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Der Israelit · 1894-05-01 · Heft 34-35 (1.5.1894) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
35 (1894)
Issue
Heft 34-35 (1.5.1894)
Date
1894-05-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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XXXV. Jahrgang. Erste Seil. M M Z4 & 35 des „Israelit". Leitender Artikel. Zur lakmudi sch-grammati schen Hstese. I. Die Miltheilung des Herrn Dr. Königsberger, daß er in dem ihm vorliegenden Manuscrtpt des xtan nso eine andere Leseart gefunden hat, interressirt uns sehr. Wir behaupten aber, daß diese Leseart von größerem Werth ist, als Herr Dr. K. glaubt. Wir schicken voraus, daß ,ip6v zwei Bedeutungen hat und zwar 1.) sieden, kochen also synonym mit ^1102 und 2.) schneiden, spalten, aufschlitzen, seciren, synonym mit pn, siehe nni22 f. 45 a (nns nru lp^vv) und -piy. — Wir behaupten nun, daß n p i b v xnnv 76102 ynm nx p2n np^i bedeutet - die ym soll vom ^"x losgeschnitten sein. Durch diese Auffassung wird uns die Stelle y6,7i 98 a, klar; dort heißt es: — 72 rmratp piD'x ^>2 — 'D2 7mn2v piD'x bi pan np}i :2’n2i 76102 ymo x^>x nno^ xb dttjvi '21 fno6v xi?x r6v2 yx x\jm 76102 ynn nx . ^'xr, oy ^aanjv x^>x 76102 px iox »xnr p pyov iitii t6 *p7iD 12D id t6 bv2D ^'x ’in2 XD^>y 612 1. xi 2. ,76 "jnno um 76 bviü 12D idi 76 ^>1020 :i2d io irre , r6 ^1020 iitii r6 -jnno y"2i XD'X n'y2 . t6 ^1^212 mnx rrnpu : 12D idi , rb bwno b'N ’Itd X1P2 X2V'^ — ^271 '1211 X2'^X Xvj? X3V'^ '"2V11 X26x. Alle Niin2v PID'X sind aufgehoben, wenn dieselben nach einer Meinung der 60 sie Theil, nach einer anderen Meinung der 100 sie Theil einer Mischung sind. Beide Ansichten lerne ich aus dem Texte: 'D*) 76102 ymn nx;ron npVi. Eine xn”i2 erklärt nämlich diesen Text: yx 7>v6v x^>x r6tP2. 71^2 bedeutet nur „ganz". '"2101 sagt: >'x,i Dy x^x .1^2 px. 76102 bedeutet nur gekocht mit dem Widder. Soweit die xn"i2 und ist diese unzweifelhaft dem Stfrtz entnommen. Die xidj erklärt jetzt, 1.) daß nach beiden Ansichten die ym mit dem ^'x gekocht wurde. Die Meinungsverschiedenheit ist nur, ob die ym vor oder nach dem Kochen von dem >x getrennt wurde. 2.) xv'x n'ya ’xi Man kann aber auch sagen: Daß man erst die ym von dem v'x trennte. Der eine meint, die ym wurde mit dem ^'x zusammen in einem Topfe gekocht, der andere behauptet, sie wurde in einem anderen Topfe gekocht. Was nun den bwi betrifft, nach der ersten Auffassung, daß nach beiden die ym mit dem ^'x zusammen gekocht wurde, geht solches aus beiden! Ansichten hervor. — Nach der zweiten Auffassung! geht solches nur aus der Meinung von p pyöv n w hervor, welcher meint, daß die ym mit dem ^’x in einem Topfe gekocht wurde. Die Erklärungen von v,vi und niBDin befriedigen nicht und schon der Verfasser von pip mv zu ’Dbvm (VI. 9 TD) sucht die Erklärung des 'i^6vm zu dem genannten Text in Uebereinsttmmung mit der xn"i2 in 622 zu bringen. Daß diese im aufgenommene Erklärung auch eine xn"i2 ist, ist gewiß. Aber wo ist diese xn"i2 erwähnt? Dort heißt es: *?'xn p 71^2 ymn nx 17,2.1 Tipbi 2*n2 i^’2 xn ^'xi p id6 no^n nosy »2d2 ^12' 71^2 X p y^2 trip x^i 7myt02 712 rrjo xi.iv iy romn . vipn p y^>i2 tonn xto tonTi Jedenfalls geht aus dieser Stelle hervor, daß die 7!vii sich nicht auf das Wort 76102 bezieht, sondern auf tox.i p nto02. Im 'idd sind die Worte toxn p nicht erwähnt und in mehreren Talmud-Ausgaben wird diese Fortsetzung (tox.i p) angedeutet durch 121. Wenn wir also von den Erklärungen von v«n und n'DDin absehen, welche in der xn"i2 die Worte 'm oder ^xn p dort nicht vorfanden, wird uns der erste Theil der erwähnten xiv2-Stelle klar. Der p"n lehrt: x^x t6ko px — ^'x.i p n^v2 nciiv, die ym muß während des Kochens noch mit dem i>'x verbunden sein. '»2vi aber meint, das braucht nicht zu sein, die ym darf auch schon von dem >x getrennt sein, nur muß sie mit dem >x zusammen gekocht sein. Für die xd'x n’y2’x haben wir indessen keinen Grund. In der Regel wird in xv'x n'v2'x eine Frage beantwortet, welche in der ersten Auseinandersetzung unbeantwortet blieb ^>xidv '^2 p*y. In unser Thema bringt xd'x n’jn’x eine neue Schwierigkeit, denn wenn alle behaupten, daß man die ym von dem >x trennte, dann hat ^»x,i p t6v2 keinen Sinn, indem uns niemals in Gedanken kommen würde, die ynr mit dem ^x zusammen zu halten, da man ja yv2 Vorbeugen muß. 8ifr6 sutta bringt uns Klarheit. 112 npi^>v xnnv ^>'X7> p 76102 ynin p2n npVi 1 .6l2 p^V’V ni21^5 ^'X7I Die ym soll von dem ^'x losgeschnitten sein (Der Schreiber dieser xn"i2 wandte hier ein ^y ^vi2 pis6 pic6 an) und dann soll man es zusammen kochen. »"2vi behauptet hier auch dasselbe wie im ersten es wurde zusammen gekocht u. deshalb lerne ich nach beiden Lesearten von *"2vi den 72 ix 'D2 ^iv'2 ab. Der p"n aber behapptet: .*6 ^>1020 ninx nnp2 und zwar, wie solches in 'd^vit erklärt wird. Man

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