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Der Israelit · 1894-02-26 · Heft 17 (26.2.1894) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
35 (1894)
Issue
Heft 17 (26.2.1894)
Date
1894-02-26
Page
– (sequence 10)
Language
German
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300 tieo" die Religion der Zukunft in dem Pentateuch näher nachzuweisen. Er kam dabei auf die Idee, für die allgemeine Weltreligion die zwei ersten Bücher, das zweite Buch bis zum 24. Capitel, und das fünfte Buch, für die israelitische Familie aber den übrigen Theil des zweiten Buches, das dritte und das vierte Buch des Pentateuchs als Lehrinhalt zu bezeichnen. Soweit hätten wir den Anfang und das Ende der schriftstellerischen Studien Mortara's sktzzirt; bevor wir seine weitere Thätigkeit im Studirzimmer darstellen, wollen wir ihn noch in seiner Wirksamkeit für die Gemeinde und ihre religiösen Institutionen kennen lernen. Eine tatmudisch-grammatische Wese. Ueber den von einem Nasiräer nach Ablauf der Zeit seiner Enthaltung als Opfer darzubringenden Widder lautet die Vorschrift (IV Mos. 6.19.): nnx nso r6m!?>xi p rbwz jnn nx ]i2i np^i >r6:inn mx Tun *B2 by p3i in* ns» p’pn tai p .n?3 nx Grammatisch schwierig ist hier das Wort: 1^2, welches, da es nicht durch den Artikel bestimmt ist, nicht als Adjektiv zu ynri, sondern als Prädikat*) gefaßt werden muß: Und der Priester nehme den Bug, als gekocht, vom Widder. Darauf beruht die Boraitha, welche den Grundsatz von 1x02 ix d'pp3 iD'x entwickelt (Chulin 98au.d): t>2 p"3 DWD b‘3'1 12X X2X 12 X"1 '21 12X p1!k' '21 12 ^X12S> '1 1'3DP 12X '22 11112V PID'X 01V2 b"2 yani» yx 'dx YX '2.1 p 12'X nnx '21 jnio *bn rvnoi? nb Di’3ttn 72 11112» ynv'x bi pw2 r&BQ x'3ii ui nbvj ymn nx p2i np^>i 2tdi nbv3 ^tCGW» X^X 1^2 l’X 121X '"2»1 12'^» N1 2 3?« rfrBG px 1111 11 *]ino d"d i^> ^>»22 i?'x '112 jrm ^’xn ny XO'X rvjn 'xi I^r -)ni2 1111 il i»2v O"21 iV i>»22 $>»22 1»X '112 D"2 11’2 nb ^22 11.11 ib *J.in2 p"21 .121 nb bvin ninx 111P2 O"21 nt> Der gerade, beim ersten Blick sich darbtetende Sinn des Satzes ist: Und es nehme der Priester den Bug gekocht vom Widders, d. h. der Bug koche zusammen mit dem Widder und dann trenne ihn der Priester vom Rumpfe, eine Auffassung die (nach dem X2p tuv'b) in '"201 vertreten ist. Schwerer erklärlich ist die entgegengesetzte Ansicht des p"i, wonach der Bug erst nach feiner Abtrennung vom Widder, und zwar als ungeteiltes Ganzes für sich gekocht werden solle (Raschi 1^22 12>V» pyiorxi ni2'in^ 12112 irxi). Von welchem Gesichtspunkte aus betrachtet der p"i das Wort rbvn in seinem 1) Siehe Jbn Esra zu dieser Stelle : 11»2 X'H. 2) Siehe Raschi zur Stelle. 3) Vgl. den Versuch einer diesbezüglichen Erklärung bei S. R- Hirsch in seinem Pentateuchkommentar. Prinzip: iv'i>» x^>x.1^2 px?^) Raschi gesteht hierzu: ywb ii'X2 Bnsru xV. Die niDDin ’by2 versuchen hier Klärung zu bringen und bemerken: »1213 r^r'il O123ip2 "O .112'^ x^x 1^2 1'X 1"2^ .1^ ^»»2 122 1^»2 y2»21 »15b ."1X131 \\wb 1I'X2 .X'l» 122 121^2 1^> W'W 122 X"1 p’B21 1»131 Was hcißt dies: Inwieweit ist durch Setzung zweier Punkten in b utu i von 1^2 eine Begründung der Auffassung des p"i gegeben^ Allein der Sinn scheint folgender: Der p"n verlangt, daß der yin als in sich unzerftückt, ganz, und zwar nachdem er vom ^'x abgeschnitten, gekocht werde (nach dem X2p xj^ mit dem ^'x zusammen in einem, nach dem X112 X3^ in einem besonder» Topfe). Diese Auffassung des p"n scheinen nun die Tosafisten durch ihre im Sinne des p"n gegebene Erklärung von i>»2 als ni? stützen zu wollen. als Imperativ weist auf die erst später zu übende Thätigkeit des Kochens hin, und in mit der oppositionellen Hinzufügung von xnttf 122 12-62 nb »’» 122 drückt sich zugleich das Gebot aus, daß der yni als Ganzes für sich, in seinem vollen Zustande, in welchem er sich roh noch zur Zeit seines Anhafrens an dem Rumpfe befunden, also so wie er ist, gekocht werde. ') Der p*r1 saßt danach den Vers folgendergestalt: . 6'xi p Y>»2 piir.i ix ]i2i np?i Und es nehme der Priester den Bug — koche ihn dann, so, wie er ist, — vom Widder. Darum erklärten die,112211 >6y2 das Wort r6»2 nicht einfacher durch n7weil hier eine nachdrückliche Betonung des 126» durch das blos angehängte Suff-x nicht vorhanden ist, wie durch Dazu sei hier noch der 2''i 1111 zu dieser Stelle erwähnt, der auf Grund dieser von den'dp2 niBDin gegebenen Erklärung die Auffassung des '"2«-i darlegt. Er sagt: '112 'X H'2 p’J/2V N> Xlpl XL3ttfD21 1X13 p bV 1^2 plll 1 IX s121 Ipbl 2TI2 >21 ixi> X 1^> ^l72v ^"X p zliiii ip'^ 'ixi 2'i2 S’xi p i"xi cdy ibll X'211 Xipi X»'12 '2'121 D'»D21 |2 ’plÖX^ ^>'X1 'Xp ^’XI )2X iXb lVe>21 '21 1121 ^>2.1 p 11X 1S2 1331'1 n^D2 X’1^2 131p'L7 t3 p!v^x^ >xp Ip^ix .1'1 X'1ly2 sbl 1131 'E>2 Hier also stellt sich der G.'gensatz der Auffassung des 'xii' p pj/op '21 zu der des p"i in der tososistischen Beleuchtung dar) ^122 im Gegensatz 1 zu ^#2, in x'1^2 x^i im Gegensatz zu i^> ww 122 § X'lff 122 121^2. Ostr 0 w 0, Adar I 5654. Dr. Leo Hirschfeld, _ cand. rabb. 4) Vgl. hierzu Jebimoth 22 b: i'iy \»y i> px, siehe die Lesarteu im Aruch.

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