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Der Israelit · 1894-01-11 · Heft 4 (11.1.1894) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
35 (1894)
Issue
Heft 4 (11.1.1894)
Date
1894-01-11
Page
– (sequence 11)
Language
German
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.^»jit.v->$7T^»r;.’3cpy9 •uywf* ■■' kjj. »i*ji*--5 51 geben wird, wird uns auch durch den Satz -pdp rann «rin nx die Regel von rav "in*y gegeben, d. h. durch das Schaltjahr die Mondjahre mit den Sonnenjahren auszugleichen. Wenn also die h. Schrift im II. B. M., Cap. 12, V. 41 von 430 Mondjahren spricht, so kann sie nur solche incl. der Schaltjahre nach jüd. Kalendersystem verstanden haben. Die alte Schwierigkeit wäre demnach durch die neue Lösung nicht beseitigt." Ich dächte doch, wenn ihr sonst nichts entgegensteht. — Bis zur Proklamirung von n'np niLv gab's keine Mondjahre und somit auch kein nw -pTy. Herr M. räumt ja selbst ein, daß diese Einrichtung sich auf das Wort a'axn arm nx -pb» stützt. Die 418 Sonnenjahre, die bis zu nx’sr □nsD verflossen waren, repräsentiren eine Zahl von Tagen, die 430 Mondjahren entspricht. Aber es gab bis dahin keine Mondjahre und noch viel weniger war ein na'y njp denkbar. Man brauchte ja bis dahin noch ferne Vorkehrungen zu treffen, z. B. ubd ncDn xm^; Pesach ex'stirte ja noch nichts Herr Fuchs wirft noch drei Fragen auf, die er aber selbst beantwortet und die uns noch weniger geeignet scheinen, die Scknerb'sche Erklärung zu erschüttern. — Wir beschränken uns daher auf das Bisherige und bedauern, wegen der Weitläufigkeit der einzelnen Bemerkungen der Redaction deren vollständigen Abdruck und Entgegnung nicht zumuthen zu können. Literarische Aotiz. Zu Defsauer s Rafchi-Ueberfetzrrng. Als ich vor einigen Jahren — wenn ich nicht irre, auf Grund einer Besprechung in diesen Blättern — die damals neuerschrenene verbesserte Rascht- Uebersetzung von D flauer kaufte, fand ich mich bei nur obeiflächlichem Emb ick in das Buch sehr enttäuscht und von den Gründen dieser Enttäuschung möchte ich anläßlich der Anzerge der jüngster schtenenen Auflage (in Nr. 94 des Israelit) einige auf's Geratewohl herausgreifen, die Sie vielleicht zu Nutz und Frommen Ihres gesch. Leserkreises verwerten können. — Ein Werk wie das vorliegende zu übersetzen, ist — das wird Niemand leugnen — keine leichte Aufgabe; aber es gibt doch gewisse Anforderungen, die man an jeden Uebersetzer stellen darf, und zu diesen elementarsten Forderungen gehört mindestens ein solcher Grad von Deutlichkeit, daß der Leser durch die Uebertragung ein Bild von dem Inhalt des Originals bekommt. Ist dies der Fall, wenn I, 20, 12 von einem „noachidischeu Sohn" die Rede ist? Ist dies der Fall, wenn IV, 30, 10 yxiaun p hjd^x mit „verehelichte Wittwe" übersetzt ist? Was soll stch der Leser dabei denken? Was soll man aber gar von einer Uebersetzung batten, wenn sie darauf hinzuweisen scheint, daß der Uebersetzer elementare terrnini technici des Originals nicht versteht? Oder hat etwa Herr D. gewußt, daß noDim bp ist und zur Bezeichnung der Schlußformel a majori ad minus und umgekehrt dient und trotzdem IV, 12, 14 pn p xn^ p u. s. w. übersetzt: „es genügt, wenn das Urtheil so gefällt wird, wie das, woraus es gefolgert wird?" Auch auS der Uebersetzung: „Dem U nbek an n ten Geraubtes" für njn gewinnt man nicht gerade den Eindruck, als besäße der Uebersetzer allzugroße Sachkenntniß. — Wenn er IV, 22, 32 schreibt: „irr hat noch eine andere Leseart", wo Rascht eine neue Erklärung mit xrmx xj«r^> etnführt, und wenn es ferner IV. 27 2 heißt: „Es muß versetzt lauten ntPD ’js&i “iry^N '&b, Aba Chanan meint, es steht ganz in Ordnung", so kann man unmöglich ohne Weiteres an das denken, was Rascht gemeint und gesagt hat. — Das Beste leistet indeß Herr D., soweit ich zu lesen Gelegenheit hatte, in der Uebersetzung von IV, 13, 30. Dort bemerkt Rascht am Schluß der Erklärung zu Dm :mw pntc6 nxnn mx \n *pn p D"'«? Dr6 *idix D«rx d. h. „So pflegt man eine Gesellschaft von Menschen zum Schweigen zu bringen, wenn man ihnen „St!" zuruft." Herrn D. ist dies nicht gelehrt genug, er bemüht sich einen tieferen Smn zu finden uud ist so glücklich in d"'«p eine Abbreviatur für aiv dvp zu entdecken, sodaß er übersetzt: „Wenn man ihnen einen Feiertag ankündtgt." — Den Sinn der so interpretirten Raschistelle möge mir ein Gelehrterer erklären, mir ist es trotz eifrigsten Bemühens nicht gelungen, denselben zu ergründen. Wie bereits bemerkt, basiren meine Bemänglungen auf der Ausgabe von 1887 und kann ich, oine die neue gesehen zu haben, nicht unbedingt bestreiten, „daß das Buch ein lieber, teurer Freund genannt und herzllchst willkommen geheißen zu werden" verdient, w:e es in der Anzeige heißt. Allein selbst wenn der Herausgeber die neue Auflage wesentlich verbessert hat. dürfte man nicht allzuviel sich von derselben versprechen. Durch den zuletzt erwähnten Fehler, der weder Flüchtigkeits- Versehen noch Druckfehler sein kann, hat er stch den Anspruch auf den Namen eines guten Ü bersetzers selbst verscherzt, hat er sich die Fähigkeit zu einer solchen Arbeit ein für allemal abgesprochen. Herrn Deffauer gebührt unbestreitbar das Verdienst, zuerst den Versuch gemacht zu haben, dem großen, das Hebräische nicht verstehenden Publikum unsrer Zeit den Raschi-Commentar näher zu bringen und ihm die Verbreitung in jüdischen Kreisen wiederzuerrtngen, die ihm infolge seiner, außeror-

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