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Der Israelit · 1894-04-05 · Heft 28 (5.4.1894) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
35 (1894)
Issue
Heft 28 (5.4.1894)
Date
1894-04-05
Page
– (sequence 18)
Language
German
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516 der einfaches Wortstnn soll ja keineswegs gestört werden, aber, da es nicht rtocon, sondern heißt, meint der p"n nach der Austastung von 'Din, sei nebenbei auch der Sinn der Lesart angedeutet. Für richtig indeffen halte ich auch die Erklärung der 'Din nicht. Die Ansicht des p"n „ahn n^iea ncbv“ gipfelt vielmehr meines Dafürhaltens in der ebenso streng grammatischen, wie streng logischen Austastung, nfcru mit der dem Genus von ym entsprechenden Feminalendung weise entschieden auf eine ganze ym hin, denn wäre die yra zerstückt, so hätte man sich unter dem Worte ym überhaupt nicht mehr eine yni, sondern vielmehr ym -ibo zu denken, dann aber müßte, entsprechend dem Genus von nao, die masculine Form "bvn" zur Anwendung kommen. Man vergleiche Sam. I, 17, 21: *jnym, weil man sich dabei bxn»1 ranyo oder bmtr my zu denken hat, wie Raschi und Ktmchi z. St. bemerken. In dem Lehrsätze *6» nbvz px no^r ist also der Nachdruck auf die Feminalendung des Wortes r6tta zu legen. Bei dieser Feminalendung kann nur von einer ganzen ym die Rede sein. ^ttn läßt die Auffassung des p"n unangefoch. ten. Auch er gibt ja zu, daß die ym nicht zerstückt sein dürfe, allein er knüpft daran die wettere grammatische Bemerkung, in dem Worte t6bq sei nicht nur die Feminalendung, sondern auch der Umstand wohl zu beachten, daß der Artikel, der bet r,b&2, wäre eS Attribut zu ymn, erwartet werden sollte, eliminirt, ntoa also Adverb ist und sich nicht auf ym, sondern zurück auf np^i bezieht. Es ist also hier gesagt: Der Priester nehme den Bug, wenn dieser einmal gekocht ist, von dem Widder. Vgl. auch Raschi in der Thora z. St.: rtwn:» nnx^>. Daraus, meint '"3«n, ergibt sich die Lehre: xt>x nbvj ytt V'xn oy ^rarw, und das heißt nach r.b too» *]nno nm. Der Jdeengang ist folgender. Stände ^xn p ymn nx pan np^i ohne das Wort r6aa, so würde kein Mensch anders denken, als daß hier gesagt sei, der ^Priester möge die ym in rohem Zustande abtrennen von dem ^’x. Erst durch das Wort n^a, durch;den Begriff des Kochens, mit welchem naturgemäß auch der Begriff des Gefäßes, in welchem ym und b't< zusammen gekocht werden, sich verbindet, ist dem Gedanken Raum gegeben, es könnte? etwa hier auch gesagt sein, der Priester möge die schon früher abgetrennte ym, die aber während des Kochens im Kochgefäße neben dem b'K sich befindet, von diesem fortnehmen. Dann aber sollte es, da auf den gekochten Zustand kein besonderer Nachdruck zu legen ist, n^an ymn heißen. Erst die durch Eltminirung des Artikels sich ergebende adverbiale Bedeutung des Wortes ,-6bq verleiht demselben besonderen Nachdruck. Es wird jetzt betont, erst nachdem er gekocht ist, nicht in noch rohem Zustand soll der Bug durch den Priester von dem Widder abgenommen werden, und diese Betonung begründet die Ansicht, es solle hier bloS d em Gedanken Raum gegeben werden, daß der rohe Zustand des Buges beim Abnehmen desselben durch den Priester ausgeschlossen sei, sonst aber sei an keinerlei Unterschied zwischen der Diction pan np>i ^xn p n^a ymn nx und der Diction pan np^i V’xn p ymn nx zu denken, da nun letztere Diction das Ab trennen der ym vom ^x bedeuten würde, so besagt elftere Diction gleichfalls ein Ab trennen der ym vom ^x, also: -jnno mm r6 Dem yb, welches auf nbwi trotz der Elnninirung des ri keinen besonderen Ton gelegt wissen will, liegt folgender Jdeengang zu Grunde. Stände p rbmT) ymn nx pan np’-n, so konnte mau nicht nur r6*an, sondern auchp als Attribut zu ymn auffassen, ^xn p würde sich danach aus ymn beziehen und nicht zurück auf nptn, es würde also nicht besagen: Der Priester nehme fort vom Widder den gekochten Bug, sondern es würde besagen : Der Priester nehme den gekochten Bug vom Widder, d. h. den gekochten Bug des Widders, diesen Theil vom Ganzen. Nach dieser Auffassung wäre es wohl denkbar, daß die ym nicht zusammen mit dem ^"x, sondern in separatem Gefäße gekocht wurde. Dieser Gedanke ist aber nun dadurch ausgeschlossen, daß bei rbwz der Artikel eliminirt ist, ,"6bq ist füglich Adverb, >xn p muß daher gleichfalls Adverb sein und sich zurück auf njpVi beziehen, es ist also hier gesagt; der Priester möge die ym wenn sie einmal gekocht ist, fortnehmen vom b'x, ym und i>'x müssen sonach zusammen im Kochgefäße sich befunden haben: r\b tean nm. Karlsburg (Siebenbürgen) Rabb. Alexander Fischer. (Noch zwei wettere hierher gehörige Aeußerungen von sehr geschätzten Gelehrten folgen in einer der nächsten Nummern. Red.) Zeitungsnachrichten und Correfpondeuzeu Deutschland. Hamburg, 28. März. Wieder Einer! Der bisherige Vorsitzende der hiesigen antisemitischen Partei hat sich als „dunkler" Ehrenmann entpuppt, mit dem nicht viel Staat zu machen ist. Der Ehrenrath der genannten Partei hatte nämlich Veranlassung, sich mit dem genannten Herrn, einem Verlagsbuchhändler E. A. Hübner zu beschäftigen, und sieht sich in Folge der stattgehabten Untersuchungen zu folgenden Erklärungen genöthigt: „Die Prüfung der gegen Herrn Hübner erhobenen Beschuldigung bezüglich Verwendung der zu folge öffentlichen Aufrufes bei ihm für die im Jahre 1892 durch die

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