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Der Israelit · 1894-03-29 · Heft 26 (29.3.1894) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
35 (1894)
Issue
Heft 26 (29.3.1894)
Date
1894-03-29
Page
– (sequence 18)
Language
German
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- " ... " „4 .«V.lu.!«!.ww,» «j,».IP J.I.«JUR,i|iyji 4t 6 der brutalsten Polizeiwillkür und des blinden Fanatismus. Glaubt der Herr Verfasser wirklich, daß das mächtige deutsche Reich durch diese Unglücklichen in seinem Bestände bedroht sei und ihnen, entgegen allen Geboten der Humanität, deßhalb seine Thore beschließen müsse? U. A. w. g.r N. L. # * * Mit Freude begrüßen wir das Erscheinen des 2. Jahrganges der Zeitschrift ipinn, redigirt von Dr. I. S. Fuchs. Wien i"r>n B. Knöpfelmacher. — Im Jahre x"nn erschien das erste Heft in Paris. Es fehlte dem geehrten Herausgeber an Unterstützung und ungefähr 2 Jahre darauf wurde die Arbeit fortgesetzt. Dr. Joel Müller beschloß den ersten Jahrgang mit der Veröffentlichung der rnpiov rrcAn der Geonim (nach der Eonstanttn. Ausgabe v. i"jn). Außerdem eine Veröffentlichung einer Erklärung von ntns rbvz. Fortsetzung nach einer Aforder. Handschrift — von dem Herausgeber enthält dieses Heft einen Aussatz: Zur Geschichte der Kabbala in Deutschland von A. Epstein; Briefe des R. Gabriel Eskeles und R. Jacob Aboab über Chtja Chajim nebst Einleitung von Pr. D. Kaufmann; Dr. Harkavy: Neue Mittheilung über David Makammez. Dr. A. Kaminka: Einiges über das Leben von R. Meschullam de Vietrra und Proben seiner Poesie. Brief von Simon Sachs von L. Halberstam und Bemerkungen und Berichtigungen von A. E. und S. Pornanski. Wir empfehlen den Freunden der hebräischen Literatur und Alterthumskunde die Zeitschrift auf das Angelegentlichste. Frankfurt a. M., Adar II. L. Ph. Prins. O'INOO nsDD Zwei Trauerreden gehalten über Rabb.Salomon Spitzer von Salomon Kutna, Bez.-Rabbiner in Eisenstadt.*) E. Im Talmud Sabbat fol. 153 wird uns ein Ausspruch von Rab überliefert: o-w bv hsdho •mb dn xin xan ot>iy p ox w, wonach man aus der Trauerrede eines Menschen erkennen könne, ob der Betreffende der kommenden Welt theilhaftig sei oder nicht. — Da alle Trauerreden das Lob derjenigen zum Gegenstände haben, denen sie gelten, so dürfte es schwierig sein aus der Trauerrede den Antheil des Verstorbenen am künftigen Leben *) Da8 Erträgniß ist den Armen vom Oesterreich-Ungarn in a"3in ü’^n’ p"ny als Beitrag zur Anschaffung von niSJD für ryan novn;n gewidmet. festzustellen, eine Schwierigkeit, welche wohl Rascht zur Stelle veranlaßt hat, das in Rede stehende Kriterium nicht in der Trauerrede selbst, sondern in ihrer Wirkung auf die Zuhörer zu erblicken. Die zwei vorliegenden Trauerreden legen den Gedanken nah, ob jenes Wort der Weisen sich vielleicht n i ch t auf denjenigen bezieht, dem die Trauerrede gilt, sondern auf denjenigen, der sie hält. Um einen uns entrissenen Großen würdig feiern zu können, muß man selber zu jenen Großen zählen, muß man Geist von ihrem Geiste sein, muß man einen Zug der Seelengröße selber besitzen, um die zu Feiernden zu erfassen und entsprechend darzustellen zu können, daß auch der großen Menge das Bewußtsein von dem Verluste lebendig wird, den sie erlitten hat, wenn ihr der Herr über Leben und Tod ihre Führer und Meister hinwegntmmt. Gewöhnliche Weltkinder, Kinder dieser Welt erkennt man ioyaa, 1013a, lroa, wenn sie Geld oder ihre Besonnenheit im Rausche des Trunks oder Zornes etngebüßt haben, große Seelen, edle Charaktere bekunden ihre Zugehörigkeit zur besseren, künftigen Welt, durch die Art und Weise, wie sie den Verlust ihrer Wahlverwandten empfinden und wie sie ihn in Worte kleiden. Es ist nicht die geistvolle Erklärung schwieririger Aussprüche unserer Weisen, ihre sinnige Verwebung mit dem Gegenstände dieser Reden, es ist nicht die klassische Handhabung der heiligen Sprache, was diesen Reden einen so genialen Zug verleiht, sondern es ist etwas, das Leute, die nicht auf der geistigen, sittlichen Höhe des Redners stehen nur ahnend empfinden, ohne es in präcise Worte fassen zu können. — Der Form nach repräsentiren die Reden, alten Wein in neuen Flaschen, alte, unverfälschte rmx in moderner, rethorischer Ausdrucksweise, die oft an die Vorträge -"21 -nyin in seinem note ppTi erinnern. — Sie sind würdig des Mannes, den sie feiern wollen, und von dem Strahlenglanze, mit welchem sie das Gedächtntß des Gefeierten verherrlichen, fällt ein verklärender Schimmer auf denjenigen zurück, der den großen Heimgegangenen so trefflich gefeiert hat. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen Deutschland. Berlin. Die „Voss. Zig." erklärt, in der Lage zu sein, mitzutheilen, daß der von den Abgg. Dr. König, Liebermann v. Sonnenberg und Gen. im Reichstage eingebrachte Antrag, „die Bundesregierungen zu ersuchen, einen Gesetzentwurf vorzulegen, wonach bei allen gerichtlichen Vereidigungen Parteien, Zeugen und Sachverständigen die konfessionelle Eidesformel wieder eingeführt wird," auf

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