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Der Israelit · 1893-08-07 · Heft 63 (7.8.1893) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
34 (1893)
Issue
Heft 63 (7.8.1893)
Date
1893-08-07
Page
– (sequence 5)
Language
German
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während seiner mehr als 40jährigen Amtirung umsichtig und pflichttreu. Als bet der Einrichtung des neuen Schlachthauses die Schächtfrage zur Beratung kam, waren es namentlich seine Winke, die hohe Anerkennung fanden und alle Einwände, die durch Thterschutzvercine geltend gemacht worden, beseitigte. In der Nacht von '}>ddi wbo 's nstr hauchte Leopold Löb nach vielwöchentlichem schwerem Krankenlager sein thenres Leben aus, betrauert von 5 wackeren Söhnen und 2 herrlichen Töchtern, die er noch das Glück hatte, alle wohl versorgt und streng religiös lebend zu wissen — und beweint von allen den Vielen, die ihi. kannten. Leopold Löb war aber auch ein Mann von seltenen Eigenschaften, er hatte ein feinfühlendes Herz, er war empfänglich für alles Hohe und Schöne. Sein Wohlthnn war ohne Grenze und er half und stützte zu jeder Zeit, wie weit es ihm möglich war und durch seine Gastfreundschaft gestaltete er sein Haus zu einem yu irra. Die Ehre bei seinem Begräbnitz durch eine außerordentlich große ‘"f? hatte er sich in vollem Maße verdient und ebenso die herrlichen Worte, die ihm durch unseren Rabbinatsvertreter Herrn S. Posen am Grabe gewidmet wurden. Derselbe ehrte ihn als den Mann der Berufstreue, als einen guten, mustergiltigen mn> und al§ onon teu. rraiMn Berlin. „Gesindel- und Skandalpartei" nennt Herr Liebermann von Sonnenberg in den von ihm herausgegebencn "Deutsch-sozialen Partemachrichten" die Berliner Antisemiten, die sich in den bekannten Versammlungen gegen Herrn Stöcker gewandt haben. Herr Likbermann von Sonnenberg bezeichnet es als einen Fehler der antisemitischen Bewegung in Berlin, daß in den dortigen Versammlungen Leute das große Wort führen, die einige Zeit nachher steck brieflich verfolgt werden oder aus sonstigen zwingenden Gründen vom politischen Schauplatz verschwinden. Danzig, 2. Aug. Ein hiesiges Lokalblatt berichtet: Auf dem hinteren Grundstücke Heumarkt 6 ist man zur Zeit damit beschäftigt, ein Hospital für israelitische Arme zu erbauen. Der Erbauer dieser Anstalt ist der hochbetagte Herr M. G. Aschenheim, der für seine armen Glaubensgenossen dieses edle Werk aus eigenen Mitteln schafft und unterhalten wird. Laulerbach, 3. August. Bei der gestrigen Reichstagsersatzstichwahl im Wahlkreis AlSfeld- Lauterbach-Schotten wurde der Antisemit, Maler Bindewald gegen den nationalliberalen Professor Backhaus gewählt. Aus Baden. Es dürfte vielen Lesern dieses Blattes von Interesse sein, zu erfahren, daß demnächst einem „längst gefühlten Bedürfnisse" eines geeigneten idd iw abgeholfen wird. Herr Kauffmann in Frankfurt a. M. hat nämlich die von Herrn Dr. I. Schwarzstein in Karlsruhe verfaßten hebräischen Vorträge über alle Wochenabschnitte mit deutscher Uebersetzung erworben, von welcher bereits mehr als die Hälfte in der Joh. Wirth'schen Hofbuchdruckerei in Mainz gedruckt sind. Schreiber dieses hatte Gelegenheit, einige Theile des Iso zu lesen und sich zu überzeugen, daß dasselbe in jeder Beziehung, sowohl wegen der reichhaltigen, aus dem Talmud und den Midraschim entnommenen Texte, als wie vermöge des hebräischen Styles, allen Erwartungen, die an ein derartiges Werk gestellt werden, entsprechen wird. Die Erfolge früherer Leistungen des Verfassers, u. a.: bei der deutschen Uebersetzung und Erklärung des »ny Dtfin, arabische Bibelinterpretation, von Rabbi Saadia Hagaon, verbürgen auch diesem Werke eine glückliche Zukunft. (Wir nehmen vielleicht Gelegenheit einen oder den anderen, besonders interessanten Vortrag zur geeigneten Zeit in diesen Blättern wiederzugeben. Red.) Aus Elsah-Lothriugeu. Einen ehrenvollen Auftrag wurde dem geehrten Rabbiner Dr. Ginsburger in Gebweiler ertheilt. Derselbe hat sich letzten Montag den 31. Juli auf eine längere wissenschaftliche Reise nach Italien begeben, und zwar im Aufträge der kaifel. Universität zu Straßburg. Herr Dr. Ginsburger wird sämmtliche Bibliotheken der größeren Städte Italiens besuchen, um wissenschaftliche Werke behufs späteren Ankaufs zu untersuchen. — Frankreich. Paris, 26. Juli. Am Montag trafen dahier aus Odessa 134 russische Juden im größten Elend ein und wurden von einer nach mehreren Tausenden zählenden Menge nach Montmartre geführt, wo sie angeblich Unterstand finden sollten. Allein nirgends waren Vorkehrungen getroffen worden, weshalb die Einwanderer, wahre Jammeraestalten, es sich längs einer Gartenmauer auf dem Pflaster bequem machten, bis das israelitische Consistorium, das in aller Eile verständigt worden war, die von der langen Reise und unsäglichen Entbehrungen Erschöpften in Herbergen und Nachtasylen unterbrachte. > Vermischtes. Ansbach, l. August, rasen“) n&ny mpon p pnsriN'sr Die Richtigkeit dieses Satzes bestätigte sich wieder bei der Amtsniederlegung und bei dem Wegzuge unseres seit über 36 Jahre in hiesiger Kultusgemeinde lebenden Herrn Maier Sternberger. Derselbe bekleidete während dieser Zeit die Stelle eines Kantors und Schvchets mit" größter Gewiffen-

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