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Der Israelit · 1893-09-14 · Heft 74 (14.9.1893) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
34 (1893)
Issue
Heft 74 (14.9.1893)
Date
1893-09-14
Page
– (sequence 2)
Language
German
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w m, , WWWWW 1404 ’^n B"nm pdwp p n'2 nirvsi mma mn n:ny ]»pDD plD'l Hat Jemand Satzungen der Thora übertreten, auf welchen die p-o-Strafe (z. B. Genuß von Blut, Gesäuertem am Pesach, Nahrungsmitteln am Jom Kippur u. a.) oder der Tod durch menschliche Justiz steht (z. B. Entweihung des Sabbat, Mord u. a.), so lassen Teschubah und selbst Jom Kippur die Sühne unentschieden und erst von Gott verhängte Leiden bringen die Läuterung. . npiDc nrrai pin Dtcrn?pti by din *iay Hat sich Jemand eine Entweihung des Gottesnamens zu Schulden kommen lassen, so bringen Teschubah, Jom Kippur und von Gott verhängte Leiden nicht die Sühne, dieselbe erfolgt erst durch die läuternde Kraft des Todes. Hieraus ergibt sich, daß es eine große Anzahl von Vergehungen gibt, die selbst Teschubah und Jom Kippur nicht zu sühnen vermögen. Dem widerspricht ein anderer Ausspruch unserer Weisen, welcher lautet: yw~) pns ’jnp pjö?y ntcwn pn ttnpcn . roitiTo imn niimps Wenn sich Jemand ein Weib antraut in der ausgesprochenen Voraussetzung, er sei ein vollkommen gerechter, pflichttreuer Mann und es stellt sich dann heraus, daß derselbe ein ausgemachter Bösewicht war, so ist die Verbindung dennoch giltig und ist nicht als auf Grunr. einer falschen Voraussetzung geschlossen anzusehen, weil der Betreffende vielleicht den Vorsatz, in Teschubah zu seiner Pflicht zurückzukehren, gefaßt hat. (Talmud Kidduschin, fol. 49 d.) Hier wird der rown eine solche Kraft beigelcgt, daß ihr bloßer Vorsatz genügt, um einen vollkommen Schlechten in einen vollendet Pflichttreuen umzuwandeln und zwar ohne Jom Kippur, ohne Leiden, selbst für die schwersten Verirrungen, wie sie bei einem ntM yosn vorauszusetzen sind. Die Lösung dieses Widerspruches muß in dem Wesen der rown selbst zu suchen sein. Wenn es Vergehungen gibt, die auf der Waage göttlicher Gercchtigke t so schwer wiegen, daß sie nicht durch den bloßen Vorsatz der Rückkehr, nicht durch Jom Kippur, nicht durch schmerzliche Erlebnisse, sondern erst durch den Tod gesühnt werden, so mutz es eine Art der Teschubah geben, die, wenn sie in der That die Kraft besitzt, sofort aus einem jw*i “hdj einen to: pns zu machen, alle diese Sühnenmittel in sich vereinigt. Vielleicht ist es gestattet, dieses gerade von der mnwi eines inu yan zu sagen. Ein vollendeter Böscwicht. der seinen Gelüsten und Leidenschaften fröhnt, dem nichts heilig ist, dem Genießen Leben und Leben Genießen bedeutet, wenn einem solchen „Lebemann" plötzlich das Bewußtsein seiner Schuld und Verantwortung lebendig wird und er flcht vor Gott den Entschluß, seine bisherige Lebensweise zu ändern und ein neues Leben zu beginnen, so hat ein solcher Mann ja thatsächltch mit dem Leben, mit dem bisherigen wenigstens, gebrochen. Wer will die Leiden, die Schmerzen, Entbehrungen und Entsagungen, die pp*©D pio1 ermessen, die sich an das nunmehrige Leben eines Sclaven der Leidenschaft durch den bloßen männlichen Entschluß heften, als freier Mann die Bande der Sinnlichkeit zu brechen! Mit einem solchen Lebensvorsatz, mit allen liebgewordenen Gewohnheiten und Schwächen brechen, das ist o"nn p ame, das ist vielleicht schwerer als der Tod. Dazu kommt noch, daß ein solcher Mann in den Bund der Ehe tritt. Es ist die .-i>yi-Stunde seiner bisherigen Jugend, es ist der Hochzeitstag, von dem die Weisen sagen, daß er eine sühnende Kraft wie der -osd nv selber habe. Der nm^n-Entschluß eines solchen -noj ytcn, wenn er für seine Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit den niD'byn y-w, Gott, der unsere leisesten Regungen kennt, als Zeugen anrufen kann, ist thatsächltch von v'-vvo dv, von i'p-,00 pD' und von npeo nrvo begleitet, sie besitzt daher alle Kriterien, die den Reuigen sofort auf Gottes Gnade hoffen lassen dürfen. Ein solcher Lebensvorsatz ist, um es mit kurzen Worten zu sagen: ^bj.-i otdd, das Einsetzen und Preisgeben des ganzen Lebens für die Verwirklichung des Twivri-Entschlusses. Fallen diese Erwägungen nicht ganz von der Wahrheit ab, so ist auch ihre Anwendung auf die p/ids n, auf die vier Abstufungen gestattet, deren wir gedachten. Wohl gibt es Verirrungen, die nicht naiffn und nicht -ubb dv allein zu sühnen vermögen, die erst durch Leiden und durch den Tod vollständig getilgt werden. Aber wer überwältigt von der Wucht feiner Verirrungen, das Leben gern hingeben möchte, um sie ungeschehen zu machen, der darf von nawn und “pbd dp allein die volle Sühne erwarten und von Gottes Gnade erhoffen, daß er auch ohne Leiden und vor dem Tode schon Verzeihung und Läuterung erlange. In diesem Sinne schließt wohl auch die a"v-Schemone-Esre mit den Worten: by Hb b2H dwi 7Dma pino 7^ »nNDnt? noi ll'p O’bm D’-PD’ ’T „Möge es dein Wille sein, daß ich nicht mehr sündige und was ich gesündi t habe tilge hinweg mit deinem großen Erbarmen, aber nicht durch Leiden und böse Krankheiten." Wären für ganze Kategorien von schweren Sünden läuternde Leiden thatsächlich ein unerläßliches Sühnemittel, so müßten wir um diese Leiden,

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