Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 35 (1894)
- Issue
- Heft 91 (22.11.1894)
- Date
- 1894-11-22
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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1699 nannt werden, dte würdevoll in ihrer Erscheinung, bekannt durch ihre Weisheit, verstrt in allen Täuschungs- und Zauberkünsten und tüchtige Sprachkenner sind; das alles ist darum von Rothwendigkeit, damit der Gerichtshof in keinem Rechtsfall erst einer Mittelperson, eines Sachverständigen oder eines Dolmetsch bedarf, und aus eigener Anschauung nach Gewissen ein Uttheil über jeden vorkommenden Fall abzugeben vermag. (Sanhedrtn 17.)u) Sowohl die Richter, wie die Zeugen müssen sich vergegenwärtigen, in wessen Gegenwart sie richten oder Zeugenschaft ablegen, und wer sie einst dafür zur Rechenschaft ziehen wird. (Das. 7).") Von tiefster Ehrfurcht, von heiligem Schauer sollen alle Betheiltgten des Gerichtes erfüllt sein, denn in ihrer Mitte thront die Herrlichkeit Gottes; so ist es auch in dem Vibelsatz gesagt: „Und es sollen stehen die beiden Männer, welche miteinander die Streitsache haben, vor dem Herrn (Deutronom 19.) Da heißt es mehr als je zu bedenken: Wisse wer über Dir ist, ein allsehendes Auge, ein allhörendes Ohr und alles, was Du thuest, es wird darüber gewissenhaft Buch geführt, und du wirst es einst vor dem Weltenrichter zu verantworten haben. (Aboth 2, 2.)16). Sobald das Gerichtskollegtum sich versammelt und nach Wahrhaftigkeit richtet, verläßt der Heilige, gelobt sei Er, seinen himmlischen Wohnsitz und Seine Herrlichkeit läßt sich zur Seite der Richter nieder; sobald aber die Gottheit merkt, daß nach Unwahrhaftigkeit gerichtet und das Ansehen bevorzugt wird, zieht sich dieselbe wieder in die Himmelshöhen zurück, und die heiligen Engel fragen bestürzt: Herr der Welt, was ist vorgefallen? Und Gott antwortet ihnen: Ich sah, daß beim Gericht Willkür herrscht, so habe ich mich zürnend zurückgezogen; denn so heißt es auch: „Vor dem Unrecht an die Armen, vor den Wehklagen der Elenden, will ich mich jetzt erheben, spricht der Herr" (Psalm 12.) Und was verfügt darauf der Allgerechte? Er zückt das Schwert gegen den gewissenlosen Richter, damit er erkenne, daß es einen Weltenrichter über ihm gibt. (Midrasch Rabbah 30.)17) noan;7yai noip »7ya nPn pvimo pa»ano px vn (14 xnn pa6 'y pyiw msao ’byai mp? »i>ya? nmo toi . (*"’ pvimo) pmnon »so nyow p-nnao □HD PIB»7 ’Dl D’Tyo DD »0 UD7 0'yv DHy NITl (15 dho poP Tny o’Ji on »o hn 0'PII' 0U'H7I vrn 'ia? .('3 *p Dty) ■ppyo 7ai nyoicy pxi nxn py -jdd n7yot> no jn (16 .('3 ruffo '3 ni3N) 0’3n3J ")DD3 '0^ rrapn rvao ^I3'3a nox pi aan* pnc? nyaa (17 p7oo dos Nam xina/ nxniff P'3 , naa irn'3N rrwoi d»dp ,p^ ff» HO y"ffai , P 0HQ1N OHN^OI D’DaO rpiyi irunff P »moyi ous xam xinff pnn nx ttni ,0117 idin Nim Ganz in diesem Sinne spricht sich der Talmud aus: Jeder Richter, der in Wahrhaftigkeit richtet, bewirkt, daß Gottes Herrlichkeit in der Mitte Israels thront; jeder Richter aber, der in Unwahrhaftigkeit richtet, bewirkt, daß sich Gottes Herrlichkeit von Israel abwendet. Jeder Richter soll sich betrachten, wie wenn ein Schwert drohend über ihm gezückt wäre und die Hölle unter ihm offen stünde. (Sanhedrtn 7.)18) Der Richter, der das Geld des Einen wegnimmt und es dem Andern ungerechterweise zutheilt, dessen Leben gefährdet Gott; denn so ist es auch gesagt (Sprüche 22): Beraube nicht den Armen, denn er ist arm, und unterdrücke nicht den Elenden im Thor. Der Herr streitet für sie und fordert das Leben ihrer Unterdrücker. (Das.)") Zeitnugsuachrichteu itttb Correspouderrzen. Deutschland. L. Frankfurt a. M., im November. Vor 25 Jahren wurde der Verein zur „Bekleidung israelitischer Knaben" der „o'vny ff^v-Veretn" — hier begründet und seit dieser Zeit war Herr Eppertshausen, Mitglied des Vorstandes dieses Vereins und stets eifrig bemüht, denselben zu fördern. Am Sonntag, 28. October (nvn m) erschien nun bei dem Genannten der Gesammtvorstand, um ihrem College« für seine aufopferungsvolle Thättgkeit den Dank zu zollen, den er so reichlich verdient. Der Verein hat seit seinem Bestehen 3276 Kinder gekleidet und dabei auch noch schöne Reserven angesammelt. — Herr Daniel Worms in Vertretung des leider erkrankten Vorsitzenden, gab die Gefühle der Freude und der Anerkennung in längerer Ansprache kund und überreichte von Seiten der Mitglieder des Vorstandes einen sehr schönen Pokal mit Widmung und eine Gedenktafel, welche die Ernennung zum Ehrenmitglied enthält. Herr Maximilian Michel, welcher unentgeltlich die Vereins-Vorträge über die jedesmalige riv,D unter Anführung einzelner Stellen aus dem Commentar von Rabbiner Hirsch ^s? an jedem 'p naff hält, sprach seinen Dank aus, daß 7n “ion’ Dips nny D’jvax npjxo omy mara aoNjff , detd .rPyo7 pn ttntr ymnb imua laan , nany rrapn noi . (P naa anao) f7N"iff*a nj’Diy mffo t'NnaP nox pi pff pn ^a (18 loff’D pPnona^ nyjw? diu inox1? na« pa p u'M pH 701 vsna pa i^ raruio am 17’xa iosy pn nsr otaya , 'iai . (x"y *p pnnjD) vnnno P mns ounui .Tapn pa x7ff n?7 jnui nro poo 7öua» pn 7a (io jsoan 7x1 Nin >a »a p 7iun 7n aoxjff ,ws: uoo 7ou □ao k'dj on*yaip nx yapi oa»a an’ 'n o iy»a »jy nN . (iDipoa