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Der Israelit · 1894-03-08 · Heft 20 (8.3.1894) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
35 (1894)
Issue
Heft 20 (8.3.1894)
Date
1894-03-08
Page
– (sequence 3)
Language
German
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353 der das Wesen jener Männer auch nur in etwas kennt, daß um der Paar Mark willen, die Ben Jehuda ihnen angeblich entriß, die Greise des Beth-Dins zu Jerusalem zu Mördern werden könnten? Und ist es andererseits anzunehmen, daß vernünftige, rechtlich denkende Männer derartigen Einflüsterungen auch nur für einen Augenblick Raum geben könnten, wenn nicht durch den traurigen Streit ihr Blick für diese Verhältnisse getrübt wäre? Und warum der Streit? Keiner von allen denjenigen, die die Situation in Palästina kennen, wird in der Chaluka das Ideal eines Gesellschaftszustandes erblicken; aber keiner auch — und darin unterscheiden sie sich von der blinden Zerstörungswuth der Zionisten — wird die Sanirung dieser Zustände früher als durch mehrere Generationen erwarten, keiner wird der augenblicklichen Suspendirung der Chaluka das Wort reden, durch die Tausende von Erwerbslosen dem Hungertode preisgegeben würden. So geringfügig sind also die Uranfänge der Divergenz zwischen den beiden Seiten, daß sie kaum erkennbar sind, und dennoch hat sie im Laufe der Zeit so verhängnißvolle Folgen zeitigen können! Möchte daraus das Bestreben den Weg zur Verständigung zu finden — eine wahrlich nicht zu schwere Aufgabe — sich ergeben; dann wäre der gezahlte Preis, wie hoch er auch ist, doch nimmer zu hoch! Eine tatmudischgrammalische Wese. Sehr geehrter Herr Redakteur! Der Anregung meines lieben Studiengenossen, des Herrn Dr. Hirschfeld, folgend, habe ich Folgendes zu bemerken. Ich bin seit längerer Zeit (vgl. meine Schrift: Die Quellen der Halachah. 1890. Berlin) mit der Herausgabe des 8itr6 sutta beschäftigt, des eigentlichen 21 m xjh zu Numeri, der sich ja bekanntlich an Alter den ältesten Schriften der talmudischen Litteratur an die Seile stellt. Er ist die Parallele zum hbd zu n3ne3. Gestatten Sie mir aus meinem Texte das zur gen. Stelle gehörige hierher zu fitzen. (Zu vergleichen ist das Cttat aus dem 8itrtz sutla im Jalkut.) In meinem Manuscript heißt es: ^xnp .np^ty xnrw r£tca ynn nx p3n np^i .■6d ppff'ty yxn nonV Es ist wahrscheinlich, daß wir auch im Sifrö statt na'te zu lesen haben: nppo. Dieser Fehler wäre dann auch überall dahin übergegangen, wo der Sifrö cittrt wird. Im Jalkut findet sich dieser Schreibfehler auch im Cttate aus „Sifre sutta". Gestatten Sie mir noch, die beiden Anmerkungen hier zu fixiren, die ich in meiner *) Vgl. Nr. 17. Bearbeitung des S. s. gebe. Zu npi^ bemerke ich: r->r.nunv X'3v u m pp .(Tun) dti i"d ^>tr>T3 ('1 o) vavry nw ''in ."oi teno *np pftrn xnn nnsi ]pbw ix m :;yd tu 'diht rsn qv crrui pno jnnjwxn me rnm .’xno nnv Vwa xiriff mrüff nm prui' oirn3 dj '»yi .'xnv -inr ma'n '2 rryui xn xnttaff xnnr imd dkg oip^'3 pp^n . »"aa uudp xm» 103 ^"bt nsDn nnn v,y neD3 .Toty nm;xoi nx pbty'tf öip^n Vy3 m 3n3 nun 333 xnnte' myi Zur zweiten obigen Deutung bemerke ich: "y) ]iyor nn "3’^>x Ntm aipt>’3 oj n*3 'oim '"^na av "yi : n"n X3im ('nvll3 □y ynn nb Iwsd nnm nb inno yoffo 1 3 pbtrv n^j inriD nnm 1^13 ^x.n nx pbqd nm n3D >xn ^xn nx np-tp inya 3"x .iVoT pbw'V b"b7\ (p"n3) b't*n p (mnej) x'nv3 ny nvr n^ir»3i .n^'^3 ynn rrn xn nsm .nnx nnnp3 1^3 uta3’ff mm "v pi .p*m :(u nu) x"'.n '"b tu 'tpn’3 "y n»iy Wie aus np£» ein nvHv werden kann, ist leicht einzusehen. Es wäre mir lieb, auch über das von mir oben Vorgebrachte die Ansicht der Fachmänner zu hören, da ich zu yysn nDs das 1. Heft erscheinen lassen will. Hochachtungsvoll Dr. B. KoentgSverger, Rabb. z. Z. Breslau, p"E& m nu c?p» *d n ov^ tx Zeitungsnachrichten «ud Correspondenzen Deutschland. Mainz, 5. März. Die in Jerusalem erscheinende hebräische Zeitung „Habazeleth" veröffentlicht in ihrer Nummer vom 16. Februar ein ausführliches Schreiben des Oberrabbtners von Alexandrien, Rabbi Elia Ch asan "j, worin derselbe den Vorstand der dortigen jüdischen Gemeinde wegen der schweren Vorwürfe bezüglich der veranlaßten Zurückweisung russischer Auswanderer energisch in Schutz nimmt. Der Brief schildert zunächst in beredter Weise, wie bewundernswerth viel die Gemeinde Alexandrien seit 1891 wiederholt und unter den schwierigsten Verhältnissen für die armen russischen Flüchtlinge gethan habe. Dabei hatte die Gemeinde in den jüngsten Jahren für die Verfolgten auf Korfu, für die Abgebrannten in Salontcht, für die durch Erdbeben in Griechenland Geschädigten zu sorgen und wurden für diese dringend nothwendigen Zwecke namhafte Summen verwendet. Das jüdische Proletariat in Alexandrien selbst zählt 3000 Familien, von welchen 5000 Seelen — darunter viele Einwanderer aus Europa — aus Gemeindemitteln regelmäßig unterstützt werden. Den Vorfall nun, der so viel Staub aufgewirbelt hat und seine Gemeinde den gehässigsten Angriffen aus-

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