Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 34 (1893)
- Issue
- Heft 84 (23.10.1893)
- Date
- 1893-10-23
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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16 maliger Zögling, den das Central-Comitö in der Thierarzneischule zu A1 f o r t untergebracht hat, seine Studien beendet haben wird und zu uns zurückkehrt, werden seine Kenntnisse und seine Erfahrungen uns bei der Zucht unserer Thiere von grossem Nutzen sein. Feldarbeit. Da das zur Anstalt gehörige Grundstück ungefähr 250 Hectaren misst, ist es uns nicht möglich, allen ertragfähigen Boden zu bebauen, weshalb ein Theil desselben an Ackerbauer verpachtet 'wird, die ihre Ernte mit uns theilen. Das Jahr war ein schlechtes, namentlich für den Feldbau. Uebrigens verringern sich diese Einnahmen alljährlich, sowohl deshalb, weil die von den Ackerbauern bebaute Fläche im Verhältnis zur Erweiterung unserer Weingärten u. js. w. eine kleinere wird, als auch weil der Boden durch Mangel an Dünger ärmer wird, und diese Anpflanzungen am meisten unter den äusseren Einflüssen und dem Wassermangel zu gewissen Zeiten zu leiden haben. Wir haben selbst Getreide, Gerste, Pasteken, Mais, Hafer, Schoten, Bohnen und Erbsen gezogen, und unsere Ackerbauer, ausser dem Getreide, hauptsächlich Sorpho und Sesam. Trotz dem geringen Ertrage sind wir dennoch gezwungen, den Bau dieser Anpflanzungen beizubehalten, damit unsere Zöglinge das Beackern, Säen, Ernten, Mähen und Dreschen derselben erlernen. Das Getreide in diesem Landstriche ist schön, schwer und sehr nahrhaft, doch trägt der Boden sehr wenig. Diese Culturen, die augenblicklich die grösste Bodenfläche des Landes einnehmen, werden späterhin der Rebe, dem Maulbeerbaum, den Orangen und anderen Obst- und Forstbäumen, wie auch den duftenden Sorten Platz machen müssen. Auch Wiesen und Viehfutter werden ausgedehnt werden müssen, da die Viehzucht eine lohnende wird. Ich bin alle Rubriken unserer Wirthschaft durchgegangen. Das Ganze ist derartig, dass wir darin einen Sporn finden dürfen, um in unseren Bemühungen fortzufahren, die Freude am Ackerbau bei der israelitischen Bevölkerung zu verbreiten. Aus der Gesammtaufstellung unserer Kassabestände ist zu ersehen, dass die eigentliche Wirthschaft einen guten Ertrag gegeben, und dass wir zu der Hoffnung berechtigt sind, dass binnen wenigen Jahren, wenn der neue Orangengarten in vollem Erträgnisse und unsere Weingärten ausgedehnter sein werden, wenn wir dort Forstanpflanzungen gemacht haben werden, wo der Boden sich zu nichts Anderem eignet, dann wird die Anstalt mehr als 100 Zöglinge und ein zahlreiches Personal erhalten können, ohne der Alliance das geringste Opfer zu kosten. Das Central-Gomitö wird sich alsdann belohnt sehen für das Vertrauen, welches es in das so erhabene Werk gesetzt, das es vor 23 Jahren begonnen, und für die bedeutenden Ausgaben, welche es gemacht, um dessen Gedeihen und dessen Zukunft zu sichern. (Schluss folgt.) Briefkasten. An alle meine geehrten Herren Correspondenten die ebenso höfliche als dringende Bitte: 1. Die Spenden-Liste von den brieflichen Mittheilungen stets getrennt zu halten. 2. Die Spenden-Liste, mag sie selbst noch so bescheiden sein, nicht auf dem Coupon der Postanweisung, sondern auf einem Blatte Papier verzeichnet einzusenden. 3. Für die Spenden-Liste niemals die jüdische Currentschrift in Anwendung zu bringen, und falls die Spenden für verschiedene Rubriken und Zwecke bestimmt sind, sie auf ebenso viele» einzelnen Blättern zu verzeichnen. 4. Nur wo eine Spezialbescheinigung unbedingt nüthig, — beispielsweise zu Belegen bei Gemeindeakten u, dgl. mehr — eine solche zu verlangen, sonst jedoch davon gütigst absehen und das sofort, oder einige Tage nach der gemachten Geldsendung erhaltende neueste Spenden-Verzeichniss als Empfangsbestätigung betrachten zu wollen Die gütige Beachtung dieser bescheidenen Bitte von Seiten meiner geehrten Herren Correspondenten würde mir viele unnöthige Mühe und Zeitverlust ersparen, eine Rücksichtnahme, die gewiss jeder billig Denkende als eine vollkommen berechtigte und dringend gebotene bezeichnen wird. Jedem sie mir Gewährenden schon im Voraus den herzlichsten Dank dafür! Anonymus in Eblsbach-Eltmann. Die 5 Mk. rnn-Geld werden Sie in Rubrik III, die 10 Mk. unter den Spenden „zurfreienVerfügungfürhöchst dringliche edle Zwecke“ veröffentlicht finden. Erfreuen Sie mich auch fernerhin mit der Zusendung Ihrer Spenden! B. 8. in EL und vielen Anderen. Ich bitte höflicher, auf grösseren Blättern die Spenden zu verzeichnen, da die kleinen in der Druckerei leicht abhanden kommen. M. Ii. in T. Ich sage Ihnen einen ganz besonderen rD ">L7" für die Vermittelung der ansehnlichen Summe für die Bedrängten in Jaffa. — ]rv HDi inintn rup: "iy “iDm npis ro 'n ryov rö EL GL in UI. Mit der Bestimmung Ihrer Sammlung für „p'L jyioV haben Sie mir eine hohe Freude bereitet, und wünschte ich von Herzen, dass alle Ihre Herren Collegen das Sagenreiche Wirken dieses Vereins erkennen und gleich Ihnen für denselben bei allen sich darbietendenVeranlassnngen eintreten möchten. Behalten Sie weiterhin in treuem Angedenken! B. I*. in S. Das erste Erträgniss der durch Sie in N. eingeführten D^n-Büchschen war ein recht erfreuliches. Spendenlisten stehen Ihnen in jeder beliebigen' Anzahl zur Verfügung, nur wollen Sie mir gefälligst Ihren Wunsch sofort in Erinnerung bringen, wenn ich, was bei meiner grossen Arbeitslast sehr erklärlich, an die Erfüllung desselben vergessen sollte. Druck der Joh. Wirth 'sehen Hofbuchdrnckerei, Actien-Gesellsohaft, Mainz.