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Der Israelit · 1893-12-07 · Heft 97 (7.12.1893) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
34 (1893)
Issue
Heft 97 (7.12.1893)
Date
1893-12-07
Page
– (sequence 3)
Language
German
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1837 Israels Sammlung ist Gott. In dieser wunderbaren Sammlung ruht der Ankergrund aller jüdischen Hoffnung. Diejenigen, welche diesen Lichtring, den Gott um die Seinen gezogen, muthwillig verlassen, weil sie außerhalb desselben die Güter der Erde, den Beifall und die Ehre der Menschen leichter erjagen zu können hoffen, sind der Schande, sind dem Schicksal alles Irdischen verfallen, denn sie haben den Quell ihres Lebens, sie haben Gott verlassen. '3 13N3' pK3 ’HD' W2' 1'3NP bo 'D mpö (.p n itdt) -n m crn ll'v mpo i3iy Diejenigen, welche den Spuren des jüdischen Gotteslichtes treu bleiben, brauchen nur auf diese Lichter zu schauen, um die Huldigung Gottes in der treuen Brust und das Auge für die göttliche Wunderhilfe zu wecken, wie sie sich nicht nur mw □nn vollzogen, sondern auch wie sie sich rnn pn noch vollzieht und in aller Zukunft sich vollziehen wird. Für die von dem Ltchtring Umschlossenen verliert der Feuerkreis alles Wunderbare, mit dem einst Gott sein Volk umgibt, wenn er der Mittelpunkt seines ganzen Strebens geworden sein wird. Werden wir in dem treuen Verharren innerhalb des Kreises erst unsere ganze Ehre erblicken, dann wird diese Verehrung Gottes, die uns heute so vielfachen Hohn und Verkennung einbringt, uns auch die Ehre sichern, welche die Abtrünnigen erfolglos draußen suchen, »x noin 'n dm r6 rvnx »jm roina rrrw nasto 3’3D (Secharja II. 9.) Dieses Licht trägt daher wie kaum eine andere Veranstaltung den Charakter des Heiligen, Göttlichen an sich, dem es entstammt und den es bekundet. Wie es von dem Tempellicht heißt: nny ^jop’3 mw nmcmv D^y >x3^> «’n, so ist vielleicht noch in höherem Grade, das Chanukalicht Zeuge und Bürge für das Walten der Herrlichkeit Gottes über Israel. Diesen göttlichen Ursprung und Hinweis, den das Chanuktalicht hinausstrahlt, sprechen wir in der Beracha aus. in der wir geradezu das Chanukkalicht auf ein Gebot Gottes zurückführen — w vniXD3 wip -iffN — obwohl es doch unsere Weisen sind, die es uns in die Hand geben. Wenn irgendwo, so zeigt sich's an diesem Lichte, yipTi yys pzn yp»m no bo, daß jeder Lichtstrahl des D'D3n pv pw, welches die Weisheit unserer Weisen ausstrahlt, dem Gotteslichte entflossen ist, das schirmend und segnend über sein Volk leuchtet. Daß Gottes Allmacht uns allezeit mit ihrem liebenden Erbarmen nahe ist, das ist's, was uns aus diesem Licht entgegenleuchtet. w *n An ihnen entzündet sich das unerschütterliche Vertrauen, auf Gottes wunderbares Walten, dem keine Nacht zu dunkel ist, um sie mit seinem Lichte zu erleuchten, dem keine Macht zu groß, dem keine Minderheit zu schwach ist, um seine Ziele zu erreichen. Wer mit diesem Licht diese Gesinnung in seiner Brust, in seinem nächsten häuslichen Kreise belebt, dessen Kinder werden einst im Glanze dieses Gottesltchtes der Thora glänzen, ynn 233 ^»nn D’ddpi ’TD^n o’33 n>^> Es ist dies das höchste Glück, dessen Eltern theilhaft werden können, weil e8 weit über die Spanne Zeit hinaus reicht, die den Eltern bet ihren Kindern zu sein vergönnt ist. Jahrtausende haben die Feinde dieses Lichts alle Mittel aufgeboten, es zu erlöschen, es war umsonst. Nicht einmal seine gerade zum Himmel emporsteigende Richtung vermochten sie zu ändern. Die Pflege dieses Lichts in seinen verschiedenen Ausstrahlungen verlangt schwere materielle Opfer. Das Licht des Sabbat, will für die irdische Ruhe und den himmlischen Frieden, den es gibt, Berzichtleistung auf den Erwerb aller materiellen Güter und verlangt somit eine empfindliche Einbuße unseres Besitzes. Die Erhaltung des ungettübt reinen Seelenlichtes verlangt Verzicht aus jeden sinnlichen Genuß, der geeignet ist, seine Klarheit zu gefährden. Es mahnt und beschwört seine Träger: rftx ^33 woan btt Verunreinigt euch nicht an allem dem, an dem andere ihre Lauterkeit eingebüßt haben, die dadurch keinen Bestand vor Gott hatten. Die hingebende Wartung dieses Lichtes scheint somit den Vollbesitz der Lebensgüter auszuschließen. Dieses Licht und seine Pflege stehen in feindlichem Gegensatz zu dem Segen an materiellen Gütern. Und doch ist dieser Gegensatz nur ein scheinbarer. Derselbe Gott, der den Sabbat mit seiner Heiligkeit ausgestattet hat, hat ihn auch mit seinem Segen bedacht, hat denen, welche seine Heiligkeit gewissenhaft beachten, einen irdischen Segen ohne Grenzen zugesagt. Die Versagung einer Reihe von Lebensgenüssen hat denjenigen, die sie üben, die Lebenskraft nicht nur nicht verkümmert, sondern erhöht, miyrw unp uruw Hem uro non Während jene, welche die Freuden des Lebens mit vollen Zügen schlürfen, sanken und fielen, sind wir aufrecht geblieben und haben alle Zeiten überdauert. Ganze Fluthen haben sich gegen das 'unscheinbare Gotteslicht und seine Priester herangewälzt, um sie zu überfluthen, es gelang ihnen nicht. Das Licht hat sich stärker als sie erwiesen. «Mächtige Wasser vermögen die Liebe nicht zu verlöschen und Ströme sie nicht fortzuschwemmen." Während sonst das Wasser das Feuer bewältigt, verzehrt jenes himmlische Feuer die Waffermassen. nmtcn rfaix m v .(3-y to xcr) rpr6 nfywwN o'onnxi swut^ih Diese Unverwüstlichkeit, diese durchdauernde alles bewältigende Feuerkraft des himmlichen GotteslichteS geht auf seine treuen Träger über. Müssen

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