Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 35 (1894)
- Issue
- Heft 49 (21.6.1894)
- Date
- 1894-06-21
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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XXXV. Jahrgang. Erste Beilage ju "M 49 des „Israelit u Literarischer Wericht. n»y svDv;tsnn -iivv 3'Dp ''dd ma ma^n by ny n mi*1 ->DDV ’"p ]D’d ny . HDirn VN7I YN’a ’nsoim r*sp |d*d ly rrw h"id xwn!?d jnyar’ö nanai ’J« .byvyü p'pa nain So vielfach und eingehend auch die Bearbeitung ist, welche der Schulchan Aruch von nach Hunderten zählenden Glossatoren und Commentatoren erfahren hat, so verdient die vorliegende neue Behandlung desselben dennoch wegen ihrer Originalität eine ganz besondere Beachtung. — Zur richtigen Würdigung der Eigenart, welche das vorliegende Werk repräsentirt, sind einige allgemeine Vorbemerkungen über den Schulchan-Aruch erforderlich. Der Schulchan-Aruch, der das jüdische Reli. gionsgesetz der Diaspora codificirt enthält, verdankt die Autorität, welche er allenthalben genießt, der präcisen, treuen Wiedergabe des wettschichtigen Quellenmaterials, wie es sich im Talmud und den sich daran schließenden Schriften zerstreut findet. Der Schulchan-Aruch bringt alles hierhergehörige systematisch geordnet; aber meist in so gedrängter Kürze, daß sein Lapidarstyl oft unverständlich und räthselhaft erscheint, wenn man eben nicht auf die Quellen zurückgeht. Um dies zu erleichtern hat der Verfasser des Schulchan-Aruch selber ein groß angelegtes Werk unter dem Titel rpv rva verfaßt, welches dem Tur beigedruckt ist. Aber auch die dort zusammengestellten Quellenschriften sind nur kurz excerplrt und lassen oft den Nachweis ihres Zusammenhangs mit dem talmudischen Schriftthum vermissen. Auch sind die Anmerkungen des nwd-> im rva selbstredend in keiner Weise berücksichtigt. Von den späteren Glossatoren des Schulchan-Aruch ergeht sich ein grober Theil in Pilpul, andere beschränken sich nur auf ganz kurze Andeutungen der Quellenschriften — wie z. B. nte -wa —, andere auf oft unergründlich tiefe kritische Vergleiche und Hinweise auf die Quellen — wie z. B. die Anmerkungen des Gaon R. Elia aus Wilna. — Alle die bereits erschienenen Erklärungen des Schulchan-Aruch erfordern den Besitz einer großen Bibliothek, um die in Rede stehenden roawn selbstständig zu Rathe zu ziehen, einen großen Aufwand von Zeit, Geist und Mühe, um den ungeheueren Stoff bewältigen zu können. Nach dem blosen Wortlaut des Schulchan- Aruch religionsgejetzliche Entscheidungen zu treffen, bezeichnet der Verfasser des Schulchan-Aruch selber als Unrecht, was von den späteren Autoritäten der jüdischen Gesetzeskunde wiederholt scharf betont wird. — Wir lassen z. B. hier nur den Verfasser der berühmten rva roaivn reden: yw ’"sy niN-vn nvnnV vawMff jnwr njrv naa bv tenitf iyT ab 'a naana xto mwa omon an •p >"yi ddVd D’öyD onni D'pDDn ixjt ’d;vav nroin .('B (wn) npi^no D’ano Der Verfasser des vorliegenden Schulchan-Aruch- Commentars rnaini ixa will diesem Mangel entgegen treten. In übersichtlich klarer Darstellungswetse wird hier jeder p auf seinen Ursprung zurückgeführt, sowohl in Schulchan-Aruch als im X'vi und ausführlich entwickelt. Den oft dunklen Sinn der nirun zu finden, hat der Berf. sich zur besonderen Aufgabe gestellt und diese Aufgabe mit großer Meisterschaft gelöst. Auch eine Fülle neuer Resultate xr-6 hat der Verfasser verstanden seiner Darstellung einzuflechten Die vorliegenden Proben werden gewiß von jedem Kenner der talmudischen Literatur mit großer Befriedigung studirt werden und dem Leser die Sehnsucht nach Vollendung des Werkes wecken, dessen Veröffentlichung nur durch die großen Druckkosten hintangehalten wird. — Die beiden erschienenen Theile sind in der Offizin von Jtzkowski in Berlin hergestellt und zeichnen sich durch vorzügliche buchhändlerische Ausstattung aus. * * * Herr RabbinerDr. Bamberger inSchrtmm wird in nächster Zeit den dv -naa rcm> zu nanva top'i onam von Rabbi Josef Bechor Schor, ein hervor, ragender Exegete des 12. Jahrhunderts, veröffentlichen; dessen Kom. zu rv^x-a ny rmw wurde schon von Jellinek veröffentlicht. R. Josef Bechor Schor scheint auch als pDis hervorragend gewesen zu sein (s. Mordechet myiattn :i"d) und ist daher diese Edition von ganz besonderem Interesse. * * * Der zweite Theil von mter-no 'na ->bd ein überaus nützliches mit vielem Fleiß und großem Verständniß verfaßtes ibd, Ift soeben erschienen, derselbe enthält eine übersichtlich geordnete Sammlung von kleinen agadischen D'Bnno nach Handschriften herausgegeben mit kritischen Noten und kritischen Erklärungen versehen von Rabbi Salomon Wertheimer aus Jerusalem. Der 2. Theil enthält nvyo xrvna 'a*o n^yo , xa'py »an tmo ,apy* *33 mjx , naano rrffön niD'nw yxö, diese Werke bilden einen wahren Schatz für wissenschaftliche Forscher. Preis der beiden Theile M. 5. Zu beziehen durch den ehrwürdigen Verfasser und Herausgeber L. D.