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Der Israelit · 1894-06-14 · Heft 47 (14.6.1894) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
35 (1894)
Issue
Heft 47 (14.6.1894)
Date
1894-06-14
Page
– (sequence 6)
Language
German
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rs&E?f*x ••ff“-”-; 856 kommen im Allgemeinen noch lange nichts zu bemerken, es ist jedoch zu hoffen, daß auch dieses sich allmählich einstellen werde, bis die bereits sich bahnbrechende Schulfreundlichkeit in weitere Kreise gedrungen sein wird. Für die dem schulpflichtigen Alter bereits entwachsenen Analphabeten richtete die Stiftung Abendcurse ein, und zwar in Sniatyn mit einer Frequenz von 75 Schülern, in Kolomea von 163 Schülern, in Mo.iasterzyska von 78, in Saffow von 30, in Mtelec von 30, in Tarnow 137, in Wtsnicz von 63, in Rawa Ruska von 52, in Rzeszow von 40. in Tarnobrzeg von 30, in Zborow von 62 und in Brzesko von 32 Schülern. In einigen Sttftungsschulen, wie in Kolomea, Stanislau 2C. wird in den oberen Claffen ein für das Handwerk vorbereitender Handfertigkettsunterricht mit gutem Erfolge ertheilt, und das Curatorium ist bestrebt, diesen die Liebe zum Handwerk fördernden Unterricht nach und nach auch in anderen Stistungsschulen etnzuführen, zu welchem Zwecke alljährlich den htefür sich eignenden Stiftungslehrern Stipendien zum Besuche der entsprechenden Ferialcurse gewährt werden. Nicht nur in sämmtlichen Stistungsschulen, sondern auch in vielen anderen Schulen wurden in Berücksichtigung der lokalen Berhältniffe und zur Förderung der Schulfrequenz je nach dem Bedürfnisse und soweit die Mittel es gestatten, Subventionen für Bekleidung und Bespeisung der armen Schuljugend bewilligt. Ein Entgegenkommen in dieser Richtung wurde bisher nur in den jüdischen Gemeinden von Stantslau, Kolomea, Sniatyn und Zablocie erzielt, wo sich eigene Comites, beziehungsweise Vereine zum Zwecke der Sammlung von Unterstützungen gebildet haben. Es steht jedoch zu erwarten, daß die zunehmende Liebe zur Schule auch die Opferwilligkeit nach dieser Richtung erwecken, und daß das von den genannten Gemeinden gegebene Beispiel Nachahmung finden wird. Zu den mannigfachen Schwierigkeiten, mit welchen die Stiftung in Galizien zu kämpfen hat, gehört nicht in letzter Linie die Beschaffung geeigneter Schullokalitäten. Abgesehen davon, daß der Mtethzins, welchen die Stiftung zu leisten hat, verhältnißmäßig groß ist, an manchen Orten überhaupt auch nur halbwegs brauchbare Lokalitäten nicht vorhanden, weßhalb in solchen Fällen an das Curatorium die Nothwendigkeit herantritt, eigene, den Anforderungen der Schulhygiene entsprechende Häuser aufzuführen. So wird mit dem nächsten Schuljahre in Boryslaw ein neues, mit einem Kostenaufwande von 9000 fl. hergestelltes Schulhaus seiner Bestimmung übergeben werden. Die Stiftungsschulen wurden nicht nur von dem Schulinspektor, den das Curatorium bestellt hatte, sondern auch von den Organen der Regierung, den Bezirk- und LandeS-Schulinspectoren I periodisch inspicirt. Die Berichte derselben sprechen sich sehr lobend über die erzielten Resultate Ws. Die Stiftungsschule in Kolomea hat auch berests das Oeffentlichkettsrecht erhalten, und man hofft, daß dasselbe allmählich auch den übrigen Stiftungsschulen ertheilt werden wird. Auf Anregung des galiz.LandesschulratheshatdasCuratortumbeschloffen die Stistungsschulen an der im Juni zu eröffnenden Landesausstellung in Lemberg theilnehmen zu lassen. Die Zahl der die Stiftungsschulen, sowie die von der Stiftung subventionirten Schulen besuchenden Schüler beträgt 7000. An den Stiftungsschulen wirken 92 Lehrkräfte. Wie in den früheren Jahren war auch in diesem Jahre das Curatorium bestrebt, für die Heranbildung qualtficirter Lehrer Sorge zu tragen, und wurden zu diesem Zwecke an 78 Lehramtscandidaten Stipendien ertheilt. Zu Beginn des nächsten Schuljahres wird eine Anzahl ncuer einklasstger Volksschulen errichtet werden und sind hiefür Ortschaften in Aussicht genommen, in welchen die Frequenz seitens der israelitischen Knaben in den öffentlichen Schulen eine verschwindend geringe ist. Die Schulen sollen die sonst der gänzlichen Verwahrlosung anheimfallende Jugend schulfähig machen und sie für die öffentliche Schule vorbereiten. Nach dem von der galizischen Statthalteret zur Verfügung gestellten statistischen Ausweise gestaltet sich in den nachstehenden Orten der Schulbesuch folgendermaßen: In Blazow besuchen von 122 schulpflichtigen Knaben 18 die Schule, in Komurno von 149 nur 2, in Kozlow von 192 nur 16, in Krysttnopol von 255 nur 49. Diese stattsttstischen Daten zeigen zur Genüge, wie nothwendtg das Eingreifen der Stiftung in diesen Orten erscheint. Was die Handwerkerschulen betrifft, so wurde die Erweiterung der Schlosserwerkstätte in Rzeszow und die Uebernahme der Korbflechterschule in Mtelec in eigener Regie beschlossen. Die Berichte über die Leistungen der Handwerkerschulen lauten befriedigend. Bet Handwerkern sind in verschiedenem Alter 257 Lehrlinge untergebracht. Die Zahl der in Wien bei Meistern untergebrachten Handwerkslehrlinge beträgt 59. Die Wohlthaten der Stiftung genießen im Ganzen, ungerechnet die zahlreichen mit Mtttagskost und Kleidern versehenen Kinder, 7550 Knaben. Feuilleton. Ejierlra, Königin von Aoten. Historische Erzählung von Hugo Freund. 4.) (Nachdruck verboten.) In einem der Ställe, in dem stch eben kein Vieh befand, wurde Jankele aufgefunden. Der

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