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Der Israelit · 1893-09-14 · Heft 74 (14.9.1893) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
34 (1893)
Issue
Heft 74 (14.9.1893)
Date
1893-09-14
Page
– (sequence 10)
Language
German
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1412 ergreifenden ison dem allgemeinen Schmerze Musdruck verlieh, sprach noch: der würdige Sohn des Verblichenen njnfcw ovn mo umn, Herr Süß aus Stampfen, ein Verwandter des Verstorbenen und im Namen des Gemeinde-Vorstandes Herr A. I. Strauß, in ergreifenden Worten. Das hohe Ansehen, in welchem der Verblichene gestanden, erhellt aus der riesigen Theilnahme am Leichenbegängnisse. Heinrich Löffler. Frankreich. Pari-. :mn rnn^on 's. lieber den Verlust eines Frommen vergossene Thränen, werden nach ^'1 U’öan, von Gott gezählt und in seiner Schatzkammer verwahrt." Solche Thränen erpreßte uns das frühe Hinscheiden einer wahrhaft frommen Tochter Israels, Fräulein Zipporah Sender auS Biebrich, die hier im Haufe ihres Schwagers des Herrn Dr. Klein, in der Blüthe ihrer Jahre, nach einer schweren Krankheit in eine bessere Welt berufen wurde, um dort den verdienten Lohn für ihren frommen Lebenswandel zu empfangen. Die Worte unseres großen Lehrers, des finden auf unsere tief Betrauerte ihre volle Anwendung: vnuff tot? ’D nw. Heil dem der seinen Lebenslauf schnell vollführte; denn selten ward ein Menschenleben heiliger und frommer gelebt, als dasjenige unserer theueren Zipporah n"y. Bei einer vorzüglichen geistigen Begabung, war die scrupelöseste Beobachtung unserer heiligen Gesetze ihre höchste Lebensaufgabe und so ward sie ein Segen spendender Engel ihrer Umgebung und eine treue hingebende Freundin allen die sich ihrer Bekanntschaft erfreuten. In ihrer schweren Krankheit, erschwert noch durch das betrübende Bewußtsein, daß ihre körperlichen Kräfte ihr nicht mehr ein segenbringendes Schaffen gestatteten, erhörte der Aübarmherzige ihr frommes Gebet und erlöste sie von ihren Leiden, rute by n'by ron wy nun nm rvaswn Salomon Kohn. Sprechsaal. (Für alle unter dieser Rubrik erscheinenden Artikel übernimmt die Redaclion dem Leserkreise gegenüber keine andere als die preßgesetzliche Verantwortung.) Jüdische Kuranstalten für Lungenkranke. Schon längere Zeit war es unsere Absicht, die Aufmerksamkeit eines größeren Publicums auf die Wichtigkeit der in der Überschrift genannten Anstalten htnzulenken; ein vor einiger Zeit in Frankfurt a. M. vorgekommener Trauerfall bietet uns leider erneute Anregung zur öffentlichen Besprechung dieser Angelegenheit und können wir uns dabei nicht versagen jetzt noch einige Worte der Anerkennung einer Frau nachzurufen, die in der Blüthe ihres Lebens ihre reine Seele ausgehaucht, durch deren Weggehen für ihre Familie ein unheilbarer Riß, für ihre Freunde eine schwer ausfüllbare Lücke entstanden. Frau Johanna Schwab geb. Jaftrow, welche nach mehr als zweijährigem Leiden einer Lungenkrankheit erlegen, was eine unglaublich selbstlose, opferbereite Gattin und Mutter, verband mit der Vornehmheit des Characters und dem Adel der Gesinnung seltene Geistesgaben und eine umfassende, gründliche Bildung und besaß vor Allem eine tiefe Frömmigkeit und wahrhaftes Gottesvertrauen, das sie über Sorge und Kummer und Leiden htnweghob, das sie das Martyrium einer heimtükischen Krankheit, standhaft wie ein Soldat auf seinem Posten, bis zum letzten Augenblicke ertragen ließ. Solange ihre Kräfte reichten, trieb sie ihr beispielloses Pflichtgefühl, von einem scharfen Verstände unterstützt rastlos zu Leistungen für ihres Hauses Sorgen als ireue Mitarbeiterin ihres Gattin — ein Wirken, das in seiner Anspruchslosigkeit nicht einmal ihre Freunde in vollem Umfange zu würdigen in Stande waren. Ihren Kindern war sie, die verklärten Bilder eines gottesfürchtigen, hochbegabten Vaters und einer edlen, verständigen Mutter im Herzen tragend, eine treue und weise Erzieherin, allen die sie lieb hatten, eine aufrichtige und allen Gebeugten in Noth und Krankheit eine immer bereite Helferin. Bor solcher Arbeit, solchem Streben und solchen Leiden, wenn auch im Stillen vollbracht, ziemt es nur einen Augenblick halt zu machen und wehmutsvoll segnend das Haupt zu neigen. Ihr Andenken werde zum Segen l — Unter allen Krankheiten die der Allmächtige in seiner unergründlichen Waltung über die Sterblichen verhängt, ist keine von so verheerender Wirkung wie die Lungenkrankheit. Gegen andere Leiden stehen uns mancherlei Heilkräfte zu Gebote, die vielfach Änderung, oft Heilung bringen. Nur hier sehen w r den Todesengel herannahen und vermögen wevr Hans noch Fuß zu rühren; er vollbringt langsam aber sicher sein trauriges Geschäft. — Und dov Harder Allvater in seiner Weisheit auch für dleses Lelden em Heilmittel geschaffen und wre ein all-s Wort bemerkt „die Heilung schon vor Eintritt der Krankheiten vorbereitet." «eit Jahrzehnten schon hat man versucht auf einfachste und natürlichste Weise den Kampf mit diesem Uebel aufzunehmen. Luft, Wasser, Gymnastik, richtige Ernährung, geschützte Höhenlage, verbunden mit entsprechender Pflege und Gesellschaft, das sind die Heil- I factoren, für deren günstige Einwirkung, im An-

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