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Der Israelit · 1893-07-24 · Heft 59 (24.7.1893) · page 20

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Journal
Der Israelit
Volume
34 (1893)
Issue
Heft 59 (24.7.1893)
Date
1893-07-24
Page
– (sequence 20)
Language
German
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1146 auf der letzten oder vorletzten Silbe ruhen muss.7) Im ersten Falle wird er als yibz> (d. h. unten am Ende des Wortes, da xnbß die chaldäische Uebersetzung von nnno oder ist) bezeichnet; im andren als b'ybo (d. h. oben, mehr dem Anfang des Wortes zu, als Uebersetzung von r6yete). Wir werden deshalb diese beiden, bei allen jüdischen Grammatikern gang und gäbe gewordenen Ausdrücke der Kürze halber beibehalten. 1. 2. Als erste und Hauptregel bei Zeit- und Hauptwörtern gilt, dass jedes Wort, welches auf einen langen Vokal mit darauf folgendem Konsonanten endigt (rfcvu nyun mit rwu r,j) y-6ö ist. Ebenso zweitens, wenn es auf einen kurzen Vokal mit darauf folgendem unhörbaren, sogenanten Dehnungsbuchstaben (njüp nyun mit m inoj) endigt. Die erste Regel jedoch ist stärker, da sie nur ganz wenige Ausnahmen zulässt, während letztere oft weichen muss, wenn sie mit anderen Regeln in Widerspruch gerät. An den betreffenden Stellen wird dies erklärt werden. Fast jeder Vers der heiligen Schrift liefert uns für die erste Regel Beispiele. Führen wir deshalb nur einen einzigen an, den ersten Vers von Num., woselbst wir 7 Worte nach dieser Regel betont finden, nämlich 1) um, 2) ijno, 3) "insu, 4) mtpn, 5) onwA. 6) -idn1? und auch den Namen Gottes, der nach der gesetzlich vorgeschriebenen Lesung auslautend, dazu zählt, während wir das Wort ri£fc als Beweis für die zweite Regel anführen. Der Grund für die beiden Regeln ist wohl in Folgendem zu finden. Der lange Vokal erfordert immer einen gedehnten Ton, der durch einen der Buchstaben '’Trm oft sichtbar ausgedrückt wird; steht statt seiner ein Konsonant, so muss der Vokal stark betont werden, damit auch der Konsonant deutlich vernommen werde. Ebenso erfordert umgekehrt jeder kurze Vokal einen Konsonanten nach sich, und hat er diesen nicht, so muss ihm das Tonzeichen zu Hülfe kommen, damit er des Dehungsbuchstaben wegen auch etwas gedehnter ausgesprochen werde. Von der ersten Regel giebt es so gut wie keine Ausnahme; denn selbst da, wo im ersten Falle das Wort y-ibo sein muss, ist unter der Endsilbe noch ein jjhd hinzugefügt, wie Num. 17, 23 Nin 7) In der ganzen Bibel finden sich hiervon nur 2 Ausnahmen, soweit uns bektnnt. Exod. 15. 8, und Jes. 50, 8 wo der Ton auf der dritten Silbe ruht. und pTi; Jes. 40, 7 und 8 und noch andre. Gewöhnlich wenn der Ton aufrücken muss, aus Gründen, die wir später angeben werden, wird der lange in einen kurzen Vokal verwandelt, wie “Ti/ ILl'i. Bei dieser Gelegenheit wollen wir noch das nrö erwähnen. Wenn ein Wort auf '.Trvy endigt und diese ein w haben müssten, so wird dafür ein nne gesetzt, welches, da ihm dieser Platz eigentlich nicht gebührt, diesen Beinamen erhält, wie y"n\ np)S piidj, ht, mpo. Trotzdem aber wird das Wort als yiba bezeichnet, da diesem nrs nicht die volle Bedeutnng des Vokals zukommt. Heber die Aussprache desselben sind die Meinungen geteilt. Ihn Esra (d’JTnd 8. 211) will, dass man es mit einem n vorher lese, also ngn, n*p. Kimchi aber (Michlol S. 10), dass es nach o^n und piw mit einem i ausgesprochen werde, also nvn» mm nach p-pn und TL aber mit also mp,V, rptfp- Ersteres ist bei den europäischen Juden Gebrauch geworden. 8. Bei Zeitwörtern erhält überall der zweite Stammbuchstabe (^yv.-> y) den Ton, jedoch mit Ausnahme des mehr als Hauptwort geltenden Partizips und nur, wo es nicht möglich ist, rückt der Ton hinunter oder hinauf. Solche Ausnahmen finden wir, wo z. B. der betreffende Buchstaben ein wr’hat, wie 12b', npß\ TpD. inoiP, rrn\ in welchem Falle das Wort jrfco gelesen wird.8) Fehlt der zweite Buchstabe aber, wie bei den Stämmen mit i in der Mitte, so steht das Tonzeichen auf dem ersten, weil in dem langen Vokal desselben der fehlende Buchstabe seinen Ersatz findet, so 'QV, mc» 10p. (Fortsetzung folgt.) fe) Hat das Wort aber ein e"d oder 'jnN, so behaupten diese ihre Stelle, (da überhaupt der p'DSD mehr Neigung zu b'jnö hat, wie es die Worte 'EIN und — ntt, die wir ganz am Ende besprechen werden, beweisen) und das wird dann durch einen Vokal ersetzt, wie Num. 11, 28 lyD'b Lev. 7, 23 •'JENn N*?, ib. 13, 20 “ms, und zwar durch denselben Vokal, der im Singular unter dem Buchstaben steht. Zuweilen bewirkt dies auch das NHEti, wie Exod. 32 24 IplSnn, Kön. I. 20, 18 2 mal. Ja sogar wenn durch ein angehängtes das Wort ist, so verändert sich auch dann das N12' in einen Vokal, wie Deut. 4, 10 p"Tö^\ ib. 18, ■jiyiStS'fl. Ib. 13, 5 finden sich 6 solcher Beweisstellen, von denen das letzte ein hat. Verantwortliche Redaction: Oscar Lehmann in Mainz. — Expedition des „Israelit", Schottstraße Nr. 2, Mainz. Druck und Verlag der Joh. Wirth'schen Hofbuchdruckerei-Actien-Gesellschaft in Mainz.

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