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Der Israelit · 1893-07-24 · Heft 59 (24.7.1893) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
34 (1893)
Issue
Heft 59 (24.7.1893)
Date
1893-07-24
Page
– (sequence 18)
Language
German
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1144 schichte bis zum Abschnitt Noah finden wir fast überall den Namen Gottes entweder durch einen p’DBD von dem folgenden Worte getrennt, oder wo das Tonzeichen kein Trennendes ist, steht entweder das Wort hn oder ein p’DB dazwischen. Solche Stellen sind Kap. 1, 5. 10. 27; K. 2, 21. 22; K. 3 14; K. 4, 15, wo das den Dativ bedeutende b trennend dazwischen steht. Der Grund dafür dürfte vielleicht folgender sein: Es war ja dem Altertum völlig unbegreiflich. wie die Welt enstanden sei. Daher der heidnische Glaube an die Ursprünglichkeit der Welt, dass Gott nur als Weltseele gedacht werden könne, also von ihrer Existenz abhängig sei, mit ihr stehe und falle. Die Bibel tritt durch die Erzählung der Schöpfungsgeschichte diesem Unglauben entgegen, indem sie uns lehrt, dass der persönliche, selbständige und unhabhängige Gott vor der Welt da war und letztere nur das Produkt seines schöpferischen Willens und Waltens ist, dass also Gott und die Welt zwei verschiedene Begriffe seien, von welchen Er das Subjekt, die Schöpfung das Objekt darstellt. Da nun das schriftliche in den fünf Büchern Mosis enthaltene Gesetz nur aus den in Worte und Sätze abgeteilten Buchstaben besteht, so wird durch die in der Tradition enthaltenen Tonzeichen dafür gesorgt, dass immer die Trennung zwischen diesen beiden Begriffen auch äusserlich gezeigt werde. Um diese Trennung deutlich zu zeigen, wird an den Stellen, wo Gott als Subjekt und etwas Anderes als Objekt unmittelbar auf einander folgen, eine Trennung durch einen p'OSv oder in Ermangelung dessen durch einen p’os bewirkt. Aus diesem Gedanken lässt sich die Talmud-Stelle Megillah 9a. erklären, dass die 70 jüdischen Weisen, die dem Egypter-König die Bibel ins Griechische übersetzten, die Ordnung der ersten 3 Worte veränderten und mit dem Namen Gottes anfingen, nicht mit den Worten „am Anfänge“. Sie fürchteten, der König könnte daraus entnehmen, dass jtbn-d den Urstoff bedeute, aus welchem erst das mit „Gott“ bezeichnete Wesen als Weltseele hervorgegangen sei, und dass dadurch der Glaube an den persönlichen Gott, der ja den unermesslichen Vorzug des jüdischen Glaubens vor dem Heidentum bildet, in Frage gestellt werden könnte. Auch wo der Name eines Heiden auf den göttlichen Namen folgt, steht oft ein p’DB, z. B. Gen. 12, 17 und 21, 17; Num. 22, 20. Aehnlich Exod. 15, 11, wo sich zwischen D2D2, welches sich auf Gott bezieht, und D^iO „unter den Göttern“ ein p’DD befindet. Am häufigsten finden wir es aus diesem Grunde in den Psalmen, wie 10, 3; 67. 6; 68, 19; 77, 17; 139, 19; 89, 52; 92, 10; 103, 20; 104. 24; 119, 52; 137. 7;i Ijob 27, 13; 40, 9. 1 Ferner wird, wenn 2 Namen Gottes auf! einander folgen, oft ein p’DC dazwischen gesetzt, j wie Exod. 34, 6; Jos. 22, 22, woselbst zweimal j 3 solcher Namen auf einander folgen, zusammen f alle durch p'OS getrennt werden. Eine Aus-| nähme bilden die beiden zuerst Gen. 2, 1 zu-j sammen vorkommenden Namen, und zwar weil der zweite die Erklärung des ersten ist.3) j Dass das p'DB zweimal hinter einander vori kommt, ist selten. Beispiele: Deut. 31, 16 I niT'j I nnt*- Kön. I. 16, 7 I nspjriPK I ninrr^c. \ Ueber das :dd wollen wir uns kurz fassen, weil, wenn wir dasselbe ausführlich behandeln ) wollten, dies den Gegenstand einer selbständigen j Arbeit bilden müsste. Wir begnügen uns, einige j Regeln seines Gebrauches anzugeben. Der Name j bedeutet „Stab“ wie Rasclii Sam. II. 8, 1 dasj selbe durch das französische „aiguillon“ Stachel 1 übersetzt. Es wird dann auch für einen Teil 1 des Zügels gebraucht, der quer, also stabartig j im Gebiss des Tieres steckt. Es bedeutet einen i Ruhepunkt mitten im Worte, damit nicht zu; viel Silben rasch nach einander ausgesprochen , werden. Die Hauptregel ist, dass es seinen i Platz n’P'/ir hat, d. h. von dem Tonzeichen die dritte Silbe.4) wie Num. 16, 4 Hopp- V. 32 DmTO' Jes. 48. 20 rpjrsr;, Jer. 50, 30 rpron-n- Auch ein yz iw gilt hierbei als Vokal, wie Num. 16, 6 |in*o, V. 30 nnsB', Deut. 15. 19 "11332. Ez. 27. 27 Ps. 119. 44 “irnin. Selbst wenn das die dritte Silbe und der davor stehende Vokal also die vierte sein würde, erhält er ein Jna z. B. Lev. 9, 19 □’2bnn, Num. 27, 22 ferner die Worte k “ i ':i »pNina: »orrnn ,):nnKv Vor einem prn aber fällt das snu weg wie Gen. 24, 64 bonv Jes. 49, 4 'yMi, Jer. 40, 4 -pnnr®. Eine Ausnahme bildet das am Anfänge des Wortes stehende r\, welches kein :.no erhält, wie 13DV bbm u. s. w. Ist am Anfänge eines Wortes ein ultf&pn 'n mit nns (und dies geschieht nur, wenn das Wort mit einem Guttural-Buch- 3) Siehe Raschi daselbst V. 5. 4) Diese Regal jedoch erleidet manche Beschränkung.

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