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Der Israelit · 1894-05-01 · Heft 34-35 (1.5.1894) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
35 (1894)
Issue
Heft 34-35 (1.5.1894)
Date
1894-05-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
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636 Dr. H. nur noch bet, daß es regelmäßig hätte heißen sollen rfciran yn?n, da es nun aber heißt nbwi jnn, so ist das nicht als Eigenschaftswort mit jnn eng verbunden sondern steht frei zwischen ymn einerseits und ^xn p andererseits. Daher kann nbtpa auf beide bezogen werden und daß sich das n^tca wirklich auf beide bezieht, darin sind der «m p”n auch einig im ersten denn so lernen sie nna ran nb ^>’x. Was nun anbelangt ,-iv^v x^x n^a px, so darf man nicht annehmen, daß die xn*na das ntoa für note nimmt, sondern das nchv wird aus dem Wort ynn gefolgert, was ja ganz einfach ist; denn wenn die min sagt ynn nx pan np^i, so beißt das, der ynr soll ein Ganzes für sich bilden voe dem Kochen, er muß also vor dem Kochen abgetrennt werden; so lange er nicht abgetrennt ist, b?tßt er überhaupt nicht ym. Nun steht dieser Auffassung aber das rbvo entgegen, welches, sich auf ymn und i>’xn p beziehend, jn;n wieder mit ^’xn p in Verbindung bringt und dann wäre der piao so aufzufaffen: ymn pan npb) der pa soll nehmen den Bug b’xn p ntea im gekochten Zustand vom Widder, also haben wir hier zwei sich widersprechende cpios. Diesen Widerspruch löst der p"n mit den Worten nabv x^>x ntea px d. h. das auch mit ^»xn p verbundene n^va hebt den einfachen Sinn von np^ "ymn nx pan der ynr soll vor dem Kochen ein für sich bestehender Körper sein" nicht auf, sondern px noto xbx n^a ym unter n^a ym ist nur ein ganzer ym d. h. vom übrigen Körper abgelöfter zu verstehen, und der Sinn des rkwi, welches den abgetrennten ym noch in Verbindung bringt mit dem ^xn p ist der, daß der ym mit dem V'x gekocht werden soll. "a*n aber lernt: damit wäre dem i>'x.n p n*»a nicht genügend Rechnung getragen, daher verlangt er, daß der yni erst nach dem Kochen vom ^'x abgetrennt werde und den x^x ynr px nan noto ist er D"pv nach dem Kochen. Aus dieser Darstellung geht hervor, daß wir es hier mit einer nniw ntnn zu thun haben, was allerdings nach Auffaffung der niDDin nicht der Fall wäre. Diese Auffassung entbehrt jedoch lrniaa maa n^nca jeder sprachlicher Begründung und ist den msDin ^ya selbst nicht ernst. In der Auffassung der Worte von niBDin hat sich Dr. £>. jedoch geirrt. Da niBDin meinen nicht d, das als Besitz anzeigende Partikel nb w 10a was dazu gehört. Herr Dr. Koenigsberger wird aus Obigem entnehmen, daß ein Schreibfehler hier absolut ausgeschloffen ist. Ich würde auf dessen Sache noch weiter eingehen, wenn ich nicht fürchtete zu viel Raum in Anspruch zu nehmen. München p"&? a"jan aaxi 'n Juda Marx. Die in Nr. 17 (Beilage) mitgetheilte Erklärung des Herrn Dr. Hirschfeld zu nb^a px n'a: niBDin oa* pbin ist zweifellos ein geistreicher Einfall, aber unrichtig. Es heißt denn doch in jene Worte mehr hineinstellen, als sie enthalten, einen Imperativ annehmen, der völlig aus der Eonstruktion des Satzgefüges herausfällt. („Und es soll nehmen der Priester den Schenkel — Koche du ihn dann, so wie er ist — vom Widder"). Es ist ein allerdings weitverbreiteter Jrrthum, der dadurch aber nicht richtiger wird, daß der ann im Gegensätze zum d^b sein Wesen darin sucht, möglichst zusammenhanglos, aus einem mehr oder minder flüchtigen Wortanklange seine Erklärung zu ziehen. Gerade umgekehrt bestrebt der tna sich vielmehr durch schärfstes Eindringen in den Wortsinn, wie er dem unvermittelten Sprachverständniß sich ergiebt, diesen klarzustellen. (Näheres darüber in einem demnächst nn’x zu veröffentlichenden Aufsatze.) Ferner würde bei dieser Erklärung das hauptsächlichste Moment, daß nämlich e r st später das Kochen erfolgen soll, so nebensächlich, aus der dem Imperativ als Modalität der Zukunft innewohnenden Eigenschaft sich ergeben, daß man einwenden muß: nBDn p nDta ntpyo ap’y a"x Endlich ist es auch Herrn Dr. H. selbst nicht entgangen, daß seine Absicht sich auch ohne Zerlegung des nbtpa in nb b&n durch die La. hätte erreichen lassen, und die Erklärung, die er hierfür findet, ist mindestens ein pnn. Ich kann demgegenüber nicht einsehen, was Herrn Dr. H. gehindert das 'mn so zu erklären, wie es sonst allgemein geschieht, daß nämlich nbico wie (mit dem Ihrigen) gelesen werden soll. Bei dieser La. ergiebt sich ohne den geringsten Zwang der gewünschte Sinn, daß das Stück unzertheilt („mit dem Ihrigen", d. h. mit Allem, was von Natur dazugehört) bleiben soll. Daß das b in diesem Falle, wie 'Din angtebt, ein Dag6s forte hat, erweisen ’H'I (Jona I. 12), ’?? (Kohcl. I. 6). Allerdings nimmt die moderne Lexikoraphie die Assimilation eines a (aus a und x von ursprünglich atpxa nb) an, während mi von dem Zusammenstoß identischer Consonanten (nb bwn) spricht. Das ist aber um so weniger anstößig, als es immerhin zweifelhaft sein darf, ob die scheinbare Assimilation des n nicht auf dem Umwege über Doppellamed vor sich gegangen ist. Daß nach dem Gesagten zu einer so gewaltsamen Emendation, wie sie Herr De. Koenigsberger vorschlägt, keine Veranlassung mehr ist, liegt auf der Hand. Auch ist nicht recht ersichtlich, warum in an »an xjn statt ibia was ganz unhebrätsch wäre, ibiaa stehen sollte. Vorsicht also bei der Kritik unserer talmudischen Laa. Karlsruhe im März. Stiftsrabbiner Dr. Biberseld.

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