Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 34 (1893)
- Issue
- Heft 84 (23.10.1893)
- Date
- 1893-10-23
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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■m--- -1 •- - »^ 15 („Ich fühle mich überzeugt, dass nur Liebe und Hingabe zur Sache es Herrn 0 o h n und seinem L e h r e r - (’ o 11 e g i u m ermöglichen, solche höchst befriedigende Resultate in dieser wundervoll geleiteten Schule zu erlangen. Jerusalem, 8. 31 a i 1893.“) Es ist mir heute das grosse Vergnügen zu Theil geworden, die Schule des Herrn Director Cohn und die andern damit verbundenen Anstalten zu besuchen, und ich kann den Menschenfreunden, die dieselben unterstützen und den Leitern, die denselben vorstehen, von ganzem Herzen ein „sempre avanti“ ztirufen. J ernsalem, 8. Mai 1893. gez.) I>r. O. T. Kreyer Kais. Chines. Legationssekretair in Berlin und St. Petersburg. (Fortsetzung folgt.) Die Ackerbauschule zu Jaffa. (III. Fortsetzung.*) Aul leichtem Roden, auf d> u Hängen, auf steinigem Boden mit Lehmmist liung wird man eher die feineren Sorten anpflanzmi dürfen. Aber vom geschäftlichen Standpunkte befrachtet werden die ergiebigeren Anpflanzungen immer besseren Ertrag geben als die Varietäten von Bordeaux. Wie dem Oentral-Oomite bekannt ist, haben wir in diesem Jahre versucht, unseren Weinen die Blume von gewissen grossen Weinen aus dem Bordelais und der B o u r g o g n e zu geben, indem wir während der Weinbereitung besondere Gährungsmittel, die aus jenen Hegenden Frankreichs stammten, hinzufügten. Es ist noch nicht möglich, sich über das Ergehniss dieses Versuches klar zu werden, doch isi unser Kellermeister überzeugt, dass das Experiment gelingt. Die Kenner, welche unsere Weine vom Jahre 1886 und den vorherigen Jahren kosten, versichern, dass sie mit den guten Produkten Frankreichs bezüglich des Geschmackes, der Kraft und des Feuers rivalisiren können. Wegen des Absatzes unserer Produkte sind wir nicht in Verlegenheit. Wir vermögen nicht allen Anfragen gerecht zu werden, und wenn wir zehnmal mehr produzirten, hesässen wir genügende Absatzquellen, Unser Wein ist in Palästina und Syrien sehr gesucht. Wenn nicht die Transport- und Steuerkosten wären, so würden wir bestimmt in Frankreich, wie auch in Deutschland, zahlreiche Abnehmer finden. Im Durchschnitt verkaufen wir den Hektoliter Wein von 1892 mit 30 Fr cs. (d. h. ohne Fass und ah Mikweh); die Weine der früheren Jahre werden mit 35 bis 45 Fr cs. berechnet. Obstgarten. Dieser Gauen hat netto 1,457 F r c s, Nutzen ergeben. Es ist dies kein zu verachtendes Resultat, wenn man bedenkt, unter welchen ungünstigen Bedingungen dieser Garten anfangs angelegt wurde. Der Erlös von Orangen, Mandarinen und anderen Obstarten ist in der vorstehenden Summe mit eingerechnet. Gemiisegarten. Dieser hat im verflossenen Jahre nicht den Ertrag geliefert, auf den wir gerechnet, sondern bloss 3,555.80 Eres. Die Ausgaben betrugen 3,284 Fr cs., Nutzen also 3 2 8.25 Fr cs. Es soll dies nicht, heissen, dass der Bau von grünen Gemüsen uns nicht gelungen ist, sondern dass die Cholera uns am Absatz derselben verhindert hat. Wir thaten unsere Schuldigkeit, aber die Pilger nicht die ihrige. Im März und April strömen eine Anzahl frommer Reisender herbei, und alsdann ist der Gemüseverbrauch ein grosser. Im Jahre 1892 haben die Quarantänen die Ankunft der Pilger verhindert, was natürlich eine Stockung in unserem Absatz zur Folge hatte. Die Schoten, Spargel und anderen Gemüse haben keine Käufer zum gewohnten Preise gefunden. Haumschui e. Wenn die Baumschule kein Erträgniss gäbe, müssten wir sie dennoch beibehalten, denn gerade da üben sich unsere Zöglinge in den verschiedenen Vervielfältigungsarbeiten der Pflanzen, der Sämereien, des Pfropfens, etc. In der Baumschule bringen sie am liebsten ihre Freistunden zu, und erfreuen sich daran, die Natur in der Nähe zu beobachten bei ihrer Arbeit und unseren Unterricht durch Experimente zu erproben. Wir haben in diesem Jahre für 4,613 Fr cs. Pflanzen verkauft. Doch haben wir deren noch mehr erzeugt. Das Inventar giebt 9,9 92 Fr cs. Pflanzen an, die zum Verkauf bereit stehen. Unsere Kundschaft nimmt zu, und wir selbst haben im nächsten Jahre viele Anpflanzungen zu machen. Ställe. Der Ertrag der Ställe hat 1,093.90 Fr cs. ergeben. Unsere Thiere sind gut gepflegt, und wenn die aus Damascus stammende Heerde sich vermehrt haben wird, werden auch die Ställe einen bedeutenden Gewinn abwerfen. Wir suchen allmählich die hiesigen Rassen los zu werden, da sie mager und dürftig sind, wenig Milch geben und sich auch nicht zum Schlachten eignen. Wenn unser ehe-