Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 34 (1893)
- Issue
- Heft 46 (8.6.1893)
- Date
- 1893-06-08
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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887 Hauses enden würde. Aber trotzdem wollte er nach Hebron zu seinem Vater, lind im Vertrauen auf den ihm zugesagten Schutz des Allmächtigen wagte er den Zug. Dieses Wagnis soll in dem einen alleinstehenden Worte ausgedrückt werden, während in dem zweiten wortreichen Teil des Verses dargestellt wird, wie der glückliche Erfolg sein G-ottvortrauen glänzend rechtfertigte. Exod. 33, 18 Gott hatte dem Moscheh die Erfüllung seiner vorher ausgesprochenen Bitte zugesagt, und Moscheh benutzte diese günstige Gelegenheit, diese Zeit der Gnade, wie die Talmudisten sich ausdrücken, um noch einen Schritt weiter zu gehen, indem er betete; „Lasse mich doch deine Herrlichkeit schauen!“ Aber er wusste, dass er etwas Grosses, vielleicht Unerfüllbares verlangt hatte: und in seiner bekannten Bescheidenheit wagte er nur zögernd, diese Bitte an Gott zu richten, und dieses Zögern ist es vielleicht, was uns in dem vollständig von der Bitte getrennten Worte *iöK'i dargestellt werden soll, als habe er kaum zu beginnen gewagt. Durch diese Erklärungen wollen wir nur darthun, dass mit ernstem Nachdenken hier etwas aufgefunden werden kann, was uns den Zweck und die BedeutuDg der Tonzeichen einigermassen näher zu bringen im stände ist und uns lehrt, wie innig dieselben mit dem Inhalt der heiligen Schrift in Verbindung stehen. Denn wir huldigen in dieser Beziehung ganz und voll der Ansicht, die Hirsch in seinem Pentateueh-Commentar aufstellt, dass nämlich im gesetzlichen Teile des Pentateuchs die mündliche Ueberlieferung (Erjnirn) vollinhaltlich im Schrifttext desselben enthalten ist, und dass, wo wir diese nicht auffinden können, die Schuld an der Schwäche unseres geistigen Blickes liegt. Dasselbe glauben wir nun auch von dem historischen Inhalt desselben, dass nämlich die den Worten hinzugefügten Buchstaben, Vokale, Tonzeichen u. dgl. auch bedeutend auf den Sinn influieren. Dass in einem Verse nie zwei verkommen können, ist selbstverständlich, wenn wir nur den Namen des Tonzeichen bedenken. Aber auch zwei 'Jrw kommen nicht vor, und ist der Satz zu lang, so werden zur Trennung Npn und Sjd oder das etwas schwächere ysi nii?! I nsvi gesetzt, wie viele Beispiele uns lehren. Wohl aber ist es möglich, dass gar kein ':r.K im Vers vorkommt. Es findet sich dies nur bei ganz kurzen Sätzen wie Gen. 43, 1 pto izd ijnm; dann vorzüglich bei Aufzählung von Namen, wie Exod. 1, 2. 3. 4. sehr oft im Buche Josua, ferner in den kurzen Sätzen, die mit dem bekannten nstn oder "oti beginnen. Zuweilen jedoch auch bei etwas grossem Sätzen, wie Gen. 3, 21; 7, 22; 9, 4 und 8; 2, 1; Exod. 7, 8; Lev. 15. 9; Kön. I. 20, 11; Jes. 43, 21; 66, 21. Eine besondere Erwähnung verdient, dass nach dem 'jhn öfters der Raum eines offenen Abschnittes frei bleibt und dann erst die zweite Hälfte des Satzes darauf folgt, wie Gen. 35, 22; Num. 25, 19; Deut. 2, 8; Jer. 38, 28 und Sam. I. und II sehr oft. Es wird dies in der Massora genannt piDBn j/sdns NpD*r. Es giebt für die ersten 2 Beispiele agadische Erklärungen, die möglicher Weise auch, da sie in Bezug auf den diesen Sätzen innewohnenden Sinn Aufschluss geben, annährend den Wert grammatischer Erklärungen haben. Diese beiden stärksten Q’p’Dsn haben auch die Kraft, die kurzen Vokale in die entsprechenden langen und das E') in den dazu gehörigen Vokal zu verwandeln, so z. B. wird 12% aus 12V; ujjd aus "ijr-*' ncs aus nDQ» nipp aus inytf, rr; aus sby, nssn ans nasn» aus Ausnahmen sind äusserst selten; im Michlol Seite 205a. werden verschiedene Hauptwörter aufgezählt, wie pn, tu die sich nie verändern. In gleicher Weise finden wir Gen. 25, 24 trotz dem 'Jn« unverändert nnjj» Arnos 9, 11 nSo:, Gen. 31, 9 und 30, 35 sogar bei rnbp2) Ebenso werden Michlol 8. 10a. Ausnahmen angeführt, wo trotz dem 'JHn und e"d das nnD nicht in pp verwandelt wird. Wir haben nun durch Vergleichung vieler Beispiele herausgefunden, dass es fast überall da ist, wo in der Einzahl der dritten Person ein P"i’n oder war, wie z. B, Gen. 27, 2 ’n:j?T von ]ju rrop von -auf, Sam. I. 15, 15 lXTin von opnE, ib. 30, 12 von Jes. 16, 10 TDIPn von rpJPH, ib. 18, 5 inn von rnn, Gen. 18, 5 min von in und noch viele andre. Zweite Gruppe: 1) buo, 2) t>ru f]p*, 3) pp npb 4) jrm, 5) Q’tru. 1) Dieses Wort wird fast von allen Grammatikern mit 't geschrieben und hängt wahrscheinlich mit dem Worte N'U' nichtig zusammen, da seine Aussprache nur in Verbindung mit einem Vokal möglich ist. In dem grammatischen Werke des ”53 jedoch, welches der -^>'73 mica beigedruckt ist, finden wir es mit einem 5 geschrieben, es wird dann von naa1 gefangen nehmen abgeleitet, da es seiner Abhängigkeit von den Vokale wegen, gleichsam als Gefangener unter diesen weilt. 2) Es lässt sich hier die Bemerkung machen, dass hei den meisten ~npa mit '7 das 7‘35 sich nicht in pap verändert, hei den meisten '333'5 jedoch dies geschieht. Auch einzelne Stämme sind hier zu unterscheiden, so verändert sich TV gar nicht in 'pap. während der Stamm aa" fast immer dies thut.