Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1894-08-23 · Heft 67 (23.8.1894) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
35 (1894)
Issue
Heft 67 (23.8.1894)
Date
1894-08-23
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2446951-2448412-2448473--39140-2487278
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

1248 Vermögen in sich. (Vergl. Htrsch's Psalmen a. a. O.) Es braucht nicht erst gesagt zu werden, daß das, was hier von dem pnx gesagt ist, in noch viel höherem Grade von dem Tön unserer Mischna gilt, die Gesinnung des tdd und des yvn sind die schärfsten Extreme, welche menschliche Sinnesart umfaßt und zwischen diesen beiden liegt die m» rva'ij'a und die Gesinnung des p«n djj, welche beide Gegensätze verbindet. (Fortsetzung folgt.) Zeitrrngsttachrichterr nrrd Correspoudeuzerr. Deutschland. Berlin, 14. Aug. Prof. Dr. Lazarus wird am 15. September d. I. seinen 70. Geburtstag begehen. Aus diesem Anlasse ist, wie bereits mitgetheilt, dem bekannten Philosophen und Begründer der Völkerpsychologie von der juristischen Fakultät der Universität Bern der Ehrendoktor einstimmig verliehen worden. Wie verlautet, werden dem Gelehrten aus den Kreisen seiner zahlreichen Freunde mannigfache Ovationen vorbereitet. Professors Lazarus befindet sich gegenwärtig in Schönefeld bei Leipzig. In Charlottenburg starb am 25. v. M. nach längerem Leiden Dr. med. Cohnstein, vormals Dozent für Frauenheilkunde. 1841 zu Gnesen in der Provinz Posen geboren, bezog Isidor Cohnstein auf dem Gymnasium Zu Posen vorgebildet, 1860 die Universität Berlin, um hier Medizin zu studiren. 1862 gewann er mit einer Arbeit über den Muskeltonus den Preis der Berliner medizinischen Fakultät. 1868 habilitirte er sich bei der Berliner Universität für Geburtshilfe und Gynäkologie. 1877 siedelte er nach Heidelberg über, wo er gleichfalls zum Lehrkörper der Universität Zugang fand. Während der letzten Jahre hatte Coynstein seinen Wohnsitz in Charlottenburg. Er veröffentlichte mehrere Lehrbücher über Geburtshilfe und Frauenheilkunde, die mehrfach neu aufgelegt worden sind. Gumbinnen, 8. August. Am 2. d. Mts. feierte unser verehrter Prediger, Herr Moritz Scherbe!, sein 25jäbriges Amtsjubiläum, das der Gemeinde Veranlassung gab, ihre Verehrung und Liebe in schönster Weise zum Ausdruck zu bringen. Schon am frühen Morgen stellten sich die Gratulanten ein. Im Namen der Gemeinde erschienen die Vorstandsmitglieder Herr L. Löwensohn und Herr Palley und überreichten nach einer warmen Ansprache ein paar kostbare silberne Leuchter mit einer bezüglichen Widmung. Der Jubilar dankte in ausführlicher, zu Herzen gehender Weise, worauf Herr Prediger Weinberg aus Insterburg im Namen des ostpreußtschen Synagogen-Verbandes und der Schulinspektion ein Glückwunschschreiben überreichte. Telegramme und Zuschriften liefen in reicher Fülle ein und bewiesen, welcher Verehrung der Jubilar sich nicht nur in der Gemeinde und in seiner Heimathprovinz erfreut, sondern durch seine schriftstellerische Thätigkeit sich auch in weiteren Kreisen Deutschlands erworben hat. Aus der Provinz Pose», im August. Der Vorstand und das Repräsentantenkollegium der jüdischen Gemeinde zu Rogasen haben beschlossen, die dortige Synagoge, welche sich in einem sehr desolaten Zustande befindet, renovtren zu laffen; es sollen ungefähr M. 7500 dafür verwendet werden. Diese Baukosten sollen zum Thetl aus dem Bestände der Korporationskasse, theils durch Aufnahme eines Darlehens gedeckt werden. Zur Baukommtsston wurden Mitglieder des Repräsentantenkollegiums, bestehend aus den Herren Leßler, Zerenze, Jtzig, Goldberg und Llßner gewählt. Da die königliche Regierung zu Posen die Ausgabe bestätigt hat, so ist die Renovirung bereits in Angriff genommen worden. — Am l. August er. verschied im Alter von 82 Jahren in Borek der dortige Gemeinderabbiner Herr Joseph Labazynski. Seit mehr als 30 Jahren war der Verstorbene als Seelsorger daselbst thättg. Seine Pflichttreue und aufopfernde Hingabe an seinen Beruf, seine wahrhafte, mit religiöser Duldsamkeit vereinte Frömmigkeit, sowie die Milde und Versöhnlichkeit seines Charakters erwarben und erhielten ihm die Liebe aller Gemeinde-Mitglieder und sichern ihm ein bleibendes Andenken in seiner Gemeinde. — Dem israelitischen Jungfrauen- Veretn zu Pleschen ist, wie d. A. Z. d. I. erfährt, die Genehmigung erthetlt worden, im Ociober d. I. zu wohlthätigen Zwecken eine Verloosung von kleineren Gegenständen bis zu Umfange von 400 Loosen zum Preise von je 50 Pf. zu veranstalten. Der Vertrieb der Loose muß jedoch auf die Stadt und Polizeidistrikte Pleschen I und II beschränkt bleiben. Oesterr.-Ungar. Monarchie. Wien. (Jüdische Schachspieler.) Der Kampf um die für die ganze Welt gilttge Meisterschaft im Schachspiel, welche jetzt in Amerika vor sich gegangen ist und mit dem Siege Emauuel Lasker's geendet hat, ruft die Thatsache in Erinnerung, daß ein großer Theil der hervorragendsten Schachspieler der jüngsten Vergangenheit jüdischer Abstammung war. Wtnawer und der jetzige Cliampion of worid, Laster, stehen auch ihrer Ueberzeugung nach auf dem Boden des Judenthums, desgleichen der in dem jüngsten deutschen Schachturnier hervorgetretene Mieses. Fast in jeder größeren jüdischen Gemeinde gibt es eine lokale Schachberühmtheit, die sich meist

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.