Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 34 (1893)
- Issue
- Heft 76-77 (22.9.1893)
- Date
- 1893-09-22
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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1456 Spenders alles Segens in allen Dingen, in allen Unternehmungen, und Erwirb Dich in Zukunftsegnen, so daß Dir nur Freude zu Theil wird." Freilich, cs gibt leider Viele, die sich Gottes Gunst gar nicht erwerben wollen, die von einer Sukkoh und dem Sukkohfeste und seiner Freude, sowie von 3^ und jnriN nichts wissen wollen, die Dankbarkeit für all die irdischen Gaben dem Höchsten gegenüber als überflüssig halten. Wir können solche Menschen nicht gut überzeugen. Aber viele Andere, die sonst im Leben sich leiten lassen von dem Gedanken, daß Gott Herr ist über Alles, daß wir Gott danken müssen für all die Wohlthaten, nehmen dennoch mao so leicht, resp. feiern gar nicht einmal das Sukkothfeft, oder doch nur einseitig; danken wohl durch die d'J'b 'n, die sie beim Hallel-Gebet in die Hand nehmen, aber mso rüiD3 wird ganz leicht genommen. Also die Anerkennung, daß wir unter Gottes Schutz stehen, unter Gottes Schutz uns stellen wollen, unterlassen sie, weil, wie sie behaupten, es ihnen nicht m ö g - l i ch ist. Wohl giebt es Fälle, in denen es schwer ist, sich eine hdid zu bauen, aber unmöglich darf für einen Israeliten es nur dann sein, wenn nicht von ihm abhängige Ursachen ihn daran verhindern. Ohne ri2D ist es ja kein Sukkothfeft, gerade wie ohne nao kein maan an denkbar ist. Unsere heilige Lehre begnügt sich nun einmal nicht mit bloßen Ideen und Worten, sie will immer die den Ideen und Worten entsprechende That sehen als Beweis, daß wir das Gebot und die ihm zu Grunde liegende Idee und Absicht richtig erfaßt haben. Und wie wenig habln wir sie erfaßt, wenn wir die tdid maa nicht erfüllen, da wir ja gegen uns selbst, gegen unser Interesse handeln l i? n^yn nisian an heißt: Für Dich sollst Du das Sukkothfeft feiern, in Deinem Interesse, Dir zum Segen, und zwar für alle Deine Angelegenheiten für Deine Geschäfte und alle Unternehmungen, so daß Du nur Freude haben wirst. So viel Vertrauen dürfen wir, sollten wir doch zu Gott haben, daß Er Sein Versprechen erfüllen wird, da Er allein es zu halten vermag. Ob wir aber Segen und Freude an unsere Schritte heften können, auch wenn wir es uns nah unserer Bequemlichkeit einrichten, ist doch kaum zweifelhaft. „Jeder Einheimische in Jisroel, wer dem Volke Jisroel entstammt, dem für Gottes Sache einstehenden Volke, soll in Laubhütten wohnen, damit Eure Nachkommen wissen, daß Ich in Hütten habe wohnen lasse Israel . . Es gab freilich immer Einheimische in unserem Volke, die sich recht heimisch und wohl fühlten in ihrer Jsroelaufgabe und noch rraio bauten, darin wohnten und so den nachfolgenden Geschlechtern zu wissen thaten, daß Gottes Schutz uns vom Auszug aus Mtzrajim bis auf den heutigen Tag zur Seite stand. Aber ist es richtig, Anderen zu überlassen, was selbst Pflicht ist? Die Unterlassung der n2D maa führt zugleich zu einer schweren Nachlässigkeit gegen die kommenden Geschlechter, und in erster Linie gegen die eigenen Kinder, die schließlich gar nicht mehr wissen, was der Name des „Sukkothfestes" eigentlich bedeute. Wenn es so leicht genommen wird, dann könnte ja eine Zeit kommen, da dieses Fest nur noch dem Namen nach existirte. Wir haben ja heute die traurige Erscheinung, daß man vielfach unsere Feste feiert durch Gottesdienst, wie man es nennt, aber all die wesentlichen Momente, all die ihnen den Namen gebenden Pflichten, durch die diese Feste erst als solche für uns bleiben, werden unterlassen. Die zwei Hauptbedingungen der nawn, also des guten Willens, seinen Pflichten auch Gott gegenüber gerecht zu werden, welche aus dem vom Propheten Jeschajohu angeführten Stufen der „Buße" hervor gehoben zu werden verdienen lauten: ism, eignet Euch einen reinen Sinn und reine Handlungsweise an, und '□in, verschaffet Euch Verdienste. Das Sukkothfeft bietet uns die beste Gelegenheit dazu, uns Verdienste zu erwerben, wie es auch heißt: nwv ity dyid «in i»3N y«n nny on .njn ova oioa ujbsp o awo jn ^aa rtowb iö'iVb' „Wmn Jemand seinem Vater im Himmel zu Willen und zum Wohlgefallen handelt, so wird Er ausbreiten über ihn seine Friedenshütte, ihn zu bewahren vor allem Leid, denn so steht geschrieben: Er wird ihn bergen in seiner Hütte am Tage des Unglücks." Nehmen wir daher es nicht allzu leicht mit der rva» und ihrer hohen, umfassenden Bedeutung für uns! Zeitungsnachrichten und Enrrefpoudeuzen. Deutschland. Frankfurt a. M, im September. Es macht sich dieses Jahr ein starker Mangel an Esrogim geltend, ganze Gemeinden werden voraussichtlich unter diesem Umstand zu leiden haben. Die Ursache hierfür liegt vorwiegend an der Triester Geschäftsgebahrung. Von dort aus werden alljährlich, noch lange bevor der Ernteausfall sich bestimmen läßt, Offerten zu billigsten Preisen nach ganz Deutschland gemacht. Fällt nun, wie dies ja durchschnittlich der Fall ist, die Ernte befriedigend aus, so können die Aufträge ausgeführt werden, in Jahren aber, wo wie dieses Jahr die Ernte unter jeder Erwartung zurückgeblieben ist, wo z. B. eine Schiffsladung Esrogim von den griechischen Inseln, die