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Der Israelit · 1893-12-21 · Heft 101 (21.12.1893) · page 22

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Journal
Der Israelit
Volume
34 (1893)
Issue
Heft 101 (21.12.1893)
Date
1893-12-21
Page
– (sequence 22)
Language
German
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1928 der Tora am Neujahr und Versöhnungstag statt, wo der Bedeutung dieser Tage entsprechend dies in langsamer, feierlicher Weise yorgetragen wird. Am Vorabend des neunten Aw, welcher Tag der Erinnerung an die Zerstörung des Heiligtums in Jerusalem gewidmet ist, wird htm, das Buch der Thränen, in ergreifender, elegischer Weise halblaut vor getragen, und werden nur die Verse, in welchen der Prophet die Hoffnung auf bessere Zustände und auf die schliessliche Wiedervereinigung Israels mit Gott darstellt, lauter und kräftiger vom Vortragenden betont. Die fünfte Vortragsweise ist die des Buches Ester am Vorabend und Morgen des Purimfestes; sie geschieht in rascher und froher Weise, der Bedeutung des der Freude gewidmeten Tages gemäss, aber immer mit Berücksichtigung der Tonzeichen. Seit wann diese seit Jahrhunderten gebräuchliche Sangweise eingeführt, und wer ihr Erfinder ist, ist uns unbekannt. X Einiges über die Tonzeichen einzelner Worte Wenn nach einem langen Vokal ein mi steht, so muss derselbe den Ton haben, damit er wegen des BPn nicht zu schnell gelesen werde und dadurch von seiner Kraft einbüsse. Daraus erklärt sich, warum den Ton hat, obgleich es nach der früher angegebenen Regel über den kurzen Vokal mit dem Dehnungsbuchstaben yiyo sein müsste. Das Wort nab findet man bybn und yi^o. Wenn es ein but hat, so muss es, entsprechend dem Worte rbtt, ebenso wie dieses b'y$D sein; wird es aber ohne «rn gelesen, so ist es y*^o. Letzteres findet nur statt, wenn es vor einem mit einem Gutturalbuchstaben beginnenden Worte steht Gen. 12, 18 'b min xb N2^> ist bybü, aber das V. 19 vorkommende n~)DX Hüb ist wegen des darauf folgenden x yiVo. Exod 5, 22 finden sich beide in einem Satze mjnn r\üb ’:nr6tP rn nuv nn Dy^ das erste y-fco, das zweite ib. 32, 11 nc6 weil es vor dem in der Aussprache mit x beginnenden Namen Gottes steht, V. 12 aber HPX1 nai Das Wort ist aus HD mit dem b vorher gebildet, und dies führt uns darauf, die Regel über dessen 3 Formen anzugeben. HD wird vor ein Wort gesetzt, welches mit x oder n anfängt, wie Exod. 3, 13 "IPX NP, Kön. II. 20, 14 npx DP, Ex. 18, 14 "imn np, Num. 13, 9 nxn not Jes. 38, 15 "NP Vor einem Worte, welches mit einem y oder n beginnt, steht np, wie Gen. 4, 10 Dp DW Exod. 32, 21 npy Dp, Kön. I. 18, 9 Np, T)Klon, Deut. 29, 23 'NN Np, Auch vor das zuweilen den Charakter eines Gutturalbuchstaben hat, finden wir nio, wie Ps. 104, 24 im Np, Kön. II. 20, 15 im HP, Gen. 20, 10 rvm Np. Als Ausnahme ist anzuführen Gen. 31, 31 Tixton np, Num. 13, 18 Xin Np, wo trotz dem darauf folgenden n und n dennoch Np steht. Als Gegensatz findet sich Sam. I. 15, 14 blp npi, ferner ib. 1, 8 3 mal in einem Vers die unregelmässige Form npb-1) Wird vor na ein 3 gesetzt, so heisst es Np2, wie Exod. 33, 16 inv NP31, Sam. I. 23, 4 nmn'1 nppi, Ps. 119, d nor np2, aber vor dem x Gen. 15, 8 ynx NPZ, Sam. II. 21, 3 1S3X NP31. Steht ein 3 vorher, so heisst 68 NPZ, wie Gen. 47, 8 »w na3, Ps. 119, 84 'v' nv3, Kön. I. 22, 16 steht jedoch NP2' Das Wort mit hinzugefügtem n ist nach der Regel, die z. B. bei dem Worte nspx gegeben ward, ^y^o. N3X und X3X sind bald by'po, bald v~)bo, letzteres grösstenteils, wenn ein Guttural-Buchstabe darauf folgt; so ist Ps. 139, 6 -j^x njx wegen des darnach stehenden x y-6c, das darauf folgende 7JS0 nJxi aber bybo. Ib. 118, 25 sind beide xjx wegen des darauf folgenden göttlichen Namens jnbo. Ebenso Deut. 1, 28 urux nix ) und Exod, 32, 31 xvn xjx sind beide yibs; eine Ausnahme bildet jedoch Gen. 50, 17 xj r>w xjx, wo dasselbe 2 Tonzeichen hat und demgemäss jnto gelesen wird. '32X, NNX und NNL sind jt6d. aber bei 'jnx und S"D stets ^>'yVv, wie Gen. 4, 9; Exod. 3, 11 sogar bei p"i; Gen. 24, 34; ib. 30, 1, Bei nnx finden wir es Gen. 27, 32 NNX V2, Jer. 17, 14 nnx 'NvNN O, Kön. I. 21, 19 nnX"D3/ Gen. 31, 44 nnxi PX. Für nny lassen sich anführen Kön. I. 14, 14 nny^cp noi» Gen. 46, 34 nniriyv X In der Miscknah Traktat nS'V K. 2, 6 und O'HSS 3, 12 kommt vor HdS“, wozu berne^t wird, dass es nö^ gelesen wird. Der Unterschied ist, dass während 712^ „warum“ heisst, dieses TlftS bedeutet: ,,zu welchem Zweck“ oder „in welcher Bedeutung“. 2) Hach einer Massora-Hotiz ist nur dieses 713N und Ps. 139, 6 '„—iSo. alle übrigen aber S'V’Sd.

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