Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1894-10-12 · Heft 80-81 (12.10.1894) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
35 (1894)
Issue
Heft 80-81 (12.10.1894)
Date
1894-10-12
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2446951-2448412-2448485--39434-2487584
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

1500 sprachen hatte, den sie als wahren und edlen Menschenfreund kennen gelernt hatte, redete ihr liebevoll und innig zu Gemüthe, und er sagte, wie er von jeher ein Freund der Juden gewesen sei, und daß er die Juden stets nur kennen gelernt habe als brave und gute Menschen und daß ihnen nur eins fehle, um ganz gut und ganz edel zu sein, und dieses Eine möge Esther an sich vollziehen lassen. Da aber Esther stets standhaft blieb und alle Unterweisungen und Ueberredungen zu Gunsten der fremden Religion nichts erreichten, so sprach einer der fremden Bischöfe den Gedanken aus, daß es wohl nur dem Einflüsse ihres Vaters zuzuschrieben sei, daß Esther sich so hartnäckig verhielte, und dem König leuchtete dies ein, und die Aerzte erklärten, daß es für das Leben des alten Mannes gefahrvoll wäre, in dem Lärm des Königsschlosses länger zu verweilen, daß man ihm ein stilles Haus anweisen müsse im Walde, etwa eines der Jagdschlösser des Königs, weil er nur in der reinen und guten Waldesluft allein genesen könne. Esther aber erklärte, sie werde sich niemals von ihrem Vater trennen; wo er sei, wolle auch sie sein, und wenn man ihn fort brächte, würde sie auch mit ihm gehen. König Kasimir war schier der Verzweiflung nahe, als er einsah, daß alle seine Bitten und Flehen nichts fruchtete, und daß auch die Bischöfe und Geistlichen sich vergebens bemüht hatten, das Herz Esthers zu gewinnen. Als nun die Genesung Rabbi Jehoschuas so weit vorangeschritten war, daß er das Lager verlassen konnte, da ließ der König Esther zu sich entbieten. Er hatte den unabänderlichen Entschluß gefaßt, jetzt endlich die letzte Entscheidung herbeizuführen, es möge geschehen, was immer geschehen könne. Rur soviel wußte er, er werde von Esther nicht lassen, leben mit ihr oder sterben. — Und Esther gehorchte dem Befehle des Königs und erschien vor seinem Throne. Und sogleich als Kasimir sie sah, sendete er alle Anderen hinaus aus dem Saale. (Fortsetzung folgt.) Wochen - Kalender. Freitag, 12. Oktober, 12. Tischri. Sabbat-Anfang in Mainz 5 Uhr 15 Min. (M. E. Z.) Samstag, 13. Oktober, 13. Tischri. iriNH Sabbat-AuSgang in Mainz 6 Uhr 25 Min. (AI. E. Z.) Sonntag, 14. Oktober, 14. Tischri. niDD my Festtag-Anfang in Main; 5 Uhr 10 Min. (M, E. Z) Montag, 15. Oktober, 15. Tischri. nOD"l 'N DV Dienstag, 16. Oktober, 16. Tischri. niDD"! '2 DV Festtag-Ausgang in Main; 6 Uhr 15 Min. (21. E. Z.) Mittwoch, 17. Oktober, 17. T'schri. . Donnerstag, 18. Oktober, 18. Tischri. l lyDil?1D Freitag, 19. Oktober, 19. Tischri. * Sabbat-Anfang in Mainz 5 Uhr (M. E. Z.) Samstag, 20. Oktober, 20. T sch'.i. rfrnpi o"nn rot? Sabbat-Ausgang in Main; 6 Uhr 15 Min. (2k. E. Z.) Sonntag, 21, Oktober, 21. Tischri. Nin Niytinn Montag, 22. Oktober, 22. Tischri. rmy \roty Dienstag, 23. Oktober, 23. Lischri. min nna&y Festtag-Ansgang 6 Uhr 05 Min. (21 E. Z) Mittwoch, 24. Oktober, 24. Tischri. jn HDM Der „3 * t a 11 i t" erscheint wöchentlich zweimal, Montags und Donnerstags, jedesmal in mindesten» zwei Bogen. Preis de» Jahrgangs für Deutschland und Oesterreich 18 Reichs-Mark, für'ö Ausland 16 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig »der vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Arrrch den Dachhaadei M drstrhr» drt E. f. Ktrivackrr« Lri-stg« Koßptah 16. — Inserate 25 Pfennig die viergespaltene Petitzeile oder deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut CourS. — Direkte Francozufendung unter Streifband pro Jahrgang für Deutschland und Oesterreich 14 Reichs-Mark oder 8 fl. österr., für'S Ausland 16 Reichs-Mark, an die Expedition franco etnzusenden. 6hm RSttsend»«« **« an die Redaction eingefandte« Manuskripte« findet nicht statt, »an bittet deShald sich von allen Einsendungen eine Eopie znriirkznbehalte». Inhalt (Hanptblatt): Leitender Artikel: Die Hoschanoth von Bezirks-Rabbiner Dr. Ehrmann in Baden (Schweiz).— Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Lübeck. Halle. — Oesterr.-Ungar. Monarchie: Budapest. — Rumänien: Jassy. — Rußland: Petersburg. — Bernrischtes. — Feuilleton: Esterka, Königin vo» Polen. Historische Erzählung von Hugo Freund (Fortsetzung). Inhalt der erste« Beilager Leitende Artikel: Die Thora, ein unvergängliches Erbgut. — Wann sagt mau den WtV WO "111» vor oder nach dem Tischgebete? — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Worms. Aus dem Großherzogthum Baden. Merzig. — Oesterr.-Ungar. Monarchie: Wien. — Sprechsaal. Inhalt der zweite« Beilage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Berlin. Alsheim. Wiesbaden. Danzig. — Oesterr.-Ungar. Monarchie: Prag. Budapest. Ungarisch-Brod. — Rußland: Tschernigof. — Türkei: Constantinopel. — Italien: Reggio d'Emilia. — Marokko. — Vermischtes. Anhalt der Belletr. Beilage: Die Londoner Jigdalnrelodie. — Jsaac auf dem Damm. — Der Schadchen (Schluß). Inhalt der Pädagogischen Beilage: Deutscher Reichsverband jüd. Religionslehrer. Inhalt der Extra-Beilage» r Spenden-Verzeichnisse. — Wandkalender. Verantwortliche Redaction: Oscar Lehmann in Mainz. — Expedition des „Israelit", Schotlstraße Nr. 2, Mainz. Druck und Verlag der Joh. Wirth'schen Hofbuchdruckerei-Actien-Gesellschaft in Mainz. Hierzu sechs Beilagen, sowie eine Extra-Beilage zur Verzierung der Laubhütte, ausgeführt in sechs Farbe«.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.