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Der Israelit · 1893-11-16 · Heft 91 (16.11.1893) · page 22

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Journal
Der Israelit
Volume
34 (1893)
Issue
Heft 91 (16.11.1893)
Date
1893-11-16
Page
– (sequence 22)
Language
German
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verbindenden Bedeutung. Selbtverständlich bleiben die Regeln über und jrfro davon unberührt, da die Bildung der Wortform ganz denselben Regeln gehorcht, wie die Worte in den anderen Büchern der heiligen Schrift. Dass aber diese 3 Bücher überhaupt in ihren Tonzeichen abweichen, hat seinen Grund in der aus dem poetischen Inhalt entspringenden Kürze der meisten darin enthaltenen Verse.4) Wir können diesen Unterschied am besten wahrnehmen, wenn wir die zwei Werke eines und desselben Verfassers betrachten, wir meinen damit ^ts>c und r6np, Beide lehren uns die Weisheit, welche aus der Betrachtung der Welt, der Menschen, des Gesetzes resultiert. Der Unterschied zwischen ihnen ist aber der, dass wir im Buch nbnp an der Hand und unter der Leitung des Weisen die Erlebnisse gleichsam mit erleben und demgemäss auch an den von ihm daraus gefolgerten Schlüssen teilnehmen. In wird uns die Weisheit ohne jegliche weitere Betrachtung und Begründung in kurzen, kernigen Sprüchen vorgeführt; es sind nur Urteile, Befehle und Verbote, die ausgesprochen werden, die dem Munde des mit göttlicher Weisheit begabten Königs entströmen. Während daher in ersterem meist lange Sätze und Selbstgespräche Vorkommen, sind die Verse des andren fast durchweg nur kurz gefasste Sentenzen. Wir können die Richtigkeit dieses Unterschiedes auch im Buche Ijob erkennen. Während im Anfänge bis zu Kap. 3, 2, sowie am Ende von Kap. 42, 7 an der Inhalt nur erzählende Prosa ist, und demgemäss auch die gewöhnlichen Tonzeichen Vorkommen, finden wir erst da, wo die Klagen des Ijob beginnen, und die poetische Form der Rede eintritt, die den 3 Büchern eigentümlichen. Der Unterschied zwischen D’p'SDD und DTntwa findet sich auch hier, und führen wir die ersteren auch gruppenweise vor. Wir haben die Aufzählung zu Grunde gelegt, wie sie im Werke nnj’o zur Einleitung in die Psalmen vorkommt, die Heidenheim dem von ihm in kleinem Format herausgegebenen Buche O'Vnn vorausschickt, und welche Beer in seinem mit grossem Fleisse gearbeiteten Gebetbuche vor den am Ende desselben befindlichen Psalmen anführt. Die Namen und Formen der trennenden Tonzeichen sind folgende: 1) pi^D »der piDB piD, 2) ■nn, 3) ,vnnjnN. o jtöt, 5) im 6) jrm J A 4) Siehe Vorrede zum Werke'!£• flWO auf die Psalmen: ST p >"T n'aytan unsra -pS wiLv tnb' Sbs n'itip cpcs i«a '5 B’yj. Ferner ST=S >T:p2 Seite 147 b.: E'TSp BVJlBS ETE* 'B7 ETÖyiM B'j‘B'3 L.T). )op\ 7) VTÜD yoi, 8) rbuhuf, S), 'NT, 10) T!B, 11) N'ylA Die erste Abteilung bilden 1) b*d, 2) nw, 3) ’jnx. Das erste wird durch seinen Namen schon zur Genüge bezeichnet und bedarf keiner weiteren Erklärung. Den zweiten Rang nimmt th rb'V ein. ist also dasjenige, was on** in den andern Büchern darstellt. Es besteht aus 2 Teilen, aus einem über und einem unter dem betreffenden Worte. Seinen Namen hat es von seiner Form, und steht das -|snö immer auf der vorhergehenden Silbe, wenn diese auch einem andern Worte angehört, wie Ps. 39, 13 annn*^« ih. 55, 23 Ps. 2, 7 Prov. 23, 7 ion p, Ps. 14, 4 ih. 68, 20 T& DDP1 oder auch auf dem dicht davorstehenden Buchstaben, wie Ijob 11, 6 n'jtfinb. Die dritte Stelle nimmt 'jdk ein und hat etwa die Kraft und Bedeutung des itap ppi; und da die Sätze meistens kurz sind, so finden wir es fast in allen Sätzen, während das vnu nbiy sich nur in längeren Sätzen vorfindet und oft mit dem jdn zusammen, wie Prov. 7, 22. ih. 8, 30, wo wir deutlich sehen, dass die durch das Tpi bewirkte Trennung eine stärkere ist, als die durch ’jriN. Ohne finden wir es Ijob 11, 6 Wirb, beide zusammen ib. 32, 2 und 3, Ein Vers ohne ist auch in diesen 3 Büchern sehr selten, gewöhnlich in ganz kurzen Sätzen, wie in den Ueberschriften der Kapitel oder wie Ps. 49, 9, ferner Kap. 119 verschiedene mal. So ist z. B. in den Prov., wo von Kap. 10 an Verse Vorkommen, die grösstenteils aus 2 scharf abgegrenzten Teilen bestehend, von welchen der zweite Teil in der Regel entweder das aus dem ersten gewonnene Resultat darstellt, oder den Gegensatz desselben uns forführt, fasst immer das ’jrw als trennendes Tonzeichen. In Psalmen dagegen finden wir weit häufiger längere Verse, als in Ijob und den Proverbien. Der Grund dafür ist, dass die Psalmen die verschiedenartigen Gefühle und Empfindungen darstellen, die das Herz des Psalmisten bewegten. Bald sind sie der Ausdruck der Furcht, Sorge und Trauer, des Kummers und Schreckens; bald ist es die Hingabe an den Allmächtigen, das Gottvertrauen, die darauf erfolgte Rettung, was Dank und Jubel seinen Lippen entsrömen lässt. Da lässt sich

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