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Der Israelit · 1894-04-19 · Heft 32-33 (19.4.1894) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
35 (1894)
Issue
Heft 32-33 (19.4.1894)
Date
1894-04-19
Page
– (sequence 12)
Language
German
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#1WW^>- A. -.■klUU!i|>^lJJ^,-U-IM»r4'i’-.W' «WWDWWM T 598 Versöhnung ertönen auf der ganzen bewohnten Erde." Mit einem „Hoch!" auf die Baronin Suttner schloß Professor Sueß seine geistreichen und gedankenvollen Ausführungen. England. London, iS. April. Sowohl in der Dukes Place-Synagoge als auch im North London rona wurden gestern, ^run nar ,nuem geyalten: Dr. Adler sprach in ersterer über yto«w a"y :n o’riDD nv D'vbtf riDsn QTip noDn niai>na yanni. Rabbiner I. M. Cohn im letzteren über dtidd pbn N’jiDa n"y m. Daß diese Erörterungen nicht mehr, wie früher, im City — rona, sondern im Synagogenraume selbst abgehalten werden, ist ein Beweis für die außergewöhnlich große Anzahl von Zuhörern, die mit jedem Jahre wächst. Auch im Norden der Stadt fand sich eine verhältntßmäßig große Versammlung ein. Abends um 8Vz Uhr hielt der Generalmajor Sir Charles Wilson im Verein Jüdischer Arbeiter einen Bortrag über Palästina. Dieser Herr, hier unter der Bezeichnung „der Held von Khartum" bekannt, hatte schon eine Woche zuvor im Jews' College bei einem Vortrage des Herrn Marcus Adler über „Jüdische Pilger nach Palästina" den Vorsitz geführt. Er ist Direktor der „Palestine Pilgrim Text Society" und gab interessante geographische Berichte über das Heilige Land, wobei er mehrfach große Anhänglichkeit an dasselbe, sowie nicht unbedeutende Kenntniß der Mischna und anderer jüdischer Schriften bekundete. Sprechsaal. Hamburg, nar® p"®ö. Versicherung gegen Stellenlosigkeit. Hochgeehrte Redaktion! Gestatten Sie mir, zu der in der Ueberschrift genannten, von Ihnen angeregten, so äußerst wichtigen Frage das Wort zu ergreifen. Wenn ich den eigentlichen Kernpunkt auch heute unberührt lassen muß, da ich mich über die Frage noch erst näher orientieren möchte, und mir dann erlauben werde, Sachliches vorzubringen, so stimme ich darin mit den in Nr. 30 des „Israelit" gebrachten Aeußerungen des Herrn M. L. vollständig überein, daß die Vorbed tngung der Versicherung eine gute Stellen Vermittlung ist und möchte ich hieran noch einige Bemerkungen knüpfen. Ich wende mich zunächst zu der Acußerung der Redaktion in Nr. 3O über den Mißstand, daß den Bewerbern allein die Kosten der Versicherung aufgebürdet werden. Diese Kosten bestehen z. B. bei dem Hamb. Jsr. Stellenvermtttlungsverein in einem Jahresbeiträge von sage und schreibe drei Mark. — Jede weitere Vergütung für Porto« Vorlage, Provision ist vollständig ausgeschlossen! Dafür besorgt der Verein die gestimmte Correspondenz mit den Vacanzen anmeldende Firmen rc. rc., so daß der betr. Bewerber nur noch einige Pfennige für Portis auszulegen hat, sobald die Chefs directe Offerten wünschen. Dies als unerschwinglich zu bezeichnen in demselben Augenblick, wo man die Gehilfen animieren will, — 16 — 24 Mk. p. a. zu zahlen für einen selteneren Fall — Stellensuche ist doch nicht immer Stellenlosigkeit — ist mir unerklärlich.*) Es ist absolut unmöglich, den Chefs für die Vermittlung Kosten aufladen zu wollen, solange es mehr Bewerber als Vacanzen giebt; auf solcher Basis wird ein Verein niemals gedeihen können. Wünschenswert ist es allerdings, wenn recht viele Chefs, der heiligen Sache zu Liebe, Mitglieder der Vereine werden; notwendig ist aber, daß die Geschäftsinhaber einsehen lernen, welch' große Vortheile ihnen die Vermittlung der Vereine bieten und aus eigener Initiative die Vacnnzen bet denselben anmelden und nur durch die Vereine besetzen lassen; dann erst kann von einer wirklich erfolgreichen Vermittlung die Rede sein. Um dies zu erreichen, muß meiner Ansicht nach immer und immer wieder mittelst Annoncen, Circulairen, Leitartikel in den jüdischen Zeitschriften auf die heiligen Interessen hingewiesen werden, welche die Vereine verfolgen, und alle, denen die Heilighaltung des Schabbos am Herzen liegt, müßten in ihren Bekanntenkreisen darauf htnwirken, daß alle zu besetzenden Vacanzen den Vereinen zur Anmeldung gebracht werden. Wenn in Frankfurt a. M. wirklich eine Anzahl tüchtiger Kräfte vorhanden ist, die sich in den Dienst der durch die Stellenvermittlungsvereine verfolgten Ziele stellen wollen, so ist denselben jetzt die beste Gelegenheit gegeben, sich zu entfalten. Es dürfte auch Herrn M. L. bekannt sein, und es sei gestattet, an dieser Stelle nochmals darauf hinzuweisen, daß der Israel. Stellenvermittl. Verein vor einigen Wochen in Frankfurt a. M. eine Nebenstelle errichtet hat, deren Leitung in den Händen des Hr. M. Bing liegt. Es wird dem Vorstand des Vereins und Herrn Bing gewiß sehr *) Die Kosten wurden von uns nicht als unerschwinglich bezeichnet, wir sagten nur, daß solche seither durch die Prinzipale getragen wurden, sei es durch Inserate oder auf sonst eine Weise, während der Verein sie den Gehilfen auflädt. Der Prinzipal beansprucht gar keine kostenfreie Vermittlung, er ist gern bereit dem Verein den kleinen Betrag von M. 3, den er sonst doch ausgegeben hätte, zu zahlen, während dem stellenlosen Commis jeder Pfennig schwer fällt. Red.

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