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Der Israelit · 1894-04-02 · Heft 27 (2.4.1894) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
35 (1894)
Issue
Heft 27 (2.4.1894)
Date
1894-04-02
Page
– (sequence 2)
Language
German
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484 man das Schächten verbieten, auch die Schlachtweise dieser letzteren Thiere nicht mehr dulden. München, den 28. März 1894. Prof. Dr. Carl Voit. Kagaday schek Wßach. Achte Serie- II. Mainz, 1. April, erp «npon n»ar 'pia d’^oin wniaM vrw nov onsoa irnia« ’na by n"apn nosr Dir by no dw by »33 ’na!?y nDD -ww 'r6 Min nvs nar omoxi iDNjr np’i S’sn i3»na nw eanxD hm icjia D»ns»a Smi»» .nnnen Dyn „Das Peßachopfer, d as unsere Bäte r aß en z ur Z eit als die Stätte des Heiligthums bestand, welche Bewandtniß hat es damit? Es geschah deßhalb, weil der Heilige gepriesen sei Er über die Häuser unserer Väter in Mizrajim hinwegschritt; dennes istgesagt: Sprecht es aus, ein Peßach-Mahl ist es fürGott, der hinwegschritt über die Häuser der Söhne Israels in Mizrajim, indem er Mizrajim schlug und unsere Häuser rettete, da verneigte sich das Volk und warf sich nieder." Das Peßach Opfer hat unserem ganzen Feste den Namen gegeben. Durch die Gesinnung und Hingebung, welche das Volk gelegentlich der Erfüllung dieser Mtzwa bekundet hat, wurde es der Erlösung und Freiheit für würdig befunden. „Das Peßach-Lamm" heißt es im Dur Orach Chajim Cap. 430, „das unseren Vätern in Egypten zu opfern geboten war, mußte bereits am 10. Nissan beschafft werden, wie es geschrieben steht: „Am zehnten dieses Monats sollen sie sich ein Lamm nehmen für das Haus der Väter, ein Lamm für jedes Haus." Der Peßach, an welchem unsere Väür aus Mizrajim gingen, war, wie es in Seder Olam hUßt, am fünften Tage der Woche. Der 10. Tag des Monats war somit an einem Sabbat. Da nahm sich ein jeder ein Lamm für sein Peßachopfer und band es an seine Bettpfosten. Die Eghpter fragten: „Was soll das Euch?" „Wir wollen es als Peßachopfer auf Geheiß unseres Gottes schlachten", lautete die Antwort. Da knirschten sie die Zähne, weil die Israeliten ihre Götter schlachteten und sie waren nicht im Stande ihnen auch nur mit einem Worte entgegen zu treten. Wegen dieses Wunders nennt man den Sabbat: Sabbat-Hagodol, den großen Sabbat." bro — rosoa ipaarp m; rrnayn p oa’T “*arö!]nx oa^> mpi „Lasset den Götzendienst aus Händen und schließt euch den Mizwoth an, hatte Moscheh zu den Aeltesten Israels gesprochen. Daß sie die Einsicht und den Muth hatten diesem Ruf zu folgen, hat Israels Schicksal entschieden. Man kann nicht den Götzen-Jdolen der Zeit und dem Gebot Gottes zu gleicher Zeit dienen. Nur wer ihnen entsagt, kann diesem Folge leisten. Wer diese Hingebung vollziehen will, der muß sich von den Götzen der Zeit emancipiren, der muß den Muth haben, sie nach dem leuchtenden Vorbild unserer Väter, angesichts ihrer Verehrer zu binden, wenn er das große Wunder auch an sich erfahren will, deffen Gedächtniß der Name Peßach verewigt. Die Götzen, denen die alten Egypter huldigten, die Götter, denen die Kinder unserer Zeit alles hingeben, diese gerade opfert der Jude seinem Gotte. Freilich knirschten die Priester und Verehrer aller Götzen hierüber die Zähne, aber sie bekunden damit blos ihre Machtlosigkeit und die ihrer Idole. Erst wenn diese Götter überwunden sind, wird Ruhe und Frieden im Kreise der Menschen heimisch werden. Dieses tröstliche Bewußtsein veranschaulichten unsere Ahnen, indem sie das Opfer, das sie Gott mit den gefeffelten Götzen ihrer Zeit brachten, an ihre Ruhestätten banden. Die entfesselten Götter verwandeln unsere Ruhestätte in ein Pfühl voll Unruhe und Sorgen. Aber, daß unsere Lagerstätten uns wirklich Ruhe und Befriedigung bringen, dafür gibt es keine bessere Garantie, als die Feffeln, die wir den Dämonen der Genußsucht und Habsucht anlegen. Das Peßachopfer wurde geschlachtet, sein Blut an die Pfosten und die Oberschwelle gesprengt und es wurde im häuslichen Kreise verzehrt, während sich draußen die Befreiung vollzog. Das Gedächtniß dieses wunderbaren göttlichen Eingreifens in unsere Lebensgeschicke ist es, das unsere Peßach-Nacht zu einer v»nvv zu einer Nacht gestaltet, die in jedem Zug die Gotteshut und den Gottesschutz zum Ausdruck bringt, der noch heute über den jüdischen Häusern waltet. Das Beth-Hamikdasch mit der Opferstätte des Peßachopfers ist gefallen und nur noch wehmüthige Symbole auf unserem Sedertisch erinnern an das ms □’p BHpan nw pta o»Paw wniaM iw, an das Peßach-Opfer, wie es die Väter genossen, zur Zeit als das Gottcsheiligthum noch stand. — Aber wenn es einen Moment in der Flucht der Tage gibt, der dafür Zeugnitz ablegt, daß unsere Häuser Gott uns qenttet hat — b'xn i3»na nMi — so sind es die Sederabeude. Das, was uns Gott in der Stunde unserer nationalen Geburt durch Mizwas Korban-Peßach als Angebinde für den schweren Gang durch unge-

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