komme dabei gar nicht in Betracht; maßgebend seien nicht die ethnographischen Ergebnisse über die Abstammung des Angestellten, sondern einzig und allein seine Staatszugehörigkeit. München, 13. Januar. Rabbiner Dr. Werner, München gat jm Namen der Bayerischen Radbinerkonserenz zum 70. Geburtstage des Königs die Glückwünsche der bayerischen Rabbiner telegraphisch zum Ausdrucke gebracht, worauf er folgendes Danktelegromm erhielt: „Namens des Ausschusses der Bayerischen Rabl'inerkonferenz haben Sie in warmempfundenen Worten Meines 70. Geburtstages gedacht. Bon Herzen danke Ich für die treuen Wünsche, denen Gott zum Segen unseres lieben Vaterlandes Erfüllung schenken möge. Ludwig." Würzburg, 17. Januar. Herr Distrikts-Rabbiner Nathan Bamberger versendet an die Gemeindevorstände des Bezirkes folgendes Circular: „Wenn auch der Wohltärigkeitsfinn unserer Glaubensgenossen in der gegenwärtigen ernsten Zeit allenthalben und vi lfach in Anspruch genommen ist, macht es uns die bevorstehende Peffach-Zeit dennoch zur Pflicht, unserer schwer geprüften Glaubensgenoffen im heiligen Lande besonders liebevoll zu gedenken. Ich stelle daher auch in diesem Jahre die höfliche und dringende Bitte an Sie, eine Sammlung zu Mazzos in Ihrer Gemeinde vornehmen und das Ergebnis baldigst anher einsenden zu wollen, damit diese Spenden rechtzeitig ihrer Bestimmung zugeführt werden können, worauf die öffentliche Rechnungsablage wie bisher erstlgt." Elbing, 13. Januar. Die hiesige Synagoge ist heute einem Brande zum Opfer gefallen. Das Dach ist zum Teil fortgerissen. Die Thorarollen wurden in Sicherheit gebracht, während drei wertvolle Kronleuchter yerunterstürzten und vernichtet wurden. Grotz Bieberau, 18. Januar. Der Reservist Arthur Haas, Sohn des Leopold Haas, dahier, wurde wegen besonderer Tapferkeit im Felde zum Unteroffizier befördert und mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Tübingen, 13. Januar. Vizefeldwebel Theodor Berger aus Berlin hat das Eiserne Kreuz erhallen. Vrieflasten. M. L. M. Kantoren kurse pflegten von Zeit zu Zeit in Berlin und Frankfurt abgehaten zu werden. Eigentliche Kantoren schulen gibt es nicht. Die ri'nn-Ausbildung erhalten die jüdischen Lehrer zum Teile auf den jüdischen Seminaren. Rabbiner R. in T. Hier ist guter Rat teuer. Vielleicht kann da der deutsche Konsul der nächsten Großstadt helfen? S. K. in M. Besten Dank für die Zusendung. Aehnliche Gebete werden jetzt überall verrichtet und geht es nicht an, sie alle im einzelnen wiederzugeben. Lehrer E. 3» in K. Bezüglich der ersten Frage wenden sie sich an Herrn Rabbiner Dr. Cohn, Basel. In der zweiten Angelegenheit kann Ihnen vielleicht Herr Sanitätsrat Dr. Rosenbaum, Frankfurt a M., Hanauerlandstr., Auskunft geben. I. B. in I. Wir empfingen gesandte Mk. 120.— und werden sie dem von Ihnen bestimmten Zwecke zuführen. N. H. in F. Besten Dank für Ihre Zusendung, die zu bringen wir jedoch nicht für ratsam halten. N.is. 1. Etwa eine Million. 2. Die Stadt zählt rund 4 Millionen Einwohner. 3. Darüber ist jetzt keine Auskunft zu erhallen. S- B. in C ,. Das darf alles nicht geschehen. Für den Inseratenteil ist die Redaktion nicht verantwortlich; insbesondere ist es ausschliesslich Sache der Leser, die im Inseratenteil enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben religionsgesetzlichen Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen. Joseph Oepen '“WäV _ Spezial-Atelier für UV Scheitel und Perrttcken. “8 mRi gtailBBS W cU/& Qyo/CotaA&ns. Rohess- Chocoladen, Echte Pralines. 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Er ist aber gewillt, seinen religiösen »Grundsätzen neu zu bleiben und bittet deshalb verehrt. Firmen dringend, ihn bei Vergebung geeigneter Posten gütigst zu berück- . sichügen. Gefl. Angebote unter 10205 an die Exped. d. Bl. (10295 Junger Mann (militärfrei), der in der Bankn. , Metallbranche längere Jahre tätig; war, durchaus furcht mir Bnchi Haltung, Controlle uno Dispoi sition sucht bei größerer rctr u. v"'' geschloffene Firma Stellung.! In Referenzen. Offerten erb. sub 10299 an die Erp, d. Bl. Lehrstelle ' Schabbos und Jontef streng geschloffen, gesucht für einen kräftigen Jünglingen von II^Jahr., mit gut. Volksschulbildnng, häuslich und willig erzogen, emsig und weitblickend. Fabrikations- oder Engros-Geschäste, eventl. auch gutgehende und kaufmännisch geleitete Detailgeschäfte, die in der Lage wären, Kost und Logis zu bieten, belieben sich unter L. M. G. 10286 an die Exped. des : „Israelit" in Frankfurt a. 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