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Der Israelit · 1894-05-10 · Heft 37 (10.5.1894) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
35 (1894)
Issue
Heft 37 (10.5.1894)
Date
1894-05-10
Page
– (sequence 5)
Language
German
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675 alles vorher Stehende. — 'n naa ji*6 jw u» findet sich N"b p)-i, während das im v'-s später Stehende »Hn vb rwwm schon yb vorkommt. — In der 'Dä steht n b *p die ttnnbo von an bwon über not arw ly n»D und erst 'a ‘h die d’jh über K*npi »3DO, im v"d aber umgekehrt. Aus all diesem läßt sich schließen, daß der!»’*£ nur auf die Ordnung der Buchstaben des 'a •» oder seines Namens Rücksicht genommen, ebenso auf den oft mit Mühe gesuchten Reim. Einer weiteren Erklärung bedarf es nicht. Der Unterschied zwischen dem und dem v"s besteht darin, daß erstere ein gelehrtes Werk, für Gelehrte verfaßt, darstellt. Hier also darf die Reihenfolge, keine willkürliche sein, sondern muß streng systematisch auf einander folgen. Der v"v ist für die Masse des Volkes verfaßt, um sie über die praktischen Gesetze der Feste zu belehren (ähnlich dem 'di dhV ipn n»v) und da ist es die Hauptsache, daß alle aufgezählt werden, die Reihenfolge ist gleichgiltkg. Als Beweis für die Richtigkeit dieses Unterschiedes vergleiche man z. B. die systematische Aufzählung der nmc im dddj mio mit den nixo rnn, die wir zu n'pa»n n orb sagen. S. N. Aus Bayern. Nachdem das von Ihnen angeregte Thema über Versicherung gegen Stellenlosigkeit durch den lebhaften Meinungsaustausch, zu Abhandlungen und Untersuchungen über die überhand nehmende Stellenlosigkeit überhaupt sich erweitert hat, ist es wohl gestattet von dem eigentlichen Kern der Sache abzuschweifen und der längeren Reihe von angeführten Gründen auch noch einen hinzuzufügen, der wohl von Manchem schon im Stillen gedacht, aus falscher Rücksicht aber bisher noch von Niemanden erwähnt wurde. — Wenn es eine betrübende Erscheinung ist, daß so viele junge Leute deshalb stellenlos sind, weil sie nicht na» ^no sein wollen, so muß man anderseits zugeben, daß eine ebenso große Menge junger Leute gute Stellen einnehmen, wo sie geschäftlich na«? befreit sind und leider doch privat oder zu ihrem Vergnügen na«? sind. Wenn nun in dem jüngsten Artikel über dieses Thema von den Prinzipäleu „Einigkeit" verlangt wird, so wäre doch in erster Linie größere Begeisterung Seitens der frommen Geschäftsinhaber zu wünschen, da durch Hunderte von Beispielen die Erfahrung lehrt, daß selbst die frömmsten Prinzipäle ihren jungen Leuten gegenüber in Bezug auf ihre religiöse Führung viel zu viel Duldsamkeit und schlecht angebrachte Rücksicht an den Tag legen. Schreiber dieses war selbst in einem Geschäft, wo wir unsere 20 junge Leute waren. Hiervon waren 5 bis 6 wnspipi N’Drnsa na» rnsno 1^’ön »tjö xi>a, weitere 5 bis 6 waren dasselbe Nyj’sa und nur die übrigen 8—10 führten sich religiös, und es ist durchaus nicht gesagt, daß eS gerade die besten und tüchtigsten Leute waren, welche na» »^>nm nisna ^aw waren; der Prinzipal aber war ein ächter mn\ der für seine Person sich um keinen Preis hätte auch nur den kleinsten pan wn zu Schulden kommen lasten. Solche Beispiele zählen inDeutschland abernach Hunderten(? Red.) und es wird wohl ein Jeder unter seinen eigenen Bekanntschaften die ganz gleichen Fälle anführen können. — Hier ist also der Punkt, wo gründliche und durchgreifende Hülfe möglich wäre, und wo die Hebel anzusetzen wären, um dem leider so sehr überhand nehmenden na» mit Erfolg entgegen zu treten. Seien wir, nicht nur wie oben erwähnt, im Geldpunkt, sondern in einer heiligen Sache einigt S.'ien wir einmal entschlossen, gegen diese jungen Leute die na»n H^nv energisch aufzutreten, selbst auf die Gefahr hin uns als unduldsam und fanatisch erklären lassen zu müssen! Allein eS kann und muß als eine unserer heiligsten Pflichten erklärt werden den Leuten, welchen es mit uniio« n»npn noch Ernst ist, solchen jungen Leuten, welche vielleicht hungern und darben, um nur nicht na» sein zu müssen, diesen Leuten also auch Unterkunft und Brod zu verschaffen, um nicht auch sie noch dem Unglauben und der Irreligiosität in die Arme zu treiben. Jene aber, welche ihren freien na» dazu benützen um Ausflüge zu machen, Billard zu spielen, oder sonstige na» zu begehen, sie mögen entweder über das Sprüchwort Nachdenken, „deß Brod ich esse, deß Lied ich singe", oder solche Stellen annehmen, wo sie Sonntags ihre Vergnügungen suchen können. — innuva dji DW ^a»' nb Aber auch noch ein anderer schwerwiegender Grund verpflichtet den frommen sein Haus von na» ’bVno und n*D av ^aw frei zu halten. Es gibt ja rra noch sehr viele Leute, welche Alles daran setzen, ihren Sohn religiös zu erziehen und als Letztes, was in ihrer Macht stand, noch gethan haben, ihr Kind in ein „frommes" Geschäft unterzubringen. Leider aber kommt es nicht selten vor, daß schon nach kurzer Zeit dieser angehende junge Mann zum Leidwesen der Eltern auf Abwege geraden ist und zwar ebenfalls durch das schlechte Beispiel und die Verleitung seiner größeren „aufgeklärteren" Collegen. Es wäre für einen Statistiker eine interessante und jedenfalls nicht undankbare Aufgabe ungefähre Angaben zu sammeln über die Zahl der wegen na» stellenlosen Kaufleute im Verhältniß solcher am na» dispensirten Leute, die dennoch na» '^nv sind. Es würde sich dadurch jedenfalls ergeben, daß die meisten der stellenlosen, 'z - 1 5

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