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Der Israelit · 1893-06-15 · Heft 48 (15.6.1893) · page 25

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
34 (1893)
Issue
Heft 48 (15.6.1893)
Date
1893-06-15
Page
– (sequence 25)
Language
German
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ÄrthodoLe MuderrthumÄ -*-»^ y o no>v 15. Juni 1893.] Mr. 7 MS izm ML! 1ZCTTEE2TU. Dr. Adolf Fifchhof. »-°>«s- Adolf Fischhof, gestorben den 23. März l. I., gehörte zu den muthigen Männern, welche in der Sturmperiode des Jahres 1848 an die Spitze jener Bewegung traten, die eine constitutionelle Regierung des Kaiserstaates Oesterreich an Stelle der absolutistischen einsetzten. Der junge meä. vr. Fischhof, Sekundärarzt im allgemeinen Krankenhause war es, der mit dem Rufe: «Der Freiheit eine Gaste!" vor den versammelten Ständen die Wünsche der Universität vortrug. Eine bedeutende Rolle hatte er als Präsident des Sicherheits-Ausschustes, in welcher er zwischen den regellosen, jedem Eindrücke des Augenblicks nachgebenden Masten und den gesetzlichen Gewalten vermittelnd wirkte. In den Reichsrath gewählt, stimmte er stets für jene Anträge, welchen eine freiheitlichere Anschauung für Volksrechte zu Grund lagen. Während seiner parlamentarischen Thätigkeit war er auch Ministerialrath im Ministerium des Innern, ~1 C%eLoJLj^ ^L&JZ-£LßLö^. in welcher Stellung er Galizien bereisen mußte, wo die Cholera ausgebrochen war. Nach der Auflösung des Reichstages in Kremsier beherzigte er den Rath seiner Freunde, zu flüchten, nicht, und blieb, was ihm eine dreivierteljährige Haft einbrachie, aus welcher er wegen Mangel an Beweis entlasten wurde. Er widmete sich von nun an der ärztlichen Praxis und hielt sich von allem politischen Getriebe nach rechts oder links ferne; denn er kannte nur ein Sehnen, ein Ziel, als Freiheitsverbreiter und Menschenfreund: den Frieden unter den Völkern Oesterreichs, die Erhebung der Völker über den engbegrenzten Begriff der Nationalität und Confession zu einem gemeinsamen Wirken und Streben an den höchsten Aufgaben der Gesittung und Cultur. Die Erreichung eines solchen idealen Standpunktes hat er nicht erlebt und ob dieser jemals in dem von ihm geliebten Oesterreich erreicht wird — das weiß nu<Gort. J. P.

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