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Der Israelit · 1894-05-10 · Heft 37 (10.5.1894) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
35 (1894)
Issue
Heft 37 (10.5.1894)
Date
1894-05-10
Page
– (sequence 11)
Language
German
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681 aber weist diese Erklärung zurück und sagt: beide müssen genannt sein: '121 pon wyT tt NT TiNL' 2T2 'NT. Die 'OJ fragt nun: rvT ’o ni Tlt ntijtoo nt t; Tip ntijw tont w“2?]TOO'T TTX TiJJ’O'T NT’JH ’2T TONT XT IDT Hierauf erfolgt die Antwort: »Die Einwendung von!P"2 gilt nur in Bezug auf tijjd; nur bezüglich Tip'2 gilt die oben angeführte Auseinandersetzung zwischen T"2i 0'"2: itt tinip tt hnt xTi pon *p tnt nt dt '02 xon. .T"2i ^"2 ptr npiTno L'"2 nämlich behauptet, weil beides TNT' xTi pon und auch TINO' pT hnt nti geschrieben steht, muß geschloffen werden, daß der TiytT beides verschieden sei. denn sonst: TOI NJ’ON NJNl T1NL7 iJ/2 NTI ^OT NJDm 2'T2'T 'di pon T"2 aber behaupten rn22 Tii Ti und die Einwendung von 0'"2 ist nicht stichhaltig: TW NJOTT 2T2 'NT T2'Tyi .'Dl TL7p läiDTT D15?D N"lT Also ist hier nicht die Rede von Prädikaten und dessen Wiederholung, sondern von den Objekten; nicht die Rede von dem wiederholten TxT' xT sondern von pem Mü und wer kann und darf hier an eine Geserah schawah denken, T’O&T T2T {XO tt'":n!? Wer sich von der Richtigkeit dieser Klarlegung überzeugen will, der lese die Abhandlung über diesen Gegenstand in Tractat Joma 79b. Nun aber genug der Kritik! Sollten wir weiter so fortfahren, wir müßten ein Buch schreiben, welches das Schwarz'sche an Umfang weit übertrisft. Die Proben, welche wir gegeben — nöthigenfalls haben wir ein umfangreiches Material gesammelt — werden dem Talmudkundigen wohl genügen, auf daß er sich ein Urtheil bilde. Als einzige Entschuldigung des Autors kann der Sab dienen -° ntboüP ne Tn Disb. Sein Scharfsinn hat ihn auf Abwege gerathen lassen'. Niemand wird in Abrede stellen, daß Herr Schwarz sich sehr viel und umgehend mit dem Talmudischen Schriftthum be schäftigt hat; das hat er schon früher bewiesen und sein Namen ist bekannt. Um so tiefer ist es zu bedauern, daß Herr Dr. Schwarz in seinem jüngsten Werk der Talmudischen Wissenschaft nicht nur keinen Dienst erwiesen, sondern sogar Irrlehren verbreitet hat. Sein Lehrer Frankl ging weit in Hypothesen; die wissenschaftliche Ehrlichkeit hätte ihn vor solchen Verstößen bewahrt. Wir haben wahrlich sine ira et studio gesprochen. Es wurde an dem Talmud intra et extra muros viel gefrevelt; falsche Pilpulistik hat ihn oft entstellt und Feinde des Judenthums haben ihn mißbraucht; sollen Vertreter talmudischer Gelehrsamkeit ihn entstellen? Das darf nicht sein- Und deßhalb war es Pflicht, das Schwarz'sche Buch einer unnachsichtlichen Kritik zu unterwerfen: ne <iuid detrimeuti capiat respublica Rabbinorum I Ein bescheidener Forscher nach Wahrheit. Zeitungsnachrichten und Correspoudenzen Deutschland. Mainz, 9. Mai. Unsere Nr. 34/35, in welcher wir anläßlich der Vermählung unseres Grobherzogs unseren theilnehmenden Gefühlen Ausdruck verliehen haben, wurde von uns an Seine Kgl. Hoheit den Großherzog übersandt. Höchftdieselbe hat nun heute in einem huldvollen Schreiben ihren Dank uns aussprechen lassen. Frankfurt a. M., 8. Mai. Heute Vormittag wurde der am 6. Mai im Alter von 75 Jahren gestorbene emerittrte Reallehrer Herr Adolf Teblöe vom Sterbehause in der Großen Pfingstweidstraße aus zur letzten Ruhe getragen. Bor dem Leichenwagen gingen die Schüler des Phtlanthroptn; dem Sarge folgten viele Hunderte von ehemaligen Schülern, Kollegen, Mitglieder hiesiger und auswärtiger Freimaurerlogen sowie eine große Anzahl von Wagen. An der Bahre sprach zunächst Herr Rabbiner Dr. Plaut, indem er ein Lebensbild des Verstorbenen, des trefflichen Menschen und Lehrers, des liebevollen Gatten und treuen Verwandten, entwarf. Für das Philantropin (die Realschule der israelitischen Gemeinde) sprach Herr Dir. Dr. Bärwald, der das vierzigjährige Wirken des bewährten Erziehers und väterlichen Freundes der Zöglinge schilderte. Von den vielen wohlthätigen Stiftungen, denen Teblee eine aufopfernde Wirksamkeit widmete, betheiligte sich eine große Anzahl durch Abschiedsworte. So sprach Herr Rechtsanwalt Plotke für das Mädchenstift, Herr Lehrer Marx aus Alsheim für die „Achawa", Herr Max Rothbarth für den Krankenunterstützungsveretn, Herr Dr. Neukirch für die Trier'sche Stiftung. Breslau, 26. April. Die Schulfeier, welche die unter Leitung des Rabbiners Dr. P. Neustadt stehende hebräische Unterrichts-Anstalt am vorigen Sonntag im Saale der städtischen Realschule am Nikolaiftadtgraben veranstaltete, fand unter Anwesenheit eines sehr zahlreichen Publikums statt, das sich aus den Eltern der Zöglinge, den beitragenden Mitgliedern und Freunden der Anstalt zusammensetzte. Auf freie Vorträge von Schülern und Schülerinnen in hebräischer und deutscher Sprache folgte die Entlassung einiger Schülerinnen, deren eine eine Abschiedsrede an den Leiter der Anstalt hielt, die derselbe mit herzlichen Worten erwiederte. Daran schloß sich die Einführung des von der königl. Regierung bestätigten Lehrers Jak. Ledermann und ein Vortrag des Herrn Dr. Louis Neustadt, der besonderes Interesse erweckte, weil er einen Gegenstand aus unserer Heimathsgeschichte behandelte, den Uebertritt des katholischen Rektors und Rathsherrn zu Nikolai, Josef Steblitzki, zum Judenthum im Jahre 1785. Er stützte sich hierbei auf die aktenmäßigen Unterfuchungsprotokolle. Die Toleranz, wie sie Friedrich der Große auch bei diesem Fall bewies, belegte der Vortragende im Schluffe seines Vortrages noch weithin durch das Verhalten des Königs der Breslauer jüdischen Gemeinde gegenüber, die nach der traurigen österreichischen Zeit von ihm zuerst staatliche Anerkennung und die Erlaubntß erhielt, nach 300 Jahren wiederum einen Friedhof anzulegen. Breslau, 29. April. Die antisemitische Hctzagitation hat dieser Tage, wie der „Oberschles. Anz." berichtet, in Oswtecim bei Königshütte einen Exceß

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