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Der Israelit · 1893-05-25 · Heft 42 (25.5.1893) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
34 (1893)
Issue
Heft 42 (25.5.1893)
Date
1893-05-25
Page
– (sequence 19)
Language
German
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für boö'55W BrthodoLe MudenthumÄ l-^-' A BQ NJ/y 25. Mai 1893.] lNr. 2. mm »n Mi.ywz frn^di WM &M RMMLLM' Inhalt: Die Tonzeichen in der Bibel. Von Dr. S. P. Nathan (Hamburg). — Büchermarkt. Die Tonzeichen in der Mßet. Von Dr. S. P. Nathan (Hamburg). (Fortsetzung.) III. Alter der Tonzeichen. Wie alt die Tonzeichen sind, wer der Erfinder derselben ist, und seit wann sie überhaupt bekannt sind, dies bildet den Gegenstand einer lebhaften Controverse. Einige Grammatiker; und zu diesen zählt auch der berühmte Elia Levita, der im 16. Jahrhundert lebte, halten dafür, dass sie erst zur Zeit der Geonim, also etwa vor 1200 Jahren entstanden seien, dass demnach diejenigen gelehrten Schulen, die sich vorzüglich mit der Bibel und den dazu gehörigen massoretischen Studien beschäftigten, die Erfinder derselben seien. Es wäre also dies kurz vor den im ersten Kapitel angeführten ben Ascher und ben Naphtali gewesen. Auch Luzzato im 19. Briefe, Seite 60 und 61, huldigt dieser Ansicht. Aber dagegen liegen viele Bedenken vor. Wir führen wieder zuerst das Buch an. Dialog 3 § Bl finden wir folgende Stelle: D’D^on ins? lötsn 'di nov riyn& pDd »rfoo nttfDD ntDpu Dipnyn ntw onn nuorP mm« D’öyon „Unzweifelhaft war dem Sinne nach der Gebrauch der Vokale und Tonzeichen den Gelehrten vermittels Überlieferung wohl bekannt, und man bestimmte später die Formen der 7 Vokale1) und der Tonzeichen als sichtbare Vertreter der von Moscheh empfangenen Tradition“. Der gelehrte Dialog, der uns in diesem Buche vorgeführt wird, fand zwischen dem Könige und dem 1 Die früheren Grammatiker zählten statt 10 nur 7 Vokale, indem sie das kurze Chirik, Kamez und Schuruk, als in ihren langen Vokalen enthalten, nicht besonders bczeichneten. jüdischen Weisen (sein Name ist R. Jizchak Hassangari) im Jahre 4500 der Weltschöpfung2) statt, also etwa zur Zeit der Geonim. Wie hätte nun der Weise es wagen können, einem so tief eingehenden Forscher, wie es der König war, etwas Neues, in oder kurz vor seiner Zeit Entstandenes, als fest und unumstösslicb hinzustellen? Wir sehen vielmehr daraus, dass sie in dieser Zeit schon als alt hergebracht galten und aus einer früheren Zeit stammen müssen, ja sogar hier auf Moscheh zurück geführt werden. Und so finden wir auch in der That bereits im Talmud Stellen, aus welchen hervorgeht, dass sie den talmudischen Weisen vollständig bekannt waren, und dass diese der Bedeutung einen grossen Wert beilegten. Im Tractat Megillah, Seite 3a. wird auf das Buch Nehemia 8, 8 hingewiesen: UO’l Dltsn tSHDO 'NH mira “IED3 top’1 N-ipDD MSie lasen im Buche der Lehre Gottes, erklärten es, fassten den Sinn auf und begreiffen die Schrift“. Es werden die 4 Ausdrücke dieses Verses im Namen Raw’s, also des ersten der Amoraim, dem auch zuweilen vom Talmud der Charakter eines Tanaiten zuerkannt wird, in folgender Weise erklärt: Der erste bedeute den Text nebst den Vokalen, der zweite beziehe sich auf die Übersetzung desselben in die aramäische Sprache, die den vom Exil Zurückkehrenden bekannter und geläufiger war. Der dritte Ausdruck beziehe sich auf die Einteilung in bestimmte Verse (Raschi C’piDDn pn), und der vierte bedeute die Tonzeichen. Der Ausdruck im Tal- 2) Siehe Dialog 1 § 17.

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