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Der Israelit · 1893-06-08 · Heft 46 (8.6.1893) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
34 (1893)
Issue
Heft 46 (8.6.1893)
Date
1893-06-08
Page
– (sequence 14)
Language
German
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erschienenen Folio-Bibel, mitgeteilt. Wir schlossen uns vollständig dem Ausspruch Heidenheims an: tsnpa l’^n d’jdh? D’jnriNn □,d,sid;i ipy het xb, „dass die späteren Herausgeber der heiligen Schrift nicht Recht gethan hätten, das Profane mit dem Heiligen zu vermischen“. Dies nachträglich noch einzuführen, gehört nun so gut wie ins Reich der Unmöglichkeit, da alle jüdischen wie christlichen Ausleger der heiligen Schrift sich der bei uns nun einmal eingeführten Kapitel bedienen. Ja sogar alle Talmud- Ausgaben benutzen für die unter der Ueberschrift litt min angeführten Bibelstellen dieselben, und ebenso die unendlich grosse und eminent wichtige Litteratur der Talmud-Commentare. Es ist dies daher, ohne eine förmliche Revolution in allen Bibel- und Talmud-Ausgaben zu veranlassen, unmöglich und müssen wir uns begnügen, von den Massora-Kapiteln Kenntnis zu nehmen, ohne sie in die Schrift einführen zu können. V. Die Tonzeichen nach ihrer Stufenfolge. Erste Gruppe: piDD ppD und Das £"□ ist das stärkste Zeichen, wie sein Name sagt, da es immer einen Vers abschliesst. Vor demselben befindet sich immer ein KriBö, d. h. das letzte trennende Tonzeichen vor ihm ist WIDE; wohl aber kann noch ein mtfü dazwischen stehen, und dies muss immer ein sein. Zuweilen stehen beide zusammen unter einem Worte, und dann vertritt das «nsü die Stelle des;nD, wie Num, 15, 21 DpTn“!1?. Auch ist es möglich, dass das tfnnsnK unmittelbar vorhergeht, wie Gen. Kap. 5 acht mal, ib. 27, 23 mpim nTyp, Exod. 14, 4 |p-iENn, ib. 39, 24 "itgpü ’jp, ib. 23, 23 vrnrcm ’pisvn, Gen. l, 3 TiK”’iTi "litt, ebenso daselbst mehrere mal p"TH i a 7 h Deut. 22, 28 moTi riül/. Zuweilen schliesst ein Vers zwar mit einem D"C ab, bildet aber dem Sinne nach nur einen Vordersatz, zu welchen der nächste Vers erst den Nachsatz giebt, weil, wenn diese beiden nur einen Vers bildeten, die Rede zu schleppend würde, wie Deut. 31, 24 und 25, ib. 2, 16 und 17. Das tfnn;ntf teilt den Vers in zwei gleichwertige Teile, hat ebenfals stets das «nsü vor sich und lässt auch einen dazwischen zu; dies ist aber immer ein M12. Ja sogar finden sich auch 2 ruv^ vorher, wie Exod. 12, 39, p, pun ib. 2, 12 und 3, 4. Auch bei dem *<nn:nN ist es möglich, dass, wenn das Wort sehr lang ist, ein tfnDü gemeinschaftlich mit ihm unter demselben Wort steht, wie Num. 28, 26 Ez. 10, 13 Warum aber beim S"D immer 7 A V ein bei aber ein Mio stehen muss, darüber fehlt uns jede Erklärung, da wir die feinen Unterschiede zwischen so nahe verwandten Tonzeichen wie Mio und toio nicht kennen. Wir müssen bedenken, dass, die hebräische Sprache für uns keine lebendige ist, und wir nur über den Wortschatz, den wir in y:n besitzen, verfügen, wir auch die Regeln über die.Betonung und deren Zeichen nur a posteriori aus dem Gegebenen abstrahieren können. Daher ist es ganz natürlich, dass unser Wissen auf diesem Gebiete besonders in den feineren Niiancen nur unvollkommen ist. Wie es nun beim O"O möglich ist, dass er unmittelbar auf das OnK folgen kann, also das eine Wort allein dann die zweite Hälfte des Satzes bildet, so kann auch mit letzterem der Satz beginnen, wie z. B. Gen. 24, 34, ib. 30, 28, ib. 34, 31, ib. 35, 5, Exod. 33, 14 und 18, Lev. 22, 19. Ohne nun im stände zu sein, alle diese Beispiele zu erklären, können wir doch bei einzelnen einen Grund mutmassen. Nehmen wir zuerst das letzte Beispiel, so bildet dies eine Wort inhaltlich einen ganzen Satz, und die Uebersetzung würde lauten: „Damit es euch wohlgefällig aufgenommen werde, muss es sein . . . “ Die erste Hälfte des Satzes, also hier das eine Wort, ist der Zweck, zu dessen Erreichung die 5 Worte, welche die zweite Hälfte bilden, dienen. Führen wir ferner das Beispiel Gen. 24, 34 an. Man war gewiss in der Familie Rebekka’s sehr gespannt auf das, was Elieser wohl sagen würde, und so begann er seine Rede damit, sich zuerst vorzustellen und zu zeigen, dass er auch zu seinem Anträge berechtigt sei, und da genügten die wenigen Worte □mutt lüf. Daher ist das iDN'i getrennt, indem es gleichsam zur Ueberschrift des Kommenden dient: „Er begann seine Rede damit, zu sagen ..." Und mit diesen 3 Worten war eigentlich schon alles gesogt. Denn wie hätte man es sich nicht zur Ehre schätzen sollen, sich mit Abraham, den selbst Fremde einen Fürsten Gottes nannten, verschwägern zu dürfen? Gen. 35, 5 Kurz vorher weiden uns die Vorwürfe, die der Patriach seinen Söhnen machte, mitgeteilt; es wird sogar die Befürchtung ausgesprochen, dass es zu einem Kampfe mit den umwohnenden kananitischen Stämmen kommen könnte, der mit der Vernichtung seines

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