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Der Israelit · 1893-07-24 · Heft 59 (24.7.1893) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
34 (1893)
Issue
Heft 59 (24.7.1893)
Date
1893-07-24
Page
– (sequence 19)
Language
German
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1145 staben oder 815? beginnt), so steht ein snö darunter, auch wenn es nicht die dritte Silbe ist, z. B. Gen. 18. 24, 18P, Num. 28, 19 1Q8 8111' Num. 17, 18 i:un D81* Auch ist es möglich, dass 2 DVino in einem Worte Vorkommen, wie Num. 24, 1 □J^inntfrn Kön. II. 14, 15 orprn28^ wo das U2M2 für das :;nD eintritt. Unter npi Punktierung verstehen wir, wenn einzelnen Buchstaben eines Wortes, oder auch alle Buchstaben des ganzen Wortes mit Punkten versehen sind. Es giebt im Pentateuch 10 solcher Stellen, 5 im Genesis, 4 im Numeri, 1 im Deuteronom. Dieselben werden mit Ausnahme der Stelle Num. 21. 80. wo das von 12-8 einen Punkt hat, alle im Talmud erklärt, und des letzteren Zweck mindestens angedeutet, Traktat 8112 822 79a. Die Punktation bezweckt nun, uns Aufschluss zu geben über den Sinn des Wortes, und zwar einschränkend "ilp’i P2) ('oyilb 8^8 i)'8, und Rasclii führt in seinem Kommentar die Erklärung über 8 dieser Stellen an. Wir wollen nur eine davon herausgreifen, um zu zeigen, wie diese Punktation oft mit der Grammatik zusammen hängt. Es ist Num. 9, 10 wo das Ti des Wortes npm punktiert ist. Das Gesetz lehrt uns an der betreffenden Stelle, dass die Personen, die zur Zeit des Passah-Opfers unrein oder durch Zufall enfernt sind, dasselbe am vierzehnten des zweiten Monats darbringen sollen. Hierzu wird von Pt. Jose im Traktat Pessachim, in der zweiten Mischnah des neunten Abschnittes bemerkt, dass die Punktation des n uns lehre, der Weg brauche nicht wirklich ein weiter zu sein, sondern das Gesetz finde schon seine Anwendung, wenn man nicht zur Zeit an der Opferstätte sein könne. Raschi erklärt diese Stelle sehr kurz, Maimonides in seinem Commentar gar nicht und der Erklärer der Mischnah 2"in etwas gezwungen. R. Liepmann Heller in seinem berühmten Mischnah- Commentar £"in hilft uns hier, indem er eine Erklärung des Jerusalemitischen Talmud anführt Ipili -JT? ]’8i pim V'8 „Der Mann braucht nur entfernt zu sein, nicht aber der Weg". Zur Erklärung dieses Ausspruchs schicken wir voraus, dass das Wort “Ti sowohl männlich als weiblich vorkommt,6) und es ist vielleicht das einzige Mal, dass im Talmud so weitläufig über hebräische Grammatik abgehandelt wird, wie über dieses Wort, Traktat Kiduschin ganz im Anfänge. Ein 5) Ibn Esra stellt die Re^el auf :n2pJl imar nn 12 121 -2. weiter Weg ist eine sehr dehnbare Bezeichnung, die nach Zeit und Umständen verschieden aufzufassen ist. Wenn wir nur npm lesen, so kann sich dasselbe nur auf tjii beziehen. Denken wir uns aber, durch die Punktation aufmerksam gemacht, das n als nicht vorhanden, so kann das Wort pm sich sowohl auf ^11, als auf V'8 beziehen, und der Sinn könnte sein '2 "112 pm nvp „wenn ein Mann entfernt auf einem Wege ist“, und das grade ist der Aussprach des R. Jose, pm ew d. h. der Mann ist aus irgend welchem Grunde verhindert, die Opferstätte rechtzeitig zu erreichen, und wenn er auch unmittelbar davor stände. Ob diese Punktation mit zur mündlichen Überlieferung gehört oder nicht, wagen wir nicht zu entscheiden, da uns jeder Anhaltspunkt dafür fehlt. Dass sie jedenfalls sehr alt sein muss, sehen wir aus dem Ausspruch des R. Jose, der etwa 30 Jahre nach der Zerstörung Jerusalems lebte und von der Punktation als einer bekannten und unanfechtbaren Sache sprach. VII Über die Steilung und Wirkung der Tonzeichen. Schon im Anfänge dieser Abhandlung haben wir darauf hingewiesen, dass eine veränderte Stellung der Tonzeichen möglicher Weise den Sinn verändern kann. Ausser dem Wort 111, welches wir daselbst anführen, erwähnen wir noch das Wort 12L?- Hat die erste Silbe den Ton, so ist es von 2ittf zurückkehren abgeleitet; hat ihn jedoch die zweite Silbe, so stammt es vom maf gefangen fort führen ab. Wir verweisen ferner auf Raschis Erklärung zu Gen. 15, 17, Schlagwort ,182' wo aus der veränderten Stellung der Tonzeichen der Unterschied zwischen Perfekt und Partizip ausführlich erklärt wird.6) Es sollen hier nun sämtliche Regeln, sowie auch die hie und da vorkommenden Ausnahmen der Reihe nach angeführt und durch Beispiele erläutert werden. Zuerst bemerken wir, dass die Betonung der Worte der hebräischen Sprache sich weit mehr zur letzten Silbe als zu der vorhergehenden hinneigt, so dass wir eigentlich nur letztere als Ausnahmen zu betrachten und dafür Gründe anzufünren brauchen. Nichts desto weniger werden wir für beides Regeln feststellen und schikken hier voraus, dass der Ton immer entweder 6) Ebenso wird Gen. 29, 6 und 9 von Raschi nnd Ibn Esra auf diesen Unterschied hingewiesen. Siehe noch Deut. 11, 30 Raschis Bemerkung zum Worte nnn.

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