Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 34 (1893)
- Issue
- Heft 42 (25.5.1893)
- Date
- 1893-05-25
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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zahlreichen Wohlthätigkeitsanftalten hat ein thätiges Mitglied ersten Ranges in ihm verloren. Kurz vor der Beerdigung hielt im Sterbe- Hause fein Schwager, Herr Rabb. Dr. Hör Witz- Frankfurt a. M. ’"j unter Schluchzen und Weinen einen ergreifenden nsDn, bei dem kein Auge der vielen Anwesenden thränenleer blieb. Auch der Schwiegersohn des Verblichenen, Herr Flörsheim aus Hamburg, sprach tiefgerührt unter heftigen Thränenausbrüchen Worte des tiefsten Schmerzes, die vom Weinen und Schluchzen der überaus zahlreichen Trauerversammlung oft unterbrochen wurden. Der überaus lange Leichenzug, bei welchem die irdischen Ueberreste des so allgemein geliebten und so früh entrissenen Glaubensbruders (wie es hier schon jahrelang üblich ist) getragen wurden, gab ein beredtes Zeugniß von der Liebe ganz Karlsruhers zu ihm. — Der Rabbiner Herr Dr. Schiffer »*j nannte ihn am Grabe unter Thränen einen -wi pns w und entwarf in großen Umrissen ein lebenstreues Bild vom Entschlafenen. — In noch längerer Rede entwarf sein Schwager Rabb. Herr Dr. Cohn-Jchenhausen unter immerwährendem Thränenerguß ein Bild vom 22. Lebensjahre des Dahingeschiedenen an bis zur Stunde der Abberufung, wie er ein aufopferungsfreudiger Sohn und Bruder, ein Vater seiner früh verwaisten 10 Geschwister, ein selbstloser Rathgeber seiner zahlreichen Verwandten, kurz wie er ein tsrnp gewesen in den Augen Aller, die ihn kannten. Schließlich ermahnte er noch die tieferschütterten, schluchzenden und wehklagenden Söhne des Heimgegangenen, in seinen Wegen wie bisher fortzuwandeln. rraiun Oest er. - Ungar. Monarchie. Wien, 11. Mat. Anläßlich der Verhandlung über das Armengesetz verließen die Antiltberalen sämmtlich den Saal, nachdem die Majorität aus der Bestimmung, daß die Armenpfleger christliche Eheleute sein müssen, im Hinblick auf die Gleichberechtigungs-Bestimmung in den Staatsgrundgesetzen das Wort „christlich" eliminirt hatte. Die Annahme des Gesetzes ist infolge der Abstinenz der Antiliberalen unwahrscheinlich. Rußland. Rußland. (Judenausweisungen.) Der „R. Pr. Ztg." wird aus Rostow am Don gemeldet, daß auf Verfügung des Gouverneurs von Jekaterinoslaw alle in den letzten Jahren in Rostow eingewanderten Juden, deren Zahl die hier gesetzlich gestattete Ziffer übersteigt, unverzüglich ausgewiesen worden sind. Es sind deren über 3000, darunter viele Großkaufleute Petersburg, 10. Mai. Die Regierung ernannte eine Kommission jüdischer Rabbiner, welche im September zusammentreten soll um Vorschläge zur Lösung der Judenfrage in Rußland zu machen. Palästina. Jerusalem, 5. Mai. Gestern feierte der in weiten Kreisen bekannte SeligHausdorff seinen 70. Geburtstag; seine zahlreichen Freunde brachten ihm herzlichste Glückwünsche (denen auch wir uns anschlteßen. Red.) Herr Hausdorff, Vorsteher der deutsch israel. Gemeinde, hat sich um die Errichtung verschiedener wohlthätiger Jnstitutioufn für die Armen der h. Stadt sehr verdient gemacht. Möge sich sein Lebensabend recht leicht und glücklich gestalten. n j c i ö n. Für den folgenden Theil ist die Redaetion nicht verantwortlich. ~m “ICPD Specialität. Frische Servelatwurst k M. 1.20. Prima Fleischwnrst ä 80 Pfg. in haltbarer vorzüglicher Qualität empfiehlt Wilhelm Wolfgang, früherer Besitzer des Hotel Wolf. Bad-Ems. (7004 TOTO werden streng reell und discret vermittelt. Offerten unter 8. 8. Nr. 48 postlagernd St. Johann a. Saar._(2804 64ibn$im ÄÄSör Gefl. Anfragen beliebe man unter 9fi°. 3195 an die Exped. d. Bl. zn richten. 1ED Restauration 12D MOSES MARX j Welschnonneng. 84, vis- TV/T A TlVr^7 Welschnenneng. 84, vis-! lä-vis (lern „Mainz. Anz.“ lVl.rl..LiN Z/ ä,-vis dem „Mainz. Anz.“j Aelteste* ^3 Restaurant unter Aufsicht Sr. Ehrw. des Herrn Dr. Bondi. 8V Vorzügliche Küche zu jeder Tageszeit. -ME Nur iBo Wein von der Firma Hugo Bondi & Co. (Festessen und Hochzeiten werden stets übernommen und! billige sowie gute Bedienung zugesichert. Dass Herr M. Marx von hier in Bezug auf rmtdO volles Vertrauen verdient, bezeugt gern Dr. Bondi, Rabbiner. enr eine ältere Frau wird ein ordentliches Mädchen gesucht, das in Hausarbeit u. Kochen erfahren ist. Offerten unter Nr. 3172 besorgt die Exped. d. Ll. »Ir. 42, S. 803/804 folgt erst zwischen S. 808/809.